DAX®13.848,35+0,44%TecDAX®3.271,44+0,28%Dow Jones 3030.814,26-0,57%Nasdaq 10012.803,93-0,73%
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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Wochenstart zeigen sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtig optimistisch, eine klare Richtungsentscheidung gibt es auch beim Leitindex DAX derweil noch nicht. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Start wurde der DAX +0,44% immerhin 0,5 Prozent höher auf 13.205 Punkten gesehen.

Nach dem massiven Kurssprung vor zwei Wochen - ausgelöst von Hoffnungen auf ein bald verfügbarem Corona-Impfstoff und dem Ausgang der US-Wahl - tat sich zuletzt per saldo nicht viel im Dax. Für einen Vorstoß in Richtung Rekordhoch vom Februar müsste zunächst der Sprung über 13.300 Punkte gelingen. Derweil sollte die mehrfach getestete Unterstützung bei 13.000 Punkten unbedingt halten (siehe auch Wochenausblick).

Die Handelsspanne in Europa und auch den USA werde bei weiter nachlassender Dynamik wohl zunächst untermauert, erklärte Marktstratege Stephen Innes vom Broker Axi. Angesichts einer Reihe offener Fragen und dem näher rückenden Jahresende sei dies auch nicht wirklich überraschend.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones Industrial -0,57% hat am Freitag nachgegeben. Damit setzte der bekannteste amerikanische Aktienindex den Zickzack-Kurs der vergangenen Tage auf hohem Niveau fort. Auf den Sprung über die runde und noch nie erreichte Marke von 30 000 Punkten warteten die Anleger einmal mehr vergeblich. Im Fokus standen neue Nachrichten zu den Entwicklern von Corona-Impfstoffen. Der Dow weitete im späten Handel seine Verluste aus und büßte am Ende 0,75 Prozent auf 29 263,48 Punkte ein - das Wochenminus fiel fast identisch aus.

US-Regierung erhöht Sanktionsdruck auf Nord-Stream-2-Firmen

Die US-Regierung sieht die deutsch-russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf den letzten Metern vor dem Aus und erhöht den Sanktionsdruck auf beteiligte europäische Unternehmen. "Diese Pipeline findet nicht statt", sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa in Washington. "So sieht eine sterbende Pipeline aus." Die Regierung habe eine Anzahl Unternehmen und Personen identifiziert, denen nach dem Sanktionsgesetz gegen Nord Stream 2 erste Strafmaßnahmen drohten.

Handel in Fernost

Die Hoffnung auf einen bald breiten Einsatz von Impfstoffen gegen das Coronavirus hat die Börsen Asiens zum Wochenstart angetrieben. Negative Punkte wie die Unsicherheit über weitere US-Konjunkturhilfen und die in den USA sowie Europa nach wie vor hohen Infektionszahlen rückten einmal mehr in den Hintergrund. Der chinesische CSI 300 legte zuletzt um rund eineinhalb Prozent zu, während der Hang Seng +1,00% in etwa auf der Stelle trat. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertages in Japan geschlossen.

Konjunkturdaten

Zum Wochenauftakt wird um 9.30 Uhr der Einkaufsmanager-Index aus Deutschland erwartet. Um 10 Uhr folgt der der Eurozone sowie um 15.45 Uhr der aus den USA.

Unternehmens-News

Aus Unternehmenssicht dürfte es am Montag nachrichtlich ruhig zugehen. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von HelloFresh +4,28%. Der Kochboxen-Versender will für bis zu 277 Millionen US-Dollar in bar vorbehaltlich üblicher Kaufpreisanpassungs-Mechanismen die US-Firma Factor75 kaufen. Factor75 bietet fertig zubereitete, frische Mahlzeiten an und rechnet für 2020 mit einem Umsatz von rund 100 Millionen US-Dollar.

Der Kaufpreis sei auf den ersten Blick nicht zu teuer, kommentierte ein Händler am Morgen. Dennoch sackten die HelloFresh-Papiere im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag zuletzt um 5,5 Prozent ab. Das könnte allerdings auch an einem negativen Kommentar der US-Bank JPMorgan liegen. Analyst Marcus Diebel hatte die Papiere vor der Bekanntgabe der Übernahme auf "Underweight" abgestuft. Es werde immer schwieriger, nennenswertes Neukundenwachstum zu realisieren, schrieb der Experte.

Zudem richten sich die Blicke auf Bilfinger +3,46%. Hier gibt es weiterhin Übernahmefantasie.

Corona-Lage

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise für gestern wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen.

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember einstellen. Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz bereiteten die Bürger vor der an diesem Mittwoch geplanten Runde mit den Ministerpräsidenten grundsätzlich auf eine Verschärfung der zunächst bis Ende November geltenden Kontaktbeschränkungen vor.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen.

Bund plant deutlich mehr Schulden

Im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie will die Bundesregierung im nächsten Jahr deutlich mehr Geld ausgeben als bisher geplant. Für das kommende Jahr ist ein erheblicher Anstieg der Ausgaben von fast 70 Milliarden Euro vorgesehen, wie aus einer Vorlage des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss hervorgeht. Diese lag der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag vor. Massiv mehr Geld ist für vor allem für Wirtschaftshilfen geplant, aber auch zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Beschaffung von Impfstoffen. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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