DAX®13.964,38-0,45%TecDAX®3.074,01-0,06%Dow Jones 3032.223,42+0,08%Nasdaq 10012.243,58-1,16%
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Diese 7 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rückschlag am deutschen Aktienmarkt dürfte sich zu Wochenbeginn zunächst fortsetzen. Am Montagmorgen wurde der DAX -0,45% zeitweise 0,5 Prozent tiefer bei 15.519 Punkte taxiert. Nachdem er zu Jahresbeginn noch an seinem Rekord von 16.290 Punkten gekratzt hatte, rückt nun die exponentielle 200-Tage-Linie bei 15.369 Punkten als Anlaufziel in den Fokus. In diesem Bereich hatte sich der Kurs im Oktober, November und Dezember nach Rückschlägen wieder stabilisiert. 

In der neuen Börsenwoche dürften die Anleger vor allem auf wichtige Einkaufsmanagerindizes, Quartalsberichte von US-Technologiekonzernen und auf die US-Notenbanksitzung achten, glaubt Marktexperte Timo Emden von Emden Research. Folgende Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig:

1. Vorgaben aus den USA 

Eine rabenschwarze Börsenwoche hat für die US-Aktienmärkte mit erneuten herben Verlusten geendet. Der von den erwarteten Zinserhöhungen ausgehende Druck vor allem auf Tech-Aktien wurde am Freitag von Hiobsbotschaften des Streaming-Anbieters Netflix noch verstärkt. 

Der technologielastige Nasdaq 100 -1,16% sackte um rund 2,8 Prozent auf 14.438 Punkte auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober ab. Vom Rekordhoch im November hat der Index mittlerweile fast 14 Prozent eingebüßt. Für den Nasdaq 100 war es die verlustreichste Wochen seit März 2020. 

Aber auch für den Leitindex Dow ging es am Freitag mit minus 1,3 Prozent auf 34.265 Punkte deutlich abwärts. Der Wochenverlust summiert sich damit auf 4,6 Prozent. Der marktbreite S&P 500 -0,46% büßte am Freitag 1,9 Prozent auf 4.397 Punkte ein und fiel auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Anleger an den Aktienmärkten in Asien haben sich am Montag weiter zurückgehalten. Neben der hohen Inflation, die zu einer schnelleren geldpolitischen Straffung in den USA führen könnte als erwartet, lastet auch die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts zwischen Russland und der Nato auf der Stimmung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,69% schloss mit 27.588 Punkten moderat im Plus. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland hielt sich zuletzt stabil, während der Hang-Seng-Index +0,11% in der Sonderverwaltungsregion Hongkong um rund ein Prozent sank.

3. Ölpreise ziehen erneut an

Die Ölpreise haben am Montag an ihren jüngsten Höhenflug angeknüpft. Im frühen Handel verteuerten sich die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI spürbar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 88,59 Dollar. Das waren 0,70 Dollar mehr als am vergangenen Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,61 Dollar auf 85,75 Dollar.

4. Konjunkturdaten 

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes gibt am Montag Aufschluss über die Entwicklung der Industrie im laufenden Monat und wird Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA veröffentlicht. In Polen wird zudem der Einzelhandelsumsatz im vergangenen Monat präsentiert, außerdem legt die Bundesbank ihren Januar-Bericht vor. Der CFNA-Index dürfte am Nachmittag zudem in den Fokus der US-Anleger rücken.

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Commerzbank +1,34% einen Blick wert sein. Die Bank stellt sich wegen der Unsicherheit rund um Fremdwährungskredite in Polen auf eine weitere Belastung ein. Dennoch rechnet das Management um Vorstandschef Manfred Knof für das Gesamtjahr 2021 unter dem Strich weiterhin mit schwarzen Zahlen. Die Commerzbank-Aktie geriet vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate mit minus 1,8 Prozent unter Druck.

Die Lufthansa -2,18% könnte sich einem Pressebericht zufolge um eine 40-prozentige Beteiligung an der Alitalia-Nachfolgegesellschaft ITA Airways bemühen. Beide Seiten stünden kurz vor einer Einigung, berichtete die italienische Zeitung "Il Foglio" unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die Lufthansa-Papiere sanken auf Tradegate um 0,7 Prozent.

Die Titel von Hannover Rück +0,10% fielen auf Tradegate um 1,0 Prozent. Die Schweizer Bank Credit Suisse stufte die Anteilsscheine auf "Neutral" ab. Die Aktie des Rückversicherers habe im vergangenen Jahr den Gesamtmarkt und auch die Wettbewerberpapiere klar abgehängt, begründete Analyst Iain Pearce sein neues Anlagevotum in einer am Montag vorliegenden Studie. Das Potenzial reiche daher nicht mehr aus für ein "Outperform"-Votum.

Zudem präsentieren die US-Unternehmen Halliburton +7,62% und Intel -0,49% ihre Q4-Zahlen und der niederländische Haushaltsgerätehersteller Philips +1,20% präsentiert detaillierte Jahreszahlen.

6. CDU-Außenpolitiker fordert Waffenlieferungen an die Ukraine

Im Ukraine-Konflikt hat der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt deutsche Waffenlieferungen an das Land gefordert. Bei der Rüstungsunterstützung sollte Deutschland "seine strikte Anti-Haltung" aufgeben, forderte Hardt in der Welt (Montag). "Ich finde, die Nachfrage nach defensiven Waffen seitens der Ukraine in Deutschland sollte geprüft und in bestimmten Fällen auch positiv beschieden werden", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. Die Ukraine hatte Deutschland wiederholt um Waffenlieferungen gebeten. Berlin lehnte dies aber bisher immer wieder ab.

7. Corona-Lage in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 840,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 806,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 528,2 (Vormonat: 222,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 34.145 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 30 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.744.840 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden (Mit Material von dpa-AFX).

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