DAX®14.127,58+1,77%TecDAX®3.099,27+1,75%S&P 500 I3.943,48+1,13%Nasdaq 10011.875,63-0,44%
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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem leichten Rückschlag in der Vorwoche zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Montag zunächst eine Stabilisierung ab. Der DAX +1,77% wurde am Morgen zeitweise 0,25 Prozent höher bei 15.923 Punkte taxiert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +1,49% wird 0,3 Prozent höher erwartet. Feiertagsbedingt geschlossene US-Börsen könnten für einen ruhigen Wochenauftakt sorgen.

In der Vorwoche hatte der Dax vergeblich versucht, die 16.000-Punkte-Hürde zurückzuerobern. Anschließend war er fast an die 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien zurückgerutscht. Sie gelten als Indikatoren für den kurz- und mittelfristigen Trend und laufen aktuell seitwärts.

Anhaltende Inflations- und Zinssorgen sowie die Geschäftsberichte der Unternehmen dürften zunächst den weiteren Kurs an den Aktienmärkten bestimmen. Die Marktstrategen der Investmentbank JPMorgan um Mislav Matejka gehen nicht nur gelassen in die Berichtssaison, sondern sind auch sehr optimistisch für die Gewinnentwicklung im Jahr 2022. Die Markterwartungen sind ihrer Ansicht nach zu niedrig. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Montag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Zum Start der US-Berichtssaison haben am Freitag Quartalszahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne überwiegend für Enttäuschung gesorgt. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial -0,75% ging daraufhin mit einem Abschlag von rund 0,6 Prozent auf 35.911 Punkten ins verlängerte Wochenende – am Montag ist in den USA Feiertag und die Börse geschlossen. Technologiewerte erholten sich im späten Handel von ihrem Ausverkauf am Vortag und halfen somit auch dem Gesamtmarkt, seine Einbußen zu verringern. Auf Wochensicht verbuchte der Dow ein Minus von 0,9 Prozent.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Montag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Plus von gut 0,7 Prozent. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland legte zuletzt um rund 0,9 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index +3,05% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong um knapp 1,1 Prozent nachgab.

3. Ölpreise ziehen weiter an 

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Montagmorgen 86,14 US-Dollar. Das waren 0,08 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,30 Dollar auf 84,12 Dollar. Die Preise nähern sich damit ihren Mehrjahreshochs aus dem Oktober 2021.

4. Konjunkturdaten 

In der Nacht zum Montagmorgen wurden in Asien mehrere Konjunkturdaten veröffentlicht. In Japan legte die Kernrate im Maschinenbau im vergangenen November um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. In China wurde derweil das Bruttoinlandsprodukt sowie die Daten zur Industrieproduktion vorgestellt. Experten erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik 2021 um etwa acht Prozent wuchs. Doch zum Jahresende kühlte sich das Plus im Vergleich zum Vorquartal wohl auf gut ein Prozent ab. Seit dem Frühsommer hatte die Erholung merklich an Schwung verloren. Zusätzlich gibt Italien die endgültigen Verbraucherpreise im zurückliegenden Dezember bekannt.

5. Unternehmensnews

Nach Geschäftszahlen und Ausblick ging es am Montag vorbörslich für die Anteile von S&T +1,12% nach oben. Auf Tradegate belief sich das Plus auf 4,4 Prozent zum Xetra-Schluss. Der durch Vorwürfe des Investors Viceroy Research unter Druck stehende österreichische IT-Dienstleister, dessen Aktien im SDAX +1,65% notiert sind, rechnet 2022 nur mit einer stagnierenden Profitabilität. Die vorläufigen Kennziffern für 2021 sowie der erste Ausblick auf 2022 lägen etwas unter den Erwartungen der Analysten, womöglich gebe es aber noch Spielraum nach oben, sagte ein Händler.

Die internationale Konsumgüterbranche steht mit einem etwa 60 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebot von Unilever +1,77% für die Konsumartikelsparte von GlaxoSmithKline (GSK) +2,85% im Blick. Die Offerte sei nicht im besten Interesse der Aktionäre, teilte GSK mit. Für die Aktien des deutschen Konsumgüterproduzenten Henkel +0,55% hob Morgan Stanley zudem das Votum von "Underweight" auf "Equal-weight" an. Die Henkel-Papiere notierten vorbörslich auf Tradegate wenig verändert.

Die DZ Bank stufte die Aktien des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen +1,04% von "Halten" auf "Kaufen" hoch. Vorbörslich auf Tradegate standen die im Dax notierten Papiere zwei Prozent höher verglichen mit ihrem Xetra-Schluss vom Freitag. Barclays wiederum stufte Synlab -0,83% von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch, worauf die Aktien des Laborunternehmens auf Tradegate mit plus 1,9 Prozent reagierten.

6. Wichtiges Treffen im Ukraine-Konflikt  

In der Konfrontation mit Russland macht sich die Ukraine angesichts des Antrittsbesuchs von Außenministerin Annalena Baerbock neue Hoffnung auf deutsche Waffenlieferungen. Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, forderte die Grünen-Politikerin eindringlich auf, Kiew die Lieferung von Waffen zur Landesverteidigung zuzusagen. Die Zurückhaltung oder sogar Ablehnung von Rüstungshilfe durch Baerbock und die gesamte neue Bundesregierung sei "sehr frustrierend und bitter", sagte der Diplomat der Deutschen Presse-Agentur.

Baerbock reist an diesem Montag zunächst zu ihrem Antrittsbesuch in die Ukraine, wo sie Präsident Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Dmytro Kuleba trifft. Noch am Abend reist sie in die russische Hauptstadt weiter. In Moskau stehen am Dienstag unter anderem Gespräche mit Außenminister Sergej Lawrow an.

7. Corona-Lage in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 528,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 515,7 gelegen, vor einer Woche bei 375,7 (Vormonat: 413,7). 

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 34.145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.57 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 25.255 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 52 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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