DAX®15.633,19+0,40%TecDAX®3.676,50+0,40%Dow Jones 3035.098,09+0,48%Nasdaq 10015.079,71+0,41%
finanztreff.de

Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnen sich am Montag nochmals klare Verluste ab. Derzeit treiben Sorgen vor einer doch früher als gedachten US-Zinserhöhung und die Gefahren der Corona-Variante Delta die Anleger um, "Wir sehen Gewinnmitnahmen in großem Stil", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Er beobachtet eine deutlich erhöhte Nervosität an den Weltbörsen. 

Auch der deutsche Leitindex dürfte mit Abschlägen in die neue Handelswoche starten: Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn wurde der DAX +0,40% rund 0,5 Prozent schwächer bei 15.360 Zählern gesehen. Das Börsenbarometer entfernt sich damit weiter von seinem in der Vorwoche bei 15.800 Punkten markiertem Rekordwert.

Durch den Rückschlag droht dem deutschen Leitindex auch charttechnisches Ungemach: Er wird am Montag wohl unter die 50-Tage-Linie rutschen, die als Indikator für den mittelfristigen Trend gilt und derzeit bei 15.380 Punkten verläuft. Mitte Mai war ihm dies schon zweimal passiert, damals hatte er aber jeweils prompt die Wende geschafft. "Auch wenn noch nicht allzu viel technisches Porzellan zerschlagen wurde, hat sich die Lage doch etwas eingetrübt", sagte Charttechniker Christoph Geyer von der Commerzbank. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Montag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Wall Street hat am Freitag eine schwache Woche klar im Minus beendet. Am Tag des Verfalls von Optionen auf Indizes und Einzelaktien war für die Anleger kaum etwas zu holen. Belastet wurde die Stimmung von Kommentaren des Präsidenten der Fed von St. Louis, James Bullard, der sich für eine US-Zinserhöhung bereits im Jahr 2022 aussprach. Dies wäre viel früher als die am Mittwoch von der US-Notenbank in Aussicht gestellten zwei Anhebungen gegen Ende 2023. Der Dow Jones Industrial +0,48% schloss fast auf Tagestief mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 33.290 Punkten.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien sind mit deutlichen Kursverlusten in die Woche gestartet. Die negativen Vorgaben aus den USA belasteten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sackte zuletzt um 3,7 Prozent ab. Für den Hang Seng +3,17% in Hongkong ging es um 1,3 Prozent bergab und der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, büßte 0,6 Prozent ein.

3. Ölpreise klettern weiter 

Die Ölpreise sind am Montag mit moderaten Aufschlägen in die Woche gestartet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 73,69 US-Dollar. Das waren 18 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 71,89 Dollar. Leichte Unterstützung erhielten die Ölpreise durch den Wahlausgang im Iran und den nach wie vor ergebnislosen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Die iranische Präsidentschaftswahl erbrachte das weithin erwartete Ergebnis: Der neue Präsident Ebrahim Raeissi ist ein erzkonservativer Kleriker, der von den iranischen Hardlinern unterstützt wird.

4. Konjunkturdaten 

Zum Wochenauftakt stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm: Die Bundebank veröffentlicht ihren Juni-Monatsbericht, Russland legt die Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2021 sowie den Einzelhandelsumsatz im Vormonat vor und Belgien veröffentlich das Verbrauchervertrauen für den laufenden Monat. In Polen stehen zudem Zahlen zur Industrieproduktion im Mai im Fokus der Anleger. 

5. Unternehmensnews

In der Dax-Familie gibt es an diesem Montag das nächste Stühlerücken in der zweiten und dritten Liga. Ab sofort gehört Auto1 -0,68% anstelle des Wafer-Herstellers Siltronic -0,04% zu den MDAX-Mitgliedern +0,07%. Im DAX +0,40% gibt es vorerst keine Änderungen, bevor der Leitindex im September von 30 auf 40 Werte aufgestockt wird.

Siltronic findet im SDAX +0,61% seine neue Heimat, gemeinsam mit der Vodafone-Funkmastentochter Vantage Towers -1,81% sowie dem von Allgeier abgespaltenen Dienstleister für digitale Produktentwicklung Nagarro +8,51%. Zudem kehrt auch der IT-Leasingdienstleister Grenke -0,53% zurück. Dafür weichen der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer -5,19%, der Immobilien-Investmentmanager Corestate -1,10% sowie der Autozulieferer Leoni +4,67%.

Auf Unternehmensseite einen Blick wert sein könnte der Autobauer Volkswagen +1,72% mit seiner Sportwagentochter Porsche, die gemeinsam mit der Fraunhofer-Ausgründung Customcells ein Werk für Hochleistungs-Batteriezellen schaffen will. Laut Händlern könnte dies auch Auswirkungen auf Varta -0,14% haben, da einige am Markt vielleicht auch auf den MDAX-Konzern als Partner gehofft haben könnten. Varta gab vorbörslich um 1,5 Prozent nach, die VW-Aktie lag aber auch mit etwa einem Prozent im Minus.

6. Industrie diskutiert über Klimaschutz

Vertreter aus Politik und Wirtschaft tauschen sich ab Montag (11.30 Uhr) auf dem Tag der Industrie unter anderem über Klimaschutz und Digitalisierung aus. Die dreitägige Konferenz, die vom Industrieverband BDI ausgerichtet wird, findet wegen der Pandemie wieder als Hybridveranstaltung mit Reden und Debatten im Netz sowie am Dienstag auch vor Ort in einem Veranstaltungszentrum in Berlin-Friedrichshain statt. Am Montag sind virtuelle Auftritte der neuseeländischen Ministerpräsidentin Jacinda Ardern (11.35 Uhr) und von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (14.00 Uhr) geplant. Am Dienstag folgen Veranstaltungen unter anderem mit Kanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing.

7. Corona-Lage in Deutschland 

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. 

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls zehn Tote gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

Schlagworte:
, , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
2026 ist das Ende der Verbrennungsmotoren bei VW. Glauben Sie, dass VW damit viele Autofahrer verlieren wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen