DAX®15.640,91+0,45%TecDAX®3.677,12+0,42%Dow Jones 3035.106,76+0,50%Nasdaq 10015.043,81+0,17%
finanztreff.de

Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) dürfte sich am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte nur wenig tun. "Das ist wieder so ein Tag, der erst abends richtig losgeht. Auf dem Parkett warten alle auf die Fed", beschrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die Situation.

Der deutsche Leitindex bleibt wohl zunächst in der Nähe seines zu Wochenbeginn erreichten Rekordhochs von rund 15.803 Zählern. Rund eine halbe Stunde vor der Xetra-Eröffnung wurde der DAX +0,45% 0,02 Prozent fester bei 15.738 Punkte gesehen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,49% wird 0,1 Prozent höher erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen: 

1. Vorgaben aus den USA

Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte sind die US-Aktienmärkte am Dienstag etwas ins Minus gerutscht. Experten rechnen zwar nicht mit einer Zinsänderung, warten aber mit Spannung auf Aussagen der Währungshüter zum Thema Inflation. Davor wollten sich die Anleger nicht mehr in größerem Maße neu positionieren. Der Dow Jones Industrial +0,50% schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 34.299 Punkten.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch schwächer tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,37% sank zuletzt um rund 0,5 Prozent. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, büßte 1,2 Prozent ein und der Hang Seng +3,17% in Hongkong gab um gut 0,2 Prozent nach. Die Anleger warten weiter auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend und geldpolitische Signale.

3. Ölpreise steigen weiter 

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben damit die Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen fortgesetzt. Wie bereits in den Handelstagen zuvor markierten die Preise am Morgen erneut mehrjährige Höchststände. Seit Beginn des Monats hat sich Rohöl aus der Nordsee um mehr als sechs Prozent und Rohöl aus den USA um mehr als acht Prozent verteuert. Als Treiber gilt unter anderem die robuste Konjunktur in führenden Industriestaaten und eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 74,51 US-Dollar. Das waren 52 Cent mehr als am Vortag. Zeitweise erreichte der Brentpreis bei 74,73 Dollar den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 46 Cent auf 72,58 Dollar. Mit 72,83 Dollar war er am Morgen auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 geklettert. 

4. Konjunkturdaten 

Zur Wochenmitte legt China die Industrieproduktion sowie den Einzelhandelsumsatz im Mai vor, Japan gibt derweil die Kernrate zu Maschinenaufträgen im vergangenen April bekannt und in Deutschland liegt der Fokus der Marktteilnehmer auf der ifo-Konjunkturprognose, die im Rahmen einer Online-Pressekonferenz mit dem ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser und ifo-Präsident Clemens Fuest veröffentlicht wird. 

Am meisten dürfte sich jedoch die Bekanntgabe des Zinsentscheids der US-Notenbank Fed auf die Kurse auswirken. Nach der Veröffentlichung um 20:00 Uhr deutscher Zeit wird es im Anschluss ab 20:30 Uhr eine Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell geben. Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die US-Notenbank trotz eines zuletzt starken Anstiegs der Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten. 

5. Unternehmensnews

Unter den im Dax notierten Unternehmen lohnt zur Wochenmitte ein Blick auf SAP +0,40%. Europas größter Softwarehersteller will trotz kurzfristigen Gegenwinds einen langen Atem beim schnelleren Umbau zum Cloudanbieter beweisen. Das starke Cloud-Geschäft mit IT-Anwendungen und Speicherplatz im Internet beschert derweil dem SAP-Rivalen Oracle -0,12% weiter deutliche Umsatzzuwächse. Allerdings fielen die Oracle-Aktien im nachbörslichen US-Handel um mehr als ein Prozent, da der Ausblick Börsianern zufolge angesichts der in Aussicht gestellten hohen Investitionen enttäuschte. Die SAP-Aktien notierten in dieser Gemengelage anderthalb Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Dienstag.

Zudem könnten auch einige Analystenkommentare die Kurse bewegen. So empfahl die Investmentbank Jefferies die Aktien von Beiersdorf -0,05% zum Kauf. Der Konsumgüter- und Kosmetikkonzern könnte die Markterwartungen im laufenden Jahr dank der Entwicklung mit Sonnenschutzprodukten sowie der Marke La Prairie übertreffen, schrieb der Experte Martin Deboo. Das verschaffe dem neuen Konzernchef Vincent Warnery Zeit für eine Trendwende bei Nivea sowie für eine Erholung der Gewinnmargen. Auf Tradegate stiegen die Papiere um knapp ein Prozent.

Schließlich richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auch auf den Börsengang von About You +1,52%: Der Online-Modehändler hatte den Preis für seine Aktien auf 23 Euro je Stück festgelegt. Das entspricht in etwa der Mitte der zuvor herausgegebenen Preisspanne von 21 bis 26 Euro.

6. Erster Gipfel zwischen Biden und Putin 

Nach Jahren schwerer Konfrontation zwischen Washington und Moskau kommen US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin an diesem Mittwoch zu ihrem ersten Gipfel zusammen. Das mit Spannung erwartete Treffen auf Initiative Bidens soll gegen 13.00 Uhr MESZ in Genf beginnen und vier bis fünf Stunden dauern, wie der Kreml mitteilte. Biden hatte Putin zu dem Gipfel eingeladen, um angesichts der im Westen zunehmend kritisierten Politik Moskaus "rote Linien" aufzuzeigen. Allerdings wollen die Präsidenten der beiden größten Atommächte auch über gemeinsame Interessen sprechen.

Geplant sind in der Villa La Grange am Genfersee etwa Gespräche über die strategische Stabilität in der Welt. Experten erwarten, dass Putin und Biden neue Verhandlungen für eine atomare Abrüstung und für eine Kontrolle der Waffenarsenale anstoßen könnten. Themen sind nach Angaben beider Seiten außerdem die Konflikte in Afghanistan, Libyen, Syrien und der Streit um die Atomprogramme im Iran und in Nordkorea.

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.254 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 107 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.074 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen (Mit Material von dpa-AFX).

Schlagworte:
, , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
2026 ist das Ende der Verbrennungsmotoren bei VW. Glauben Sie, dass VW damit viele Autofahrer verlieren wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen