DAX ®12.733,45+1,64%TecDAX ®3.041,57+1,27%Dow Jones26.287,03+1,78%NASDAQ 10010.604,06+2,53%
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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt deutet sich ein nachgebender Wochenstart an. Kurz vorm Xetra-Handelsstart wurde der DAX +1,64% bei 12.060 Punkten gesehen und damit 0,3 Prozent unter dem Freitagsschlussniveau. Damit dürfte der deutsche Leitindex an die Verluste der vergangenen Woche anknüpfen.

Die Investoren sind nach wie vor hin- und hergerissen zwischen den wieder gestiegenen Corona-Sorgen und Konjunkturdaten, die auf eine Erholung der Wirtschaft hindeuten. Vergangene Woche hatten vor allem die hohen Neuinfektionszahlen in den Vereinigten Staaten den DAX um zwei Prozent nach unten gedrückt. Zum Wochenauftakt wird es vor allem spannend, ob der deutsche Leitindex unter die Marke von 12.000 Punkten fällt - zuletzt bewegte sich der DAX in der recht engen Bandbreite von 12.000 bis 12.500 Zählern.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle ist an die US-Börsen zurückgekehrt und hat den Dow Jones Industrial +1,78% am Freitag zeitweise unter die Marke von 25.000 Punkte gedrückt. Zudem dämpften Konjunkturdaten die Stimmung. Mit einem Abschlag von 2,8 Prozent auf 25.015 Punkte ging das weltweit bekannteste Börsenbarometer letztlich aus dem Handel. Der Wochenverlust summiert sich auf 3,3 Prozent.

Das Anfang Juni in einer beeindruckenden Rallye zurückeroberte Niveau von 27.580 Punkten rückte damit noch ein wenig weiter in die Ferne. Der marktbreite S&P 500 +1,73% büßte am Freitag 2,4 Prozent auf 3.009 Punkte ein. Der Nasdaq 100 +2,53% sank um 2,5 Prozent auf 9.849 Zähler, nachdem der technologielastige Index der Nasdaq-Börse noch am Dienstag ein Rekordhoch verzeichnet hatte.

Handel in Fernost

In Asien haben die Aktienmärkte wegen der Furcht vor einer zweiten Corona-Welle und schwacher US-Vorgaben am Montag auf breiter Front nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +2,00% beendete den Handel mit einem Abschlag von 2,3 Prozent auf 21.995 Punkte, womit sein moderater Gewinn aus der Vorwoche bereits wieder Geschichte ist. Ausgeprägte Verluste verzeichneten am Montag auch die Börsen in Südkorea und Australien. Im indischen Mumbai ging es zuletzt um etwas moderatere 1,3 Prozent abwärts.

In Hongkong verlor der Leitindex Hang Seng +3,95% zuletzt 1,4 Prozent auf 24.208 Zähler. Dort stand zudem weiterhin das von China geplante und in weiten Teilen der Welt scharf kritisierte "Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit" im Blick. Die Bürger von Hongkong sehen damit zunehmend die Autonomie der Sonderverwaltungszone bedroht.

An den chinesischen Festlandsbörsen, an denen wegen des Drachenbootfestes am Donnerstag und Freitag nicht gehandelt worden war, gab der chinesische CSI im späten Handel um 0,9 Prozent auf 4.101 Punkte ab. Der CSI enthält die 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen.

Konjunkturdaten

Wie es derzeit um den Konsum in Japan bestellt ist, erfuhren Anleger in der Nacht, als die Einzelhandelsumsätze für Mai veröffentlicht wurden. Um 11 Uhr veröffentlicht die EU-Kommission das endgültige Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone für den Monat Juni. Die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland steht um 14 Uhr zur Veröffentlichung an. Aus den USA kommen um 16 Uhr frische Daten zu den schwebenden Hausverkäufen.

Bundestag und Bundesrat beschließen Konjunkturpaket

Bundestag und Bundesrat wollen heute in Sondersitzungen das Konjunkturpaket verabschieden, das Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder ankurbeln soll. Es beinhaltet insbesondere die bis zum Jahresende begrenzte Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent und den Bonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind. Die herabgesetzte Mehrwertsteuer von 7 Prozent soll bis zum Jahresende auf 5 Prozent gesenkt werden.

Wirecard-Skandal

Bei den Einzelwerten dürfte es bei dem inzwischen insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard -23,59% hoch hergehen. Der ums Überleben kämpfende Zahlungsdienstleister setzt trotz des Insolvenzantrags auf eine Fortführung des Geschäfts. Die noch im DAX notierte Aktie hatte in den vergangenen sieben Handelstagen knapp 99 Prozent verloren und sollte weiter heftig schwanken. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate erholten sich die Anteilsscheine von Wirecard auf etwa 1,80 Euro.

Unternehmens-News

Einen Blick wert sein könnten auch die Papiere von Ströer +0,50%, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs sie wegen ihrer zuletzt überdurchschnittlichen Kursentwicklung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hat. Auf Tradegate fielen die Papiere des Anbieters von Außenwerbung im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag um 1,4 Prozent.

Der deutsche Wohnimmobilienkonzern Ado Properties -9,53% will den Berliner Konkurrenten Consus Real Estate +10,21% komplett übernehmen. Nach eigenen Angaben hat Ado bereits Zusagen der Aktionäre, um auf einen Anteil von insgesamt mehr als 80 Prozent zu kommen. Finanzieren will Ado den Deal mit einer Kapitalerhöhung von 450 Millionen Euro. Zudem sollen die eigenen Aktionäre auf eine Dividende für das Jahr 2019 verzichten. Auf Tradegate wurde bislang noch kein Kurs gestellt.

Die vor Kurzem von Aroundtown +3,40% übernommene Immobiliengesellschaft TLG +3,93% hat sich von Einzelhandelsimmobilien im Wert von knapp einer halben Milliarde Euro getrennt. Die Objekte befinden sich in ganz Deutschland und wurden über dem letzten Buchwert verkauft, wie TLG Immobilien am Montagmorgen in Berlin mitteilte. Mit dem Geld will TLG seine Liquidität und Kapitalstruktur stärken und sich künftig auf Büroimmobilien konzentrieren. Auf Tradegate stiegen die Aroundtown-Titel zuletzt leicht.

Der Flugzeugbauer Airbus +2,87% wird als Reaktion auf die Luftfahrt-Krise für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen um 40 Prozent kürzen und Tausende Stellen abbauen. "Wir können uns von der Entwicklung bei den Airlines nicht abkoppeln", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury der Tageszeitung "Welt" (Montag). Während der Konzern bisher von einer Kürzung um rund 30 Prozent sprach, ist jetzt von 40 Prozent die Rede, weil sich die Differenz zum zuvor geplanten Produktionsausbau in 2020/21 vergrößert. Die Airbus-Aktie verliert im frühen Handel via Tradegate etwa drei Prozent.

Fünfte Brexit-Verhandlungsrunde

Die Gespräche zwischen den Unterhändlern Großbritanniens und der EU über ein Anschlussabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase gehen am Montag in eine neue Runde. Die bisherigen vier Verhandlungsrunden waren weitgehend ergebnislos verlaufen.

Kurz vor dem Start der neuen Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen hat der britische Premierminister Boris Johnson erneut seine Bereitschaft zum harten Bruch mit der EU bekräftigt. Das machte Johnson bei einem Telefonat mit dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki am Samstag deutlich, wie der Regierungssitz Downing Street mitteilte.


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