DAX®12.645,75+0,82%TecDAX®3.028,89-0,76%S&P 500 I3.465,63+0,32%Nasdaq 10011.692,57+0,25%
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Diese 8 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem gestrigen Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Mittwoch-Morgen eine erste Stabilisierung ab. Der DAX +0,82% wird vor Xetra-Handelsstart bei 12.590 Punkten gesehen, 0,3 Prozent über dem Dienstagsschluss. Am Vortag war der Leitindex aus Furcht der Anleger vor der ansteigenden Corona-Infektionswelle um mehr als vier Prozent abgerutscht. Dabei hätte er fast seinen größten Tagesverlust seit Mitte März erlitten, als der Corona-Crash gerade noch am Laufen war.

Allerdings sprachen Experten am Vortag von einem angeschlagenen Markt, weil vor allem in Großbritannien die Angst vor einem neuen Lockdown in der Coronakrise zunimmt. "Ich habe bereits zuvor festgestellt, dass eine der Gefahren für die globale Erholung darin besteht, dass in großen Industrieländern erneut Sperren auf nationaler Ebene verhängt werden", sagte Marktbeobachter Stephen Innes vom Handelshaus Oanda.

Die Experten der Landesbank Helaba schrieben: "Es scheint, als würde der September seinem Ruf als schlechter Börsenmonat doch noch gerecht." Der gestrige Rücksetzer habe auch sichtbare Spuren im Chartbild des Dax hinterlassen. Gleich reihenweise seien wichtige Unterstützungen durchbrochen worden.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die Erholung der Technologiewerte im späten Handel hat den Ausverkauf an den New Yorker Börsen am Montag gebremst. Der Nasdaq 100 +0,25% drehte sogar ins Plus und schloss 0,4 Prozent höher auf 10.980 Punkten. Apple -0,69% gewannen nach einer Rally in der letzten Handelsstunde etwas mehr als drei Prozent.

Die Angst vor einer neuen Corona-Welle hatte auch den New Yorker Aktienhandel zunächst erheblich belastet. Mit 26.715 Punkten fiel der Dow Jones Industrial -0,10% im Verlauf auf den tiefsten Stand seit Anfang August. Aus dem Tag ging der Leitindex letztlich mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf 27.147 Punkten. Der marktbreite S&P 500 +0,32% verlor 1,2 Prozent auf 3.281 Punkte.

Fed bekräftigt geldpolitische Unterstützung

Die US-Notenbank Fed hat ihre geldpolitische Unterstützung in der Corona-Krise bekräftigt. Die Federal Reserve werde so lange wie nötig tun, was in ihrer Macht stehe, um die konjunkturelle Erholung zu unterstützen, heißt es in schriftlichen Bemerkungen von Notenbankchef Jerome Powell für einen Kongressauftritt heute. Die Bemerkungen wurden bereits am späten Montagabend veröffentlicht. Powell tritt in dieser Woche mehrfach vor unterschiedlichen politischen Komitees auf.

Handel in Fernost

In Asien haben sich die Aktienmärkte in China und Hongkong am Dienstag nach den deutlichen Verlusten vom Wochenauftakt erneut schwach präsentiert. In Japan ist die Börse wegen eines Feiertags nach wie vor geschlossen. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen lag zuletzt leicht im Minus, während der Hang-Seng-Index +0,62% der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong knapp ein halbes Prozent einbüßte. Am Montag hatte der CSI knapp ein Prozent nachgegeben und der Hang Seng etwas mehr als zwei Prozent.

Konjunkturdaten

Um 10 Uhr stellt das Ifo-Institut seine Herbst-Konjunkturprognose für Deutschland vor. Zuletzt waren die Forscher davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt des laufenden Jahres um 6,7 Prozent niedriger ausfallen wird als 2019. Für das kommende Jahr rechneten sie mit einem Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von 6,4 Prozent.

Aus den USA werden um 16 Uhr die Verkaufszahlen bestehender Häuser erwartet. Ebenfalls für den Nachmittag ist eine Rede von Fed-Chef Powell angesetzt.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Hochtief +3,15% zu den Favoriten am Dienstag gehören. Zwei US-Töchter des Baukonzerns hatten einen Milliardenauftrag für den Bau eines neuen Terminals am Flughafen San Diego erhalten. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Anteilsscheine fast fünf Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag.

Nach dem Kursbeben zu Wochenbeginn bleiben derweil die Papiere von 1&1 Drillisch +0,87% im Fokus. Der Mobilfunk-Anbieter will die Netzbetreiber Deutsche Telekom +0,07% und Vodafone +1,46% mithilfe der Regulierungsbehörden zu neuen Verhandlungen rund um die Mitnutzung von deren Netzen bewegen. 1&1 Drillisch rief die Bundesnetzagentur in ihrer Rolle als Schiedsrichter an, weil die Gespräche mit den beiden Unternehmen zu einem sogenannten "National Roaming" bisher zu keinem Ergebnis geführt hätten, teilte die Tochter von United Internet +0,81% mit.

Derzeit hat 1&1 Drillisch schwer mit Preisforderungen von Telefonica Deutschland +1,64% zu kämpfen, deren Netz die Firma bisher in großen Stil nutzt. Am Wochenende hatten United Internet und 1&1 Drillisch daher ihre Ergebnisprognosen gesenkt, die Aktien von United Internet rauschten zu Wochenbeginn um fast 24 Prozent ab, diejenigen von 1&1 Drillisch um fast 28 Prozent. Auf Tradegate nun legten die Anteilsscheine von 1&1 Drillisch moderat zu.

Battery-Day von Tesla

Heute ist Battery Day. Der E-Auto-Bauer Tesla wird dann wahrscheinlich Informationen zu einer möglichen Partnerschaft mit Panasonic zur Erhöhung der Leistung herkömmlicher Lithium-Ionen-Akkus vorstellen.

Stromspeicher-Studie

Eine am Morgen veröffentlichte Studie des Europäischen Patentamts und der Internationalen Energieagentur zeigt: Im Rennen um Stromspeicher-Patente haben asiatische Länder die Nase vorne, vor allem Japan und Südkorea dominieren. Von den gut 7.000 im Jahr 2018 international angemeldeten Patentfamilien zur Stromspeicherung entfielen alleine 2.339 auf Japan und 1.230 auf Südkorea.

Europa kommt zusammen nur auf 1.021. Deutschland nimmt zwar innerhalb Europas der Studie zufolge eine Spitzenposition ein, international liegt es allerdings deutlich zurück.

Zudem wächst das Technologiefeld stark. Von 2005 bis 2018 stieg die Zahl der Anmeldungen im Durchschnitt um 14 Prozent pro Jahr und damit vier mal so stark wie aller Technologiefelder zusammen.

Corona-Pandemie

Nach dem jüngsten Rekord an weltweiten Neuinfektionen bei über 324.000 ist die Zahl gestern wieder etwas gesunken. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden am Montag 223.825 neue Erkrankungen registriert.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben für gestern 1.821 neue Corona-Infektionen gemeldet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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