DAX ®12.799,97+1,32%TecDAX ®3.098,28+1,59%Dow Jones26.085,80+0,04%NASDAQ 10010.602,21-2,16%
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Diese 8 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

An der Börse scheint der Konjunkturoptimismus nach überraschend guten Stimmungsdaten aus der chinesischen Industrie Oberhand zu gewinnen. Vorm Xetra-Start wurde der DAX Prozent etwa 0,2 Prozent im Plus gesehen bei 12.263 Punkten. Damit würde der deutschen Leitindex an seine Vortageserholung anknüpfen.

Investoren sind schon länger hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer erneuten Corona-Welle und der Hoffnung auf eine fortgesetzte Erholung der Wirtschaft vom Corona-Schock. Vor diesem Hintergrund machen am Dienstag Signale einer weiteren Erholung der Industrie Chinas Mut. Spannend wird nun, ob es dem DAX +1,32% zeitnah gelingt, aus seiner zuletzt recht engen Spanne von 12.000 bis 12.500 Zählern auszubrechen.

Frische Impulse in die eine oder andere Richtung könnte US-Notenbankchef Jerome Powell liefern, der sich allerdings erst nach dem Börsenschluss hierzulande einem Kongressausschuss stellen muss. - Folgende Themen könnten heute noch Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Wall Street hat sich am Montag etwas von ihren zum Wochenschluss erlittenen Verlusten erholt. Vor allem der Dow Jones Industrial +0,04% stieg um 2,3 Prozent auf 25.595 Punkte. Auftrieb gaben robuste US-Konjunkturdaten: Der Immobilienmarkt erholte sich im Mai stark von der Corona-Krise. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe sprang deutlich stärker an als Analysten erwartet hatten.

Die Boeing-Aktie -1,56% schnellte um gut 14 Prozent in die Höhe. Die Hoffnung auf eine Wiederzulassung des nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenfliegers 737 Max steigt. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA und der Flugzeugbauer begannen bereits eine Reihe entscheidender Testflüge.

Handel in Fernost

Anzeichen einer weiteren Erholung der chinesischen Industrie haben die Börsen Asiens am Dienstag angetrieben. So verbesserte sich in China die Lage der großen und staatlich kontrollierten Industriekonzerne im Juni überraschend etwas. Das nährte die Hoffnungen der Investoren auf eine Erholung der Weltwirtschaft vom Corona-Schock, nachdem ihre Stimmung zuletzt zwischen solchen Hoffnungen und der Angst vor einer neuen Corona-Welle schwankte.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen und der Hang Seng +0,24% in Hongkong stiegen zuletzt jeweils um rund ein Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,32% schloss um 1,3 Prozent verbessert auf 22.288 Punkten.

Konjunkturdaten

Die Blicke waren zunächst Richtung Asien gerichtet. Japans Industrieproduktion ist im Mai wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Der Ausstoß im Vergleich zum Vormonat um 8,4 Prozent zurück, wie die Regierung auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Der Rückgang fiel damit höher aus, als Experten erwartet hatten. Im April war die Industrieproduktion in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt angesichts der globalen Corona-Pandemie um revidiert 9,8 Prozent geschrumpft. Für Juni und Juli rechnet die Regierung jedoch wieder mit einer Erholung.

China meldete den Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Im Reich der Mitte hat sich die Lage der großen und staatlich kontrollierten Industriekonzerne im Juni überraschend etwas gebessert.

Aus der Eurozone werden um 11 Uhr die Verbraucherpreise erwartet. Der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago läuft um 15.45 Uhr über die Ticker, das US-Verbrauchervertrauen um 16 Uhr.

China drückt HK-Sicherheitsgesetz durch

Ungeachtet weltweiter Kritik hat China nach Medienberichten das kontroverse Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong erlassen. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses habe das Gesetz einstimmig angenommen, berichteten übereinstimmend mehrere Hongkonger Medien. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die von Peking als subversiv, separatistisch oder terroristisch angesehen werden. Auch soll es "heimliche Absprachen" mit Kräften im Ausland bestrafen.

