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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der deutsche Aktienmarkt dürften nach den deutlichen Gewinnen vom Freitag ohne neuen Schwung in die neue Woche starten. Rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex mit 15.413 Punkten nahezu unverändert gegenüber dem Freitagsschlusskurs gesehen. Die Aufholjagd zum Wochenausklang hatte dem DAX +1,00% doch noch eine leicht positive Wochenbilanz beschert, obwohl er zwischenzeitlich auf ein Tief seit Ende März gefallen war. Für den EuroStoxx 50 +0,71% wurde am Montagmorgen zuletzt ein Anstieg von rund 0,2 Prozent erwartet.  

Wie die Commerzbank am Morgen schrieb, haben die Sorgen der Anleger zuletzt wieder nachgelassen, vor allem was die Inflations- und Zinsperspektiven in den USA betrifft. Dort sei die Erholung auch zuletzt angeführt worden von den an der Nasdaq vertretenen Technologiewerten, was diesen auch hierzulande etwas Aufwärtspotenzial verschaffen könnte. Folgende Themen könnten am Montag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen: 

1. Vorgaben aus den USA 

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben eine turbulente Woche mit einem deutlichen Tagesgewinn beendet. Der Dow Jones Industrial +1,76% stieg am Freitag um 1,1 Prozent auf 34.382 Punkte. Zu Beginn der Woche war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35.000 Punkten geklettert, um zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34.000 Punkte zu sacken. Am Donnerstag setzte dann eine Gegenbewegung an. Auf Wochensicht gab der Dow rund ein Prozent nach.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Aktienmärkte in Asien haben zum Wochenstart keine einheitliche Richtung eingeschlagen. In Tokio büßte der Leitindex Nikkei 225 +0,20% zuletzt 0,8 Prozent ein. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen an Chinas Festlandsbörsen kletterte hingegen um 1,8 Prozent und in Hongkong legte der Hang-Seng-Index -1,04% um 0,6 Prozent zu. Neue Konjunkturdaten aus China fielen gemischt aus. So entwickelte sich der Einzelhandel schwächer als von Analysten erwartet, während die Industrieproduktion in etwa erwartungsgemäß ausfiel.

3. Ölpreise nahezu konstant

Die Ölpreise haben sich zu Beginn der neuen Handelswoche zunächst kaum verändert. Am Markt war die Rede von geringen Impulsen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,68 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag ebenfalls nahezu unverändert bei 65,38 Dollar.

Die Lage am Ölmarkt bleibt zwiegespalten. Auf der einen Seite sind die Erdölpreise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Auslöser ist vor allem die weniger kritische Corona-Lage in großen Wirtschaftsräumen wie den USA oder Europa. Das hat die Aussicht auf eine nachhaltige konjunkturelle Erholung mit steigendem Energieverbrauch gestärkt.

Auf der anderen Seite bleibt die Corona-Situation in zahlreichen Ländern angespannt. In erster Linie nennen Marktbeobachter das große Energieverbrauchsland Indien. Hinzu kommen weitere Länder in Asien mit neuen Corona-Ausbrüchen wie Singapur oder Taiwan. Das sorgt für Verunsicherung und lastet auf der erwarteten Rohölnachfrage.

4. Konjunkturdaten 

Zum Wochenauftakt stehen Konjunkturdaten aus dem asiatischen Raum im Fokus. Während Japan die Erzeugerpreise und die Maschinenwerkzeugaufträge für den Monat April bekannt gibt, legt China Daten zur Industrieproduktion und dem Einzelhandelsumsatz im vergangenen Monat vor. In den USA steht zudem der Empire State Index und NAHB-Index auf dem Programm. 

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Bayer -0,91% im Anlegerfokus stehen. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern muss einen erneuten Rückschlag in einem zweiten US-Berufungsverfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat hinnehmen. Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht und will nun weitere Optionen ausloten. Ein Händler urteilte, dies sei wieder ein Dämpfer für die Hoffnung, die Rechtsrisiken zu begrenzen. Im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag fielen die Bayer-Aktien am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 3,6 Prozent.

Einen Blick wert sein könnten auch die Papiere der Deutschen Telekom -0,09%, nachdem die britische Großbank Barclays die T-Aktie von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 19 auf 23 Euro angehoben hatte. Analyst Simon Coles gab sich optimistischer für das Reseller-Geschäft Telekom Wholesale und setzte für den deutschen Markt insgesamt einen höheren Wert in seinem Bewertungsmodell an. Auf Tradegate stiegen die Aktien zuletzt um 0,3 Prozent.

Die Anteilsscheine von Zalando +0,44% gewannen auf Tradegate 1,4 Prozent. Zuvor hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Papiere des Online-Modehändlers auf ihre "Conviction Buy List" besonders aussichtsreicher Werte gesetzt. Die jüngsten Wachstumszahlen von Zalando stimmten auch für die Zeit nach dem Corona-Lockdown optimistisch, schrieb Analyst Richard Edwards. Auch dem Plattform-Geschäft traut er deutliche Steigerungsraten zu.

Zudem berichtet der Börsenneuling Vantage Towers -0,18% über das abgelaufene Geschäftsjahr und legt erstmals seit dem Börsengang Jahreszahlen vor. 

6. Schuldenbremse in weiter Ferne

Die Einhaltung der Schuldenbremse im Bund wird nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) womöglich erst 2024 möglich sein. "Ich halte das Ziel, wieder einen soliden Bundeshaushalt vorzulegen, der sich nicht auf die Ausnahmeregel berufen muss, im Jahr 2023 oder 2024 für machbar", sagte Altmaier der "Rheinischen Post". Laut der seit 2009 im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse darf der Bund nur in geringem Maße Kredite aufnehmen, nämlich maximal 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ausnahmen sind vorübergehend in Notsituationen wie aktuell in der Corona-Pandemie zulässig.

7. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI vom Sonntag. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 119,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 54 Tote gewesen (Mit Material von dpa-AFX)

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