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Diese 8 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn dürften sich die Gemüter am deutschen Aktienmarkt zunächst wieder etwas beruhigen. So steuert der DAX -0,33% am Dienstagmorgen zum Handelsauftakt auf eine leichte Stabilisierung zu. Knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex 0,7 Prozent fester bei 15.240 Punkten gesehen. Der EuroStoxx 50 -0,07% als Leitindex der Eurozone wird ebenfalls mit einem Zuwachs erwartet.

Sorgen vor einer Ausweitung der Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hatten den Dax tags zuvor zwischenzeitlich mit 15.019 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mai gedrückt. Erschwerend kam hinzu, dass sich kurz vor der nächsten Sitzung der US-Notenbank Fed kaum Käufer aus der Deckung wagten. Was am Montagmorgen mit Verlusten in Hongkong begonnen hatte, setzte sich bis abends an der Wall Street fort. Der marktbreite US-Index S&P 500 -0,45% rutschte auf das Niveau im Juli zurück. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Insbesondere die Angst der Anleger vor dem kriselnden chinesischen Immobiliensektor hat die Wall Street am Montag stark belastet. Darüber hinaus befürchten die Anleger aktuell auch eine baldige Abkehr von der lockeren US-Geldpolitik. Im späten Handel aber griffen einige Investoren auf niedrigem Kursniveau wieder zu und hielten so die Verluste in Grenzen. Der Leitindex Dow Jones Industrial -0,74% knickte am Ende um knapp 1,8 Prozent auf 33.970 Punkte ein, nachdem er im Handelsverlauf kurz auf den tiefsten Stand seit Ende Juni abgesackt war. Der breiter gefasste S&P 500 -0,45% büßte 1,7 Prozent auf 4.357 Zähler ein. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,25% verlor 2,1 Prozent auf 15.012 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Dienstag nachgegeben. In Japan, wo nach einem Feiertag am Montag wieder gehandelt wurde, gab der Leitindex Nikkei-225 -1,15% kurz vor Handelsende 1,8 Prozent nach. In der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor der Hang-Seng-Index -1,60% zuletzt ein halbes Prozent, nachdem er zum Wochenauftakt etwas mehr als drei Prozent eingebüßt hatte. Grund für die Kursverluste war die Furcht vor den Folgen einer möglichen Pleite des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande. In China selbst ruht der Aktienhandel wegen eines Feiertags weiter.

3. Ölpreise erholen sich

Die Ölpreise haben sich am Dienstag im frühen Handel von ihrem Kursrutsch am Vortag erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,53 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 81 Cent auf 71,10 Dollar.

Zu Wochenbeginn waren die Rohölnotierungen zeitweise erheblich unter Druck geraten. Auslöser waren Sorgen über die wirtschaftliche Stabilität der Volksrepublik China. Da Erdöl als riskante Anlageklasse gilt, wurde der Rohstoff von der schlechten Marktstimmung besonders belastet. Hinzu kam der aufwertende US-Dollar, der Öl für Investoren außerhalb des Dollarraums verteuerte und die Nachfrage von dort belastete.

4. Konjunkturdaten

Am Dienstag stellt das Bundesfinanzministerium seinen Monatsbericht für den Monat September vor. Gleichzeitig veröffentlicht die Schweiz ihre Handelsbilanz für den Vormonat und in Schweden steht eine wichtige Notenbank-Entscheidung auf dem Programm. In den USA dürften derweil Zahlen zu den Baugenehmigungen im August sowie die August-Leistungsbilanz in den Fokus der Anleger rücken. 

5. Unternehmensnews

Auf Unternehmensseite hierzulande war die Lage am Dienstagmorgen sehr ruhig, möglicherweise kurstreibende Nachrichten blieben Mangelware. Anleger dürften sich daher wohl zunächst auf Analystenstimmen konzentrieren. So hat etwa die Schweizer UBS zu Bechtle -1,15% eine Kaufempfehlung abgegeben. Der IT-Dienstleister habe sich in der Pandemie gut geschlagen und das Potenzial, die Markterwartungen zu übertreffen, schrieb Analyst Jad Younes in einer Studie. Hingegen nicht länger ein Kauf ist die Aktie des Verbindungstechnik-Spezialisten Norma -0,11% für das Analysehaus Stifel.

Quartalszahlen gibt es zudem vom Software-Spezialisten Adobe -0,52% und dem Paketzusteller FedEx -1,41%. Außerdem steht die Erstnotiz der Vivendi-Abspaltung Universal Music Group an der Amsterdamer Börse auf dem Programm.

6. Geldpolitik der US-Notenbank 

In Europa bleibe die Besorgnis über Evergrande ebenfalls weiter bestehen. "Aber im Moment scheint eine abwartende Haltung vorherrschend zu sein", so Hewson. Dies gilt nach Einschätzung auch anderer Marktbeobachter umso mehr, da von der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte möglicherweise wichtige geldpolitische Signale gesendet werden. Die US-Währungshüter hatten zuletzt eine Drosselung ihrer Anleihekäufe in Aussicht gestellt. 

7. UN-Generaldebatte in New York 

Joe Biden will seine erste Rede als US-Präsident bei der UN-Vollversammlung an diesem Dienstag für ein Bekenntnis zu intensiver Diplomatie statt militärischer Intervention nutzen. Das kündigte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung am Montag (Ortszeit) mit Blick auf Bidens Auftritt an. "Wir schließen das Kapitel von 20 Jahren Krieg und öffnen ein neues Kapitel intensiver Diplomatie, indem wir Verbündete und Partner und Institutionen zusammenbringen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen", sagte der Regierungsbeamte. Dies sei das zentrale Thema von Bidens Rede. Der US-Präsident werde sich auch zur internationalen Klimafinanzierung äußern.

Neben Biden werden vor den Vereinten Nationen am Dienstag unter anderem Chinas Präsident Xi Jinping, UN-Generalsekretär António Guterres, Irans Präsident Ebrahim Raisi und Brasiliens Staatsoberhaupt Jair Messias Bolsonaro sprechen. Nachdem die UN-Generaldebatte im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie hauptsächlich mit vorab aufgezeichneten Video-Reden abgelaufen war, sind in diesem Jahr mehr als 100 Staats- und Regierungschefs wieder persönlich in New York vertreten, wenn auch mit deutlich kleineren Delegationen. Der Rest der Vertreter der 193 Mitgliedsstaaten nimmt online teil. Für Deutschland soll am Freitag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprechen. UN-Generalsekretär Guterres traf sich bereits am Montag bilateral mit zahlreichen Staats- und Regierungschef, darunter auch US-Präsident Biden.

8. Corona-Lage in Deutschland

Die 7-Tage-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 68,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 71,0 gelegen, vor einer Woche bei 81,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4.664 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.325 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 81 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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Symrise 120,15 +1,65%
Münchener Rück 255,40 +1,53%
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