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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach zwei starken Börsentagen ist zur Wochenmitte am deutschen Aktienmarkt eine Pause zu erwarten. Immerhin hat der Leitindex DAX -4,15% vom jüngsten Tief von vor drei Wochen bereits wieder um mehr als sechs Prozent zugelegt. Vor den anstehenden Quartalsberichten vieler Schwergewichte in den kommenden Tagen und Wochen könnten sich die Anleger am Mittwoch zunächst zurückhalten.

Rund eine halbe Stunde vor dem Xetra-Handelsbeginn wurde das DAX rund 0,3 Prozent schwächer bei 15.738 Punkten gesehen. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -4,74% dürfte moderat nachgeben. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Angetrieben von der gut laufenden Berichtssaison ist die jüngste Rekordjagd an den New Yorker Börsen am Dienstag weiter gegangen. Nach einer siebenwöchigen Durststrecke des Nasdaq 100 -2,09% erfasste sie nun auch den technologielastigen Auswahlindex, der vor einer Schar von Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne in der Spitze bis auf knapp 15.711 Punkte stieg. Allgemein ließ der Schwung bei den New Yorker Indizes im Verlauf aber merklich nach. Der Nasdaq-Index gewann am Ende noch 0,3 Prozent auf 15.559 Zähler. Die stärker auf Standardwerte fokussierten Indizes konnten ihre Rally fortsetzen, sie klettern seit Tagen schon von Bestmarke zu Bestmarke. Der Dow Jones Industrial -2,53% gewann am Ende 0,04 Prozent auf 35.756 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch nachgegeben. Nach den Kursgewinnen am Vortag büßte der japanische Leitindex Nikkei-225 -4,81% zuletzt 0,6 Prozent ein. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank um 1,2 Prozent und in Hongkong ging es für den Hang Seng -2,60% um 1,5 Prozent bergab. Insbesondere wachsende Inflationsgefahren rund um den Globus sorgten für Zurückhaltung, hieß es am Markt.

3. Ölpreise geben leicht nach 

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel moderat nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,87 US-Dollar. Das waren 53 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 67 Cent auf 83,98 Dollar.

Trotz der Abschläge bewegen sich die Ölpreise in der Nähe ihrer unlängst markierten mehrjährigen Höchststände. Getrieben werden die Preise durch ein Gemisch aus konjunkturell bedingt hoher Nachfrage und einem knappen Angebot. Zudem sorgen hohe Gas- und Kohlepreise dafür, dass Erdöl als alternative Energiequelle genutzt wird. Das treibt die Preise zusätzlich.

4. Konjunkturdaten 

Zur Wochenmitte dürften das DIW Konjunkturbarometer, das GFK-Verbrauchervertrauen, die Außenhandelspreise im vergangenen September und die Umsatzentwicklung der gewerblichen Wirtschaft für neue Impulse am deutschen Aktienmarkt sorgen. In Frankreich werden derweil das Verbrauchervertrauen und die Erzeugerpreise vorgelegt und in den USA stehen die Lagerbestände im Großhandel, der Auftragseingang bei den langlebigen Gütern sowie der wöchentliche EIA Ölbericht im Fokus der Anleger.

5. Unternehmensnews

Mit BASF -5,49% und der Deutschen Bank haben am Morgen zwei Dax-Konzerne mit Geschäftszahlen aufgewartet. Der weltgrößte Chemiekonzern hat nach dem dritten Quartal die Ziele für das Gesamtjahr erhöht. Auf Tradegate legten die Papiere um 0,7 Prozent zu.

Die Deutsche Bank -5,91% hat trotz gestiegener Kosten für den Konzernumbau im dritten Quartal etwas mehr verdient als ein Jahr zuvor. Die Aktie lag vorbörslich leicht im Plus. Der Fondstochter DWS -3,17% sind derweil zuletzt deutlich mehr Mittel zugeflossen als erwartet. Die Aktien stiegen um gut ein Prozent.

Der Kurs von Covestro -6,51% legte auf Tradegate um mehr als ein Prozent zu. Die Investmentbank Goldman Sachs brachte den Kunststoffhersteller in einer Studie als Kandidaten für eine Übernahme ins Gespräch.

Am Freitag steht zudem eine Änderung im DAX an. Wegen der Übernahme der Immobiliengruppe Deutsche Wohnen -4,47% durch Vonovia -4,37% verlässt die Deutsche Wohnen den DAX und wird durch Beiersdorf -1,49% ersetzt. Dessen Platz im MDAX -3,32% der mittelgroßen Werte nimmt der Versicherungskonzern Talanx -5,25% ein.

6. CDU warnt vor früherem Kohleausstieg

Zum Start der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP hat sich der Arbeitnehmerflügel der CDU gegen ein Vorziehen des Kohleausstiegs in Deutschland gewandt. Ein früherer Kohleausstieg wäre "klarer Wählerbetrug" von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Alexander Krauß, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Bisher war der Kohleausstieg bis spätestens 2038 geplant. SPD, Grüne und FDP, deren Arbeitsgruppen an diesem Mittwoch in die Koalitionsverhandlungen einsteigen, hatten sich bereits darauf verständigt, den Ausstieg aus der Kohleverstromung "idealerweise" schon bis 2030 zu schaffen.

Krauß erinnerte daran, dass sich Gewerkschaftsvertreter, Wirtschaft, Umweltverbände und Politik auf das spätere Datum verständigt hatten. "Den Kohleausstieg jetzt aber vorzuziehen, wäre nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern schickt gerade ältere Beschäftigte direkt in die Arbeitslosigkeit." In neun Jahren lasse sich kein Strukturwandel in den betroffenen Regionen bewältigen. "Mit einem Kohleausstieg 2030 würde Olaf Scholz das Versprechen brechen, was er den Kohlekumpeln in der Lausitz erst im August gegeben hatte", sagte Krauß.

7. Corona-Lage

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist deutlich angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 118,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 113,0 gelegen, vor einer Woche bei 80,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23.212 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 17.015 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 114 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 92 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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