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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Wochenstart zeichnet sich ein freundlicher Start am deutschen Aktienmarkt ab. Nachdem die Sorgen vor Inflation und damit vor steigenden Leitzinsen schon in der vergangenen Woche merklich nachgelassen hatten und die Märkte nicht mehr belastete, gehen Marktteilnehmer davon aus, dass auch die US-Notenbank (Fed) an diesem Mittwoch an ihrer sehr lockeren Haltung zunächst nichts ändert.

Der Dax +0,39% dürfte zum Handelsauftakt seine jüngste Bestmarke im Blick behalten. Der deutsche Leitindex wird am Montag minimal höher erwartet bei 15.705 Punkten. Der Dax hatte sich am Freitag nach zunächst zähem Verlauf wieder mit in der Spitze fast 15.704 Punkten an sein Rekordhoch vor einer Woche bei 15.732 Punkten herangetastet. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,41% zeichnet sich eine Eröffnung von plus 0,2 Prozent ab. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Montag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Kurz vor dem Wochenende sind die US-Aktienmärkte in Lethargie verfallen. Auch überraschend gute Konjunkturdaten konnten die Investoren am Freitag nicht mehr aus der Reserve locken. Damit ging für den Dow Jones Industrial +0,46% eine alles in allem eher triste Börsenwoche lustlos zu Ende. Der Leitindex schloss minimal im Plus bei 34.479 Punkten. Auf Wochensicht verbuchte das Börsenbarometer ein Minus von 0,8 Prozent.

2. Vorgaben aus Asien

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien sind freundlich in die neue Woche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 notierte kurz vor Handelsende 0,6 Prozent im Plus. Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch prägte auch hier das Geschehen. In Hongkong und China blieben die Börsen am Montag feiertagsbedingt geschlossen.

3. Ölpreise legen leicht zu 

Die Ölpreise haben am Montagmorgen etwas zugelegt und damit neue Mehrjahreshochs erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 73,03 US-Dollar. Das waren 34 Cent mehr als am Freitag. Mit 73,12 Dollar erreichte der Brentpreis vorübergehend den höchsten Stand seit gut zwei Jahren. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 71,23 Dollar. Mit 71,32 Dollar war er zuvor zeitweise auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 gestiegen.

Für Unterstützung sorgen vor allem die konjunkturelle Erholung und die Fortschritte bei den Impfungen in den USA und Europa. Dies stützt die Nachfrage nach Rohöl. So hat zuletzt auch der Luftverkehr in den USA merklich zugelegt.

4. Konjunkturdaten 

Am Montag legt das Bundeswirtschaftsministerium seinen Monatsbericht für Monat Juni vor. Aus Japan werden zudem Daten zur Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung im vergangenen April erwartet und Finnland sowie Portugal geben die Verbraucherpreise im zurückliegenden Mai bekannt. 

5. Unternehmensnews 

Unter den Einzelwerten stehen unter anderem die Aktien von Hannover Rück +1,09% im Blick. Der Finanzchef des Rückversicherers macht den Aktionären Hoffnungen auf die Wiederaufnahme einer Sonderdividende. Nach dem Corona-Jahr 2020 hatte das Unternehmen die Basisdividende angehoben, aber erstmals seit 2013 auf eine Sonderausschüttung verzichtet. Wenn das Jahr erwartungsgemäß verlaufe und es die Kapitalsituation zulasse, gebe es "keinen Grund, warum wir nicht wieder eine Sonderdividende zahlen sollten", sagte Clemens Jungsthöfel der Börsen-Zeitung. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Papiere 1,4 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag.

Eine Kaufempfehlung der Commerzbank schob die Anteilsscheine von K+S -0,53% auf Tradegate um knapp zwei Prozent an. Steigende Kalipreise trieben die Gewinne des Düngerherstellers - langsam aber stetig, schrieb Commerzbank-Analyst Michael Schäfer.

Zudem legt am Montagmorgen der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport +0,85% die Mai-Verkehrszahlen vor, Der Autobauer General Motors +3,95% lädt zur Hauptversammlung ein und bei About You endet die Zeichnungsfrist.

6. Bitcoin nach Musk-Tweet wieder im Aufwind 

Tesla +3,13% wird nach den Worten von Firmenchef Elon Musk Bitcoin <CRYPT0000BTC> erst wieder als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn sich die Umweltbilanz der Digitalwährung deutlich verbessert. Als Richtmarke gab Musk in einem Tweet am Sonntag einen Anteil erneuerbarer Energie von rund 50 Prozent bei der Bitcoin-Produktion an. Bitcoin werden durch komplexe Rechenaufgaben auf Computern erzeugt. Dabei werden große Mengen Strom verbraucht. Umweltschützer kritisieren die Digitalwährung deshalb als Klimakiller.

Musk und Tesla hatten in den vergangenen Monaten mehrere Ankündigungen zum Bitcoin gemacht, die den Kurs der Digitalwährung schwanken ließen. Erst gab das Unternehmen bekannt, dass man rund 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert habe und bald auch in der Digitalwährung für die Autos bezahlen lassen werde. Im März wurde die Möglichkeit tatsächlich eingeführt - und nach weniger als zwei Monaten unter Verweis auf die schlechte Bitcoin-Umweltbilanz wieder auf Eis gelegt.

Mit diesem Zick-Zack-Kurs gingen auch Schwankungen beim Bitcoin-Preis einher. Musk wies Vorwürfe einer Manipulation des Bitcoin-Kurses zurück. Im Gegenteil habe Tesla rund zehn Prozent seiner Bitcoin-Bestände verkauft, um zu beweisen, dass man sie abstoßen könne, ohne den Kurs stark zu verschieben. Der Bitcoin-Kurs zog am Sonntagabend kräftig an und lag zuletzt mit knapp 39.000 Dollar rund zehn Prozent über dem Niveau, dass er vor dem Musk-Tweet innehatte.

7. Corona-Lage in Deutschland 

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote (Mit Material von dpa-AFX)

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