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Diese 8 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag auch nach drei Verlusttagen zunächst keine Besserung ab: Vor dem Xetra-Start wurde der DAX -0,45% etwa ein halbes Prozent tiefer gehandelt bei 12.490 Punkten. Er nähert sich damit seiner exponentiellen 200-Tage-Linie zu, die aktuell knapp unter 12.400 Punkten verläuft.

Im Fokus stehen weiter die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten in den USA über neue Finanzhilfen in der Corona-Pandemie - mit zuletzt widersprüchlichen Signalen. Zudem verunsichern Meldungen der US-Geheimdienste, dass sich Russland und der Iran in die US-Wahl einmischen. Und auch die steigenden Corona-Zahlen stimmen die Anleger vorsichtig.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

An der Wall Street sind die Anleger am Mittwoch wieder etwas vorsichtiger geworden. Nach dem schwachen Wochenauftakt und einer moderaten Erholung am Dienstag rutschten die wichtigsten Aktienindizes zur Wochenmitte letztlich wieder leicht ins Minus. Der Dow Jones Industrial +0,29% schloss 0,4 Prozent tiefer bei 28.210 Punkten. Die Experten von Index-Radar sehen zudem charttechnische Risiken für den US-Leitindex. Es seien eher weitere Verkäufe in Richtung 28.000 Punkte oder sogar bis 27.100 Punkte zu erwarten. "Ausschläge nach oben dürften dagegen schon zwischen 28.900 und 29.000 wieder auslaufen", schrieb Charttechnik-Analyst Andreas Büchler.

US-Wahlkampf

Der Iran und Russland mischen sich nach Angaben des US-Geheimdienstkoordinators in die US-Wahl ein. Sie verbreiteten Falschinformationen und hätten illegal "einige" persönliche Daten registrierter Wähler erbeutet, sagte John Ratcliffe am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Die Daten könnten missbraucht werden, um Wähler falsch zu informieren und Verwirrung zu stiften, sagte er. Iranische Stellen hätten E-Mails verschickt mit dem Ziel, "Wähler einzuschüchtern, sozialen Unfrieden zu schüren und Präsident Trump zu schaden", sagte Ratcliffe.

Handel in Fernost

Steigende Corona-Zahlen in vielen Teilen der Welt, die Unsicherheit rund um die US-Wahl und das fortgesetzte Tauziehen um ein weiteres US-Konjunkturpaket haben die Börsen Asiens am Donnerstag belastet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,37% schloss 0,7 Prozent leichter bei 23.474 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen sank um 0,8 Prozent und der Hang-Seng-Index +0,63% in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong büßte 0,2 Prozent ein.

Konjunkturdaten

Das GfK-Verbrauchervertrauen lieferte bereits ein Bild zur Konsumstimmung in Deutschland. Die gestiegenen Corona-Infektionszahlen treiben den deutschen Konsumenten demnach wieder den Angstschweiß auf die Stirn. Die Kauflaune der Deutschen sei im Oktober deutlich gesunken, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungs-Unternehmen GfK. Das Konsumklima sank auf minus 3,1 Punkte nach einem Minus von 1,7 Prozent im Vormonat.

In den USA geht es um 14.30 Uhr mit den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe weiter, gegen 16 Uhr folgen die Verkäufe bestehender Häuser sowie Frühindikatoren.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten könnten Continental -0,99% im Fokus stehen. Der Autozulieferer und Reifenhersteller rutschte trotz einer allmählichen Erholung nach dem Corona-Einbruch auch im dritten Quartal in die rote Zahlen. Wertminderungen wegen des absehbar schwächeren Geschäfts in den kommenden Jahren sowie Umbaukosten für das Sparprogramm schlugen mit gut 1,3 Milliarden Euro zu Buche. Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die Aktien um 1,1 Prozent.

Der Finanzdienstleister Hypoport +1,85% bleibt beim Umsatz auf Wachstumskurs, das operative Ergebnis sank im dritten Quartal hingegen um rund ein Fünftel. Die Hypoport-Papiere sackten auf Tradegate um knapp 11 Prozent ab.

Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich -1,00% erhöhte nach einer Belebung der Nachfrage seine Jahresziele. Seit mehreren Wochen belebe sich die Kundennachfrage sukzessive, weshalb im Restjahr höhere als zunächst geplante Umsätze zu erwarten seien, hieß es. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen dürften sich weiter positiv im Ergebnis niederschlagen. Die Jungheinrich-Titel fielen auf Tradegate um 0,6 Prozent.

Der Autovermieter Sixt +0,97% will wegen Corona weiter keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. Das Unternehmen verwies in einer am Mittwochabend in Pullach veröffentlichten Mitteilung auf die "sich aktuell drastisch verschärfenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie". Die gesamten Quartalszahlen sollen aber wie geplant am 12. November vorgelegt werden. Der Kurs der Sixt-Stammaktie sank auf der Handelsplattform Tradegate spürbar.

Der Telekomausrüster Adva Optical +1,41% traut sich nach einem positiv verlaufenen dritten Quartal hingegen wieder eine Jahresprognose zu. Der Umsatz werde 2020 zwischen 565 und 580 Millionen Euro und die Ergebnismarge (Proforma Betriebsergebnis) bei 5 bis 6 Prozent liegen. Die Aktien stiegen auf Tradegate um sechs Prozent.

Zugleich nimmt die US-Berichtssaison an Schwung auf unter anderem mit den Bilanzen von Coca-Cola, AT&T, Intel und American Airlines.

Börsengang

Die IT-Sicherheitsfirma McAfee -1,36% hat bei ihrer Rückkehr an die US-Börse knapp 620 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Weitere 120 Millionen Dollar nahmen McAfee-Aktionäre durch den Verkauf von Anteilen ein. McAfee setzte den Ausgabepreis der Aktie in der Nacht zum Donnerstag auf 20 Dollar fest - und damit eher näher zum unteren Ende der anvisierten Spanne von 19 bis 22 Dollar.

Gläubiger entscheiden über Condor-Zukunft

Die Gläubiger von Condor entscheiden heute in Frankfurt über die weitere Zukunft des Ferienfliegers. Die Fluggesellschaft will nach einem guten halben Jahr ihr Schutzschirmverfahren verlassen, wozu Sachwalter Lucas Flöther einen entsprechenden Plan zur Abstimmung vorgelegt hat.

Corona-Lage

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7.830 Neuinfektionen erreicht worden.

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca -1,61% in Brasilien ist ein Proband gestorben. Das bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Die Todesursache war zunächst unklar. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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