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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die schwelenden Konjunktursorgen an den Aktienmärkten erhalten zur Wochenmitte mit schwachen Daten aus China neuen Auftrieb. Nach Kursverlusten in Asien deutet sich am Mittwochmorgen für den Dax ein leichter Rückschlag zum Handelsauftakt an. So wurde der deutsche Leitindex knapp eine viertel Stunde vor dem Handelsstart rund 0,1 Prozent schwächer bei 15.704 Punkten gesehen. Für den EuroStoxx 50 -0,87% als Leitindex der Eurozone deutete sich zuletzt ebenfalls ein moderates Minus an. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA haben den Notierungen an der Wall Street am Dienstag keinen Anschub verliehen. Zwar sind die Verbraucherpreise im August auf hohem Niveau nicht ganz so stark gestiegen wie erwartet. Das sorgte allerdings nur in den ersten Handelsminuten für leichte Kursgewinne. Anschließend drehte der Leitindex Dow Jones Industrial +0,10% ins Minus, weitete die Verluste aus und fiel auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten. Am Ende stand für den Dow ein Abschlag von knapp 0,8 Prozent auf 34.577 Punkte zu Buche. Der breiter gefasste S&P 500 +0,18% verlor rund 0,6 Prozent auf 4.443 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,09% hielt sich mit einem Minus von gut 0,3 Prozent auf 15.382 Punkte etwas besser.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte im Zuge schwacher US-Börsen und enttäuschender Konjunkturdaten nachgegeben. In Tokio büßte Japans Leitindex Nikkei-225 kurz vor Handelsende rund 0,4 Prozent auf 30.541 Punkte. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, verlor glatte 0,3 Prozent und in der Sonderverwaltungszone Hongkong gab der Hang-Seng-Index -1,45% knapp ein Prozent nach.

3. Ölpreise klettern weiter

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,08 US-Dollar. Das waren 48 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 45 Cent auf 70,91 Dollar. Zurzeit bewegen sich die Ölpreise in der Nähe ihrer höchsten Stände seit Anfang August.

Die Auswirkungen des Hurrikan Nicholas auf die Erdölförderung im Golf von Mexiko halten sich laut Medienberichten offenbar in engen Grenzen. Mittlerweile hat sich der Hurrikan, der bereits das Festland erreicht hat, zu einem Tropensturm abgeschwächt. Die Ankunft des Sturms hatte am Ölmarkt für Aufsehen gesorgt, weil sich die Golfregion gerade von dem erst vor rund zwei Wochen wütenden Hurrikan Ida erholt.

4. Inflationsdaten entlasten US-Notenbank-Politik

Die jüngsten Inflationsdaten in den USA wurden von den Anlegern mit Blick auf die nächsten Schritte der US-Notenbank Fed abgeklopft, die eine Eindämmung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe signalisiert hat. "Die US-Inflationsdaten deuten darauf hin, dass der Preisdruck nachgelassen hat, was der US-Notenbank Fed eine gewisse Flexibilität beim Tapering-Zeitplan gibt", schrieben die Commerzbank-Experten Hao Zhou und Charlie Lay am Morgen. "Allerdings nehmen auch die Wachstumssorgen zu".

5. Konjunkturdaten 

Zur Wochenmitte stehen in China Zahlen zum Einzelhandelsumsatz, der Industrieproduktion und den Investitionen in Sachanlagen für den Vormonatszeitraum im Fokus der Anleger. August-Verbraucherpreise werden derweil in Großbritannien, Frankreich und Italien veröffentlicht. In der Eurozone stehen zudem der Arbeitskostenindex für das zweiten Quartal 2021 sowie die Industrieproduktion im Juli auf dem Programm und in den USA stehen der Empire-State-Index für den Monat September im Fokus der Anleger. 

6. Unternehmensnews

Hierzulande sollten die Anleger auf Unternehmensseite ein Auge auf die Brenntag +0,05%-Papiere haben. Kurz vor seinem DAX-Aufstieg hat der Chemikalienhändler erneut seine Ziele angehoben. Die Markterwartungen hätten zuletzt bereits am oberen Ende der vorherigen Prognose gelegen, sagte ein Händler am Morgen. In den DAX kommt in Kürze auch Hellofresh ±0,00%: Der Kochboxenversender beteiligt sich am russischen Unternehmen Chefmarket.

Detaillierte Zahlen haben Investoren von Auto1 +0,79% zu verarbeiten. Im ersten Halbjahr hatte der Online-Gebrauchtwagenhändler seinen Verlust unter dem Strich mehr als vervierfacht. Die Firma hatte bereits Anfang August ihre Umsatzprognose angehoben, gleichzeitig aber die Margenziele gesenkt, da sie noch mehr Geld in ihr Wachstum stecken will. Die seit einiger Zeit schwächelnden Aktien legten vorbörslich zu.

Für Kursbewegung könnte auch eine Analystenstimme sorgen: Die Experten der Credit Suisse veröffentlichten ein positives Votum zum Spezialchemiekonzern Lanxess -1,53%

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist etwas gefallen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.455 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.38 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.565 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 83 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX). 

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