DAX®15.495,97-0,50%TecDAX®3.793,47-1,33%S&P 500 I4.418,95-0,56%Nasdaq 10015.204,82-0,81%
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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der letztlich noch starken Vorwoche dürfte der deutsche Aktienmarkt vorsichtig in die neue Börsenwoche starten. Der DAX wird etwa 30 Minuten vor dem Xetra-Auftakt ein halbes Prozent tiefer gesehen bei 15.585 Punkten.

Gleich zu Beginn der Vorwoche hatten neu entfachte Corona-Sorgen den DAX -0,50% bis auf 15.048 Punkte zurückgeworfen. Im weiteren Wochenverlauf konnte er sich jedoch um über vier Prozent erholen, und sogar der Rekord von 15.810 Punkten kam wieder in Reichweite.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Starke Quartalszahlen sowohl aus der "Old Economy" als auch aus der neuen Tech- und Social-Media-Welt von Twitter, -1,00% Snap -0,90% und Co haben die Aktien-Rallye in New York am Freitag befeuert. Der Dow Jones Industrial +0,21%, der technologielastige Nasdaq 100 -0,81% und der marktbreite S&P 500 -0,56% schwangen sich zu Höchstmarken auf. Der Dow schaffte den Rekord erst in den letzten Handelsminuten. Der Dow legte am Ende um 0,7 Prozent auf 35.061 Zähler zu. Auf Wochensicht steht für den Index ein Gewinn von gut ein Prozent zu Buche. Der S&P 500 stieg um 1,01 Prozent auf 4.411 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es mit 1,2 Prozent auf 15.111 Zähler noch etwas weiter nach oben.

Handel in Fernost

Die Börsen Chinas sind am Montag unter Druck geraten. Der Hang Seng in Honkong +0,03% fiel zuletzt um mehr als drei Prozent. Für den CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, ging es ähnlich deutlich nach unten. Die Marktstrategen der Credit Suisse sehen die Verluste durch neue regulatorische Unsicherheiten angesichts möglicher staatlicher Eingriffe in den Privatsektor begründet. Ziel sei die private Bildungsindustrie.

Zudem richten die die Blicke auf den China-Besuch der stellvertretenden US-Außenministerin Wendy Sherman. Das Verhältnis der beiden Staaten ist angespannt. Es gibt Streit um Handelsfragen, Hackingvorwürfe, Menschenrechtsverstöße, Hongkong und Chinas Territorialansprüche. In Tokio hingegen meldete sich der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,01% mit einem Plus von einem Prozent aus einer zweitägigen Feiertagspause zurück.

Konjunkturdaten

Hierzulande erwartet die Dekabank, was den wohl wichtigsten deutschen Frühindikator Ifo betrifft, eine im Juli eine uneinheitliche Entwicklung. Noch profitierten die Dienstleistungsbereiche einschließlich des Handels von den Lockerungen des Lockdowns. Dies werde sich vor allem in der Lageeinschätzung bemerkbar machen, schreiben die Experten zum Ifo. Die Geschäftserwartungen hingegen dürften unter der Ausbreitung der Delta-Variante leiden. Insgesamt erwartet die Dekabank aber einen Anstieg des Geschäftsklimas. Die Ifo-Zahlen werden um 10 Uhr veröffentlicht.

Quartalszahlen

Die Berichtssaison kommt in dieser Woche so richtig ins Laufen. Heute legen ihre Quartalszahlen unter anderem die SDAX-Werte Atoss Software -1,54% und SAF-Holland vor. Der Zulieferer für die Lkw-Industrie SAF schließt eine Erhöhung seiner Jahresprognose trotz stark gestiegener Stahlpreise nicht aus. Der Anbieter von Personalmanagement-Software Atoss gab just Quartalszahlen bekannt.

Unter den Auslands-Unternehmen werden Zahlen von Philips, Ryanair, LVMH, Michelin, Lockheed Martin und Tesla erwartet.

Unternehmens-News

Im DAX dürfte der Autobauer BMW -0,23% in den Blick rücken. Wegen fehlender Bauteile mit Computerchips unterbricht er die Autoproduktion im Werk Regensburg. Vorgesehen ist eine einwöchige Pause ab heute. Danach sei ohnehin eine Ferienwoche geplant gewesen, hieß es, so dass die Produktion am 9. August wieder aufgenommen werde. Über den Produktionsstopp hatte das Fachblatt Automobilwoche berichtet.

Der Immobilienkonzern Vonovia -0,77% will heute den Ausgang seines Übernahmeangebotes für den Konkurrenten Deutsche Wohnen +0,04% bekanntgeben. Der Bochumer Konzern hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass er sich voraussichtlich nicht genügend Aktien sichern konnte. Demnach kam Vonovia vorläufig auf 47,6 Prozent der Anteile, benötigt aber mindestens 50 Prozent. Damit wäre der zweite Anlauf zur Übernahme der Deutschen Wohnen vorerst gescheitert.

DIHK: Rohstoffknappheit großes Problem

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Rohstoffknappheit als ein großes Problem bezeichnet. DIHK-Präsident Peter Adrian sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Für die Industrieunternehmen sind Energie- und Rohstoffpreise inzwischen das Geschäftsrisiko Nummer eins." Die Frage sei, wie lange die Situation andauere.

Corona-Lage

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Deutschland seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 14,3 - am Vortag betrug der Wert 13,8 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 958 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 546 Ansteckungen gelegen.

Infolge steigender Corona-Neuinfektionsraten greifen in Nordrhein-Westfalen ab Montag wieder schärfere Infektionsschutzmaßnahmen. Die Landesinzidenzstufe rückt dann von 0 auf 1. Sie gilt, wenn die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen über 10 aber unter 35 liegt, gerechnet auf 100 000 Einwohner. Das bedeutet automatisch strengere Einschränkungen mit überregionaler Bedeutung - auch für Kreise und kreisfreie Städte, die lokal in der Stufe 0 liegen. (Mit Material von dpa-AFX)

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