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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein Rückgang der neuen Covid-19-Opferzahlen in einigen Brennpunkten Europas sorgt auch für eine leichte Entspannung am Aktienmarkt. Der von der Corona-Krise gebeutelte DAX scheint zum Wochenauftakt abermals einen Erholungsversuch zu starten. Vor Xetra-Handelsstart wurde der deutsche Leitindex rund vier Prozent höher taxiert bei 9.913 Punkten.

Wie nachhaltig eine Erholung der Aktienmärkte ist, bleibt in diesem Umfeld indes offen. Experten hatten zuletzt bereits vor einer Bärenmarktrallye gewarnt - also einem kurzen, deutlichen Anstieg innerhalb eines größeren Abwärtstrends. So hat sich der DAX -1,65% vom jüngsten Tief zuletzt um rund 15 Prozent erholt - nach einem Virus-Crash von fast 40 Prozent zuvor.

Folgende Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Krise

Das Coronavirus grassiert jedoch weiterhin. Die Infektionszahlen nehmen etwa in der japanischen Hauptstadt Tokio zu und vor allem in den USA bleibt die Lage äußert angespannt. Die weltweiten wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie bleiben kaum abschätzbar. Auch daher dürften viele weitere Unternehmen ihre Jahresprognosen zurückziehen. Unklar ist auch, wann sich das öffentliche Leben zumindest schrittweise wieder normalisiert.

Marshall-Plan und Streit um Bonds

Einen Marshall-Plan für die Zeit nach der Corona-Krise hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gefordert. Trotz aller Hilfsmaßnahmen müsse Europa mehr Geld in die Hand nehmen, verlangte sie in einem Gastbeitrag für die Welt am Sonntag. Aus diesem Grund sprach sie sich für massive Investitionen in den EU-Haushalt aus. Dieses Budget sei in allen Mitgliedstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.

Opec-Treffen verschoben

Für Unsicherheit sorgt auch die Lage am Ölmarkt. Die Minister der Opec+-Länder wollten eigentlich heute zu einer Videokonferenz zusammenkommen. Nach Angaben der ölreichen Südkaukasusrepublik Aserbaidschan werden sie nun doch erst an diesem Donnerstag (9.April) über die Drosselung der Ölförderung beraten. Ziel der Videokonferenz werde eine neue Erklärung zur Zusammenarbeit sein, hieß es aus Aserbaidschan. Heute Morgen meldete der US-Nachrichtensender CNBC, dass sich Russland und Saudi-Arabien "sehr, sehr nah" an einer Einigung auf Ölproduktions-Kürzungen befinden. Die Ölpreise zeigten sich am Morgen stabil über der 30-Dollar-Marke.

Vorgaben aus den USA

Düstere Perspektiven am US-Arbeitsmarkt hatten die Anleger am Freitag an der Wall Street wieder in die Flucht getrieben. Anfangs sah es so aus, als ob sie einen Beschäftigungsrückgang um über 700.000 Personen nach den zuvor schon bekannten Hiobsbotschaften wegstecken würden. Dann aber rutschte der Dow Jones Industrial -1,05% wegen der mit dem Coronavirus verbundenen Rezessionssorgen deutlicher ins Minus ab. Zur Schlussglocke verlor der Leitindex am Freitag 1,7 Prozent auf 21.052 Punkte.

Handel in Fernost

Der japanische Aktienmarkt hat am Montag jedoch kräftig zugelegt. Der Leitindex Nikkei-225 -0,64% schloss bei 18.576 Punkten 4,2 Prozent höher. Marktbeobachtern zufolge lässt ein Rückgang der Anzahl neuer Covid-19-Opfer in einigen Brennpunkten Europas die Anleger hoffen. Dem steht allerdings ein Anstieg der Virus-Infektionen in großen Städten Japans gegenüber. In China blieben die Börsen am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Konjunkturdaten

Die Agenda an wichtigen Daten ist heute nur sehr dünn bestückt. In der deutschen Industrie ist der Auftragseingang im Februar nach einem starken Jahresauftakt wieder gesunken. Die Aufträge seien im Monatsvergleich um 1,4 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang um 2,5 Prozent gerechnet. Im Februar hatte die Corona-Pandiemie laut Bundesamt noch keine eindeutigen Effekte auf den Auftragseingang.

Um 10.30 Uhr wird noch das Sentix Investorenvertrauen für April veröffentlicht.

Unternehmens-News

Mit dem Handelskonzern Metro -3,29%, dem Ticketvermarkter CTS Eventim -6,39% und der Beteiligungsgruppe Dic Asset -2,16% haben weitere Börsentitel wegen des Coronavirus ihre Jahresziele zurückgezogen. Letztere hält aber am Dividendenvorschlag von 66 Cent je Aktie für 2019 fest. Auf der Handelsplattform Tradegate legten die Kurse aller drei Unternehmen zu mit dem erholten Gesamtmarkt. DIC Asset stiegen sogar um elf Prozent.

Der Finanzdienstleister Hypoport -1,96% hat mit seinem Finanzierungsmarktplatz Europace im ersten Quartal weiter deutlich zugelegt. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 20,8 Milliarden Euro wurde erstmals die 20-Milliarden-Euro-Marke überschritten, teilte das im Nebenwerte-Index SDAX -1,62% notierte Unternehmen am Montag in Berlin mit. Das Transaktionsvolumen stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über ein Drittel. Die Hypoport-Aktie legte vorbörslich um etwa sieben Prozent zu.

Das Interesse an einem schnellen Vergleich mit Volkswagen -4,15% im Dieselskandal ist für viele Teilnehmer der Musterklage weiter groß. Bisher hätten sich 231.000 der 262.000 berechtigten Kunden bei Volkswagen registriert, knapp jeder fünfte Fall sei bereits überprüft, sagte ein VW -4,15%-Sprecher am Sonntag. Zuvor hatte der Tagesspiegel darüber berichtet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 11.586,85 -1,65%
PKT -194,28
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
Henkel VZ 80,28 +0,88%
SAP 113,50 +0,80%
WIRECARD 94,56 +0,63%
FRESENIUS 43,20 +0,12%
VONOVIA 51,78 -0,35%
Flops
DAIMLER 33,38 -4,76%
MTU AERO 144,90 -4,80%
COVESTRO AG O.N. 33,29 -4,91%
E.ON 9,51 -5,88%
LUFTHANSA 9,14 -6,43%
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