DAX®13.787,73-1,44%TecDAX®3.262,41-0,90%Dow Jones 3030.814,26-0,57%Nasdaq 10012.803,93-0,73%
finanztreff.de

Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wider Erwarten startet Deutschlands Aktienmarkt doch abgeschwächt in die neue Woche. Der DAX beißt sich an der Charthürde von 13.300 Punkten zunächst weiter die Zähne aus. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Start stand der Leitindex wieder klar darunter mit minus 0,6 Prozent bei 13.260 Punkten.

Am Freitag hatte es mit einem Anstieg auf bis zu 13.364 Punkte noch so ausgesehen, als ob der DAX -1,44% die technische Hürde nun endlich nehmen kann. Sie steht einem weiteren Vorstoß in Richtung Zwischenhoch vom Sommer bei 13.460 Punkten und Rekordhoch vom Februar bei 13.795 Punkten im Weg.

Mit einem Plus von mehr als 15 Prozent ist der November bis dato aber ein sehr starker Monat für den Dax. Die Kurse profitierten vor allem von der Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 und einer entsprechend raschen Normalisierung nach der Krise.

"Die Märkte sind bereits sehr gut gelaufen", sagte Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Es stelle sich daher die Frage, wie viel Potenzial nach oben noch vorhanden ist. Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen brächten nach wie vor Risiken mit sich.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Der US-Aktienmarkt hat nach seiner Feiertagspause die verkürzte Handelssitzung am Freitag mit Gewinnen beendet. Ähnlich wie schon am Mittwoch konnten sich die Anleger vor allem an der Technologiebörse Nasdaq freuen: Während der Auswahlindex Nasdaq 100 -0,73% letztlich um 0,9 Prozent auf 12.258 Punkte kletterte, schaffte es der Nasdaq Composite -0,87% gleich zu Beginn erneut auf einen Rekord.

Dagegen reichte es beim Dow Jones Industrial -0,57% am Ende nur für ein Plus von 0,1 Prozent auf 29.910 Punkte. Damit blieb der Leitindex hinter seiner Bestmarke über 30.000 Punkten vom Dienstag zurück. Immerhin verbuchte er für die verkürzte Handelswoche einen Wertzuwachs von rund 2,2 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 -0,72% ging es am Freitag um 0,2 Prozent auf 3.638 Punkte hoch - zeitweise fehlten ihm nicht einmal zwei Punkte zu seinem zweieinhalb Wochen alten Rekordhoch.

2. Handel in Fernost

In Asien geht es am Montag bergab - mit der Ausnahme von Festlandchina. Der CSI legt um rund 1,4 Prozent zu und stemmt sich damit gegen die Richtung des Gesamtmarkts auf dem Kontinent, nachdem staatliche Stimmungsindikatoren auf eine weitere Erholung der Wirtschaft hindeuteten. Hongkongs Hang Seng fiel um einen Prozent, in Japan fiel der Nikkei-Index um 0,8 Prozent.

3. Konjunkturdaten

In der Früh richten sich die Blicke der Investoren auf die Zahlen zur Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen aus Japan sowie Chinas Einkaufsmanager-Index für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. So stieg die Stimmung der Einkaufsmanager in China bei den großen und vom Staat dominierten Unternehmen im November auf den höchsten Stand seit September 2017 - und auch bei den Dienstleistern besserte sich die Lage weiter. Der staatliche Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte auf 52,1 (Oktober: 51,4) Punkte zu, wie die Regierung am Montag in Peking mitteilte.

Am Ölmarkt dürfte gegen Mittag die Pressekonferenz der OPEC auf Interesse stoßen. Um 13.30 Uhr wird der bevorzugte Inflationsindikator der US-Notenbank, der Personal Consumption Expenditures Preisindex (PCE), vorgelegt. Die Verbraucherpreise aus Deutschland sind für 14 Uhr angesetzt. Weiter geht es um 15.45 Uhr mit dem Einkaufsmanager-Index Chicago sowie den schwebenden Hausverkäufen um 16 Uhr.

4. Pressegespräch mit Bankenverband

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat zu eineem Online-Pressegespräch geladen unter dem Thema "Die wirtschaftspolitische Lage in der Corona-Krise - wann kommt der Aufbruch?" Teilnehmer sind unter anderem Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des BdB, und Volker Hofmann, Leiter Volkswirtschaft des Bankenverbandes.

5. Unternehmens-News

Unter den Einzeltiteln schnellten Siltronic -0,82% auf Tradegate um rund zehn Prozent auf 126,50 Euro nach oben. Der taiwanischen Konkurrent GlobalWafers will den Hersteller von Wafern für die Chip-Industrie für 125 Euro je Siltronic-Aktie oder insgesamt 3,75 Milliarden Euro übernehmen. Die Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss, hatte Siltronic mitgeteilt.

Papiere von Wacker Chemie -0,04%, die knapp ein Drittel der Siltronic-Aktien hält, stiegen vorbörslich um gut vier Prozent. Der Kurs von GlobalWafers war in Taiwan um fast zehn Prozent gestiegen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren und hatte auch andere Titel der Branche mit nach oben gezogen.

Aktien von Kion -5,53% büßten dagegen auf Tradegate 4,4 Prozent ein auf 67 Euro ein. Der Staplerhersteller hat den Bezugspreis für die neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung auf 62 Euro je Anteilschein festgelegt. Das ist ein Abschlag von mehr als elf Prozent zum Kion-Schlusskurs am Freitagabend.

6. Quartalszahlen

Zudem melden heute im noch unter anderem folgende Unternehmen ihre Quartalszahlen: Deutsche Beteilungs AG, Gerry Weber, CureVac und Zoom Video Communications.

7. Corona-Lage

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 11.169 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.864 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Zusätzlich zu den Milliarden für die von der Corona-Krise schwer getroffene deutsche Wirtschaft stellt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) weitere Hilfen in Aussicht. "Bei Bedarf müssen wir neue Impulse setzen", sagte Braun dem Handelsblatt. Allerdings sollen die Hilfen nicht in der jetzigen Form fortgesetzt werden. Am Montag wollen sich auch die Wirtschaftsminister der Länder bei einer Online-Konferenz mit den Folgen der Pandemie beschäftigen. (mmr mit Material von dpa-AFX)

Schlagworte:
, , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 03 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen