DAX®15.141,98-0,19%TecDAX®3.382,16-1,56%Dow Jones 3034.295,03+0,19%Nasdaq 10013.463,36-0,30%
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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der deutsche Aktienmarkt dürfte zur Wochenmitte wieder etwas an Dynamik aufnehmen. Der Dax -0,19% dürfte am Mittwoch sein Rekordhoch weiter im Auge behalten. Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex 0,5 Prozent höher bei 14.121 Punkten gesehen. Damit fehlen dem Dax bis zu seinem vor gut drei Wochen erreichten Höchststand nur 48 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -0,31% wird zur Wochenmitte 0,4 Prozent höher erwartet.

Gespannt wird nun auf die Bund-Länder-Beratungen in Deutschland an diesem Mittwoch zur weiteren Vorgehensweise in der Corona-Krise geblickt. Es ist ein schmaler Grat zwischen Öffnungen in Lockdown-Phasen und drohender dritter Welle. Unter dem wachsenden öffentlichen Druck stellte Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht, was sich zuletzt immer klarer herauskristallisiert hatte: eine vorsichtige Öffnungsstrategie, meist entlang regionaler Corona-Zahlen, aber immer mit einer "Notbremse". Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die US-Börsen haben am Dienstag nach einem sehr starken Wochenauftakt geschwächelt. Besonders deutlich gaben Technologiewerte nach. Warnungen Chinas vor Bewertungsblasen an den ausländischen Kapitalmärkten drückten wohl ebenfalls etwas auf die Stimmung. Der weltweit bekannteste Index Dow Jones Industrial +0,19% schloss letztlich rund 0,5 Prozent tiefer bei 31.391 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,30% büßte 1,7 Prozent auf 13.059 Punkte ein.

2. Vorgaben aus Asien

Die Börsen Asiens haben am Mittwoch zugelegt. Die Aussicht auf eine Umsetzung des geplanten US-Konjunkturpakets liefert der Wachstumsfantasie der Anleger neue Nahrung, während die Befürchtungen hinsichtlich einer womöglich ausufernden Inflation infolge der Pläne der US-Regierung weiter in den Hintergrund rückt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,69% stieg um ein halbes Prozent auf 29 559 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, gewann zuletzt rund 1,5 Prozent und in Hongkong ging es für den Hang Seng +0,61% um knapp zwei Prozent aufwärts.

3. DAX, MDAX und SDAX auf dem Prüfstand

Am heutigen Mittwoch wird die Deutsche Börse AG nach US-Handelsschluss die Zusammensetzung der Indizes DAX, MDAX und SDAX turnusgemäß überprüfen. Als möglicher DAX-Aufsteiger gilt nach wie vor Siemens Energy, dafür müsste jedoch der Konsumgüterhersteller Beiersdorf weichen. 

Im MDAX werden derweil die Porsche-Holding, Nordex und Encavis erwartet, absteigen müssen dafür wohl die Aareal Bank +0,52%, Metro -1,72% und Osram -0,28%.

Gleich acht Änderungen dürften zudem im SDAX erfolgen: Neben den MDAX-Anpassungen, die auch auf den SDAX Auswirkungen haben, dürften Hornbach Baumarkt -0,15% , Cropenergies -4,14% und SNP -0,17% wegen eines zu niedrigen frei handelbarem Börsenwerts aus dem Index fliegen. Auf der Kippe stehen zudem die Deutsche Beteiligungs AG -1,20%, Vossloh +0,23% und Koenig & Bauer +4,26%

Über eine Aufnahme in den SDAX dürfen sich hingegen voraussichtlich der Möbelhändler Steinhoff +0,253% sowie das IT-Sicherheitsunternehmen Secunet -2,39%, der Personalmanagement-Softwareanbieter Atoss -3,29% , der Zulieferer für die Chipindustrie Süss Microtec -4,36% und SFC Energy -10,95%, ein Hersteller von Direktmethanol- und Wasserstoff-Brennstoffzellen freuen.

4. Ölpreise klettern weiter

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel zugelegt. Das Treffen des Ölverbunds Opec+, das am Donnerstag beginnt, rückt weiter in den Mittelpunkt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,16 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 37 Cent auf 60,12 Dollar.

Am Rohölmarkt gibt es seit Tagen nur noch ein Gesprächsthema: das Treffen des Rohölverbunds Opec+ ab diesem Donnerstag. Die Unsicherheit vor der Zusammenkunft ist angesichts der unklaren Lage hoch. So haben sich zwar die Konjunkturaussichten mit den fortschreitenden Corona-Impfungen verbessert. Die rasche Ausbreitung neuer Virus-Varianten bringt das Erholungsszenario jedoch ins Wanken. 

Die Förderstaaten geben sich allerdings zuversichtlich: Der Wirtschaftsausblick und die Lage am Ölmarkt hätten sich gebessert, hatte Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo am Dienstag geäußert. Dies spricht dafür, dass einerseits die Opec+ ihre Förderung anheben könnte. Darüber hinaus könnte der Ölriese Saudi-Arabien auf seine freiwilligen Produktionskürzungen, die zur zusätzlichen Stützung des Markts ergriffen wurden, verzichten.

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt steht mit den Geschäftszahlen der Shop Apotheke -6,80% einer der Pandemie-Gewinner im Blick. Der Online-Arzneihändler will nach einem außergewöhnlich starken Jahr auch 2021 weiter wachsen und seine Profitabilität nochmals verbessern, allerdings mit etwas weniger Tempo. Das dürfte einigen Marktteilnehmern nicht reichen, sagte ein Händler. Vorbörslich verloren die Anteilsscheine auf Tradegate zwei Prozent zum Xetra-Schluss an.

Der IT-Dienstleister Cancom -1,87% sicherte sich einen Rahmenvertrag mit einer EU-Organisation. Die Aktien gewannen auf Tradegate 2,7 Prozent zu Xetra. Eine Meilensteinzahlung von GlaxoSmithKline bescherte den Papieren des Biotech-Unternehmens Morphosys +3,49% einen vorbörslichen Zuwachs von eineinhalb Prozent. 

6. Konjunkturdaten

Während die europäische Statistikbehörde Eurostat am heutigen Mittwoch die Erzeugerpreise in der Euro-Zone für den Monat Januar veröffentlicht, legt Deutschland Daten zu den Exporte in die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr vor.

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit gute 1.000 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.35 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 64,0 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4). Vor vier Wochen, am 3. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 82,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. 

Sechs-Monats-Chart DAX (in Punkten)
Mit Material von dpaAFX.
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