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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Stabilisierung zum Wochenausklang sieht es am Montagmorgen ziemlich trübe aus am deutschen Aktienmarkt. Kurz vorm Xetra-Start wird der DAX +0,37% etwa zwei Prozent tiefer gehandelt bei 12.380 Punkten. Ein Großteil der Verluste geht auf die Verluste des Schwergewichts SAP zurück.

Der DAX könnte damit unter seine exponentielle 200-Tage-Linie fallen, die aktuell knapp über 12.400 Punkten liegt. Der einfache 200-Tage-Durchschnitt verläuft derzeit bei 12.134 Zählern. In der Vorwoche war der DAX kurzzeitig schon mal auf 12.345 Punkte gerutscht.

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen sprach Marktstratege Stephen Innes von Axi Trader vom "Covid-19-Blues am Montagmorgen". Zudem sorgten die immer näher rückende US-Präsidentschaftswahl und das leidige Thema US-Konjunkturpaket für Verunsicherung (siehe auch Wochenausblick).

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Corona-Lage

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8.685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4.325 gelegen.

Deutschland steht bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer schwierigen Phase. "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor", sagte die CDU-Politikerin laut Bild-Zeitung vom Sonntagabend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechne damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien.

"In Italien und Spanien gibt's schon wieder Lockdowns; in Deutschland ziert sich die Politik noch, doch eigentlich ahnt jedermann, dass es auch hier darauf hinauslaufen wird", schrieb die Commerzbank am Morgen und warnten vor erneut heftigen Effekten im Dienstleistungssektor.

Vorgaben aus den USA

Das anhaltende Hickhack um ein neues Konjunkturpaket zur Bekämpfung der Corona-Krise hat die US-Anleger zur Vorsicht bewogen. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Freitag nach einem zähen Handelsverlauf nur wenig verändert. Im Blick standen zudem eine Reihe gemischt ausgefallener Unternehmensberichte zum abgelaufenen Quartal. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial +0,13% fiel um 0,1 Prozent auf 28.335 Punkte. Auf Wochensicht ergibt dies einen Verlust von knapp einem Prozent.

US-Wahlkampf

Im Kampf ums Weiße Haus drängt sich auf der Zielgeraden mit Wucht die Corona-Krise wieder in den Mittelpunkt. Die Infektionen in den USA sind auf einem Rekordniveau - und mit Corona-Fällen im nächsten Umfeld von Vizepräsident Mike Pence breitet sich das Virus zum zweiten Mal binnen weniger Wochen in den obersten Machtetagen aus. Präsident Donald Trump beharrt unterdessen bei seinen zahlreichen Wahlkampfauftritten darauf, dass USA die Krise bald hinter sich lassen würden.

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Montag etwas schwächer tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +1,07% schloss 0,1 Prozent tiefer. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen büßte zuletzt 0,9 Prozent ein. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ruhte der Handel wegen eines Feiertags. Die Corona-Lage sorgt weltweit weiterhin für Zurückhaltung bei den Anlegern.

Konjunkturdaten

Mit dem ifo-Geschäftsklima-Index steht heute um 11 Uhr ein wichtiger Konjunkturindikator in Deutschland zur Veröffentlichung an. Im Vormonat hatte sich die Stimmung unter den Unternehmen auf 93,4 Punkte verbessert - zum fünften Mal in Folge.

Aus den USA wird um 13.30 Uhr der Chicago Fed National Activity Index (CFNA) erwartet, um 15 Uhr folgen die Verkäufe neuer Häuser.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten stehen SAP mit den Geschäftszahlen vom Sonntagabend und einem trüberen Ausblick im Fokus. Die Corona-Pandemie hat Europas größten Software-Hersteller stärker im Griff als gedacht. JPMorgan reagierte mit einer Abstufung auf "Neutral" und monierte vor allem die gekappten Ziele für das Gesamtjahr und auf mittlere Sicht.

Glanzlos nannte UBS-Analyst Michael Briest das Zahlenwerk von SAP, das von den zurückgesetzten mittelfristigen Unternehmenszielen überschattet werde. Das Paradies sei verschoben worden, Anleger bräuchten Geduld, titelte Briest in seiner Studie. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die SAP-Titel +0,46% im vorbörslichen Handel um 14 Prozent ab zum Xetra-Schluss vom Freitag.

Unternehmens-News

Nach unten um fast sieben Prozent verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs ging es zudem für die Anteile der Lufthansa +0,75%. In einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter der Fluggesellschaft hieß es, die Anstrengungen, die Kosten weiter zu drücken, müssten nochmals verstärkt werden.

Die Antriebstochter Flender des Technologiekonzerns Siemens +1,20% steht Kreisen zufolge vor dem Verkauf an einen US-Investor. Die Deutschen näherten sich einer entsprechenden Vereinbarung mit der US-Firma Carlyle , berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Preis liege bei etwa zwei Milliarden Euro, die Vereinbarung könnte bereits in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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