Die US-Regierung hat deshalb den Export amerikanischer Rüstungsgüter in die eigentlich autonome Metropole gestoppt. Zudem werde die Ausfuhr von Technologien, die der Rüstung oder dem Militär dienlich sein könnten, künftig den gleichen Beschränkungen unterliegen wie auch die Exporte nach China, erklärte Außenminister Mike Pompeo.

Wirecard-Aktie legt weiter zu

Auf Unternehmensseite bleibt der wegen eines Bilanzskandals ums Überleben kämpfende Zahlungsdienstleister Wirecard -6,17% im Fokus. Die Aktie scheint mittlerweile ein Spielball von Spekulanten zu sein. Nach einem Verlust von knapp 99 Prozent binnen weniger Handelstage hatte sich der Kurs am Montag zeitweise mehr als verdreifacht bis auf über vier Euro. Am Morgen setzt die Wirecard-Aktie ihren Aufschwung zeitweise auf 4,70 Euro fort.

Mittlerweile stellte sich nun die Nordamerika-Tochter Wirecard North America selbst zum Verkauf. Derweil will die britische Finanzaufsicht FCA dem Unternehmen den Fortgang der Geschäfte erlauben.

Unternehmens-News

Hohe Subventionen für Projekte rund um Batteriezellen trieben die Papiere von Varta +0,05% auf Tradegate über die Marke von 100 Euro. Die bereits tags zuvor stark gelaufenen Aktien sprangen um 7,7 Prozent auf 104,25 Euro auf das höchste Niveau seit Januar. Insgesamt 300 Millionen Euro des Bundes und der Länder sollen an den Varta-Standorten Ellwangen und Nördlingen in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie "erste industrielle Anwendung" fließen.

Die Aktien von Fraport -0,05% verteuerten sich auf Tradegate um 2,5 Prozent. Der Flughafenbetreiber hatte seine Verkehrszahlen für die Vorwoche veröffentlicht. Die Passagierzahlen erholen sich demnach etwas.

Die Aktien von Ströer -0,83% stiegen auf Tradegate um 2,4 Prozent, nachdem die Schweizer Großbank UBS für die Papiere des Anbieters von Außenwerbung eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte.

Die Titel von Compugroup kletterten auf Tradegate um 0,6 Prozent nach oben. Zuvor hatte die Privatbank Berenberg die Aktien des Softwareanbieters für Ärzte und Apotheken von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 75 auf 80 Euro angehoben.

Nach Börsenschluss an der Wall Street öffnet FedEx seine Bücher.

Corona-Folgen

Viele Wirtschaftsverbände erwarten nach dem Konjunkturabsturz in der Corona-Krise schon 2021 wieder kräftiges Wachstum. Allerdings werden nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) die Zuwächse nicht überall ausreichen, um auf Vorkrisenniveau zurückzukehren. "Das Produktionspotenzial dürfte in der Industrie und auch im Dienstleistungsbereich wohl auch in 2021 vielfach deutlich unterausgelastet bleiben", schreibt das IW auf Grundlage einer Umfrage unter Wirtschaftsverbänden. In einigen Bereichen werde die Wirtschaftsleistung erst im Jahr 2022 wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen.

BGH verkündet Girokonto-Urteil

Das Basiskonto soll auch Menschen mit wenig Geld grundlegende Bankgeschäfte ermöglichen - aber einige Banken verlangen dafür hohe Gebühren. Zu Recht? Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet dazu am Dienstag ein Urteil. Die Verbraucherzentralen haben die Deutsche Bank -0,44% verklagt. Dort kostet das Basiskonto im Monat 8,99 Euro. Bestimmte Services lässt sich die Bank noch extra bezahlen.

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