DAX®15.399,65+1,34%TecDAX®3.427,58+1,26%Dow Jones 3034.768,28+0,64%Nasdaq 10013.713,44+0,73%
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Diese 8 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte es mit den meisten Kursen am Donnerstag weiter abwärts gehen. Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Start wurde der DAX +1,34% etwa 1,2 Prozent unter Vortag gesehen bei nun 13.450 Punkten. Damit steht wohl ein weiterer Test der 50-Tage-Linie an, die tags zuvor mit einem Vierwochentief von 13.475 Punkten bereits kurzzeitig unterschritten wurde.

Die Wall Street gibt dem schwächsten Handelstag seit Oktober einen negativen Trend vor. Verantwortlich seien die Sorgen um hohe Bewertungen, steigende Corona-Fälle und ein schleppender Impfverlauf, hieß es bei der Credit Suisse. Die Risikofreude der Anleger sei deutlich geringer geworden.

"Am Aktienmarkt macht sich nun Nervosität breit", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Dies sei aber nicht überraschend, sondern gesund, so der Portfolio-Manager. Immer mehr Anleger fragten sich, ob die hohen Bewertungen am Aktienmarkt wirklich zum weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeld passten. "Wir sehen Gewinnmitnahmen", so Altmann. Eine Flucht aus Aktien sei dies aber nicht.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Aus Enttäuschung über mangelnde Impulse von Seiten der US-Notenbank (Fed) ist die Wall Street am Mittwoch auf Talfahrt gegangen. Börsianer verwiesen auch auf zuletzt gestiegenen Sorgen, dass Aktien nach der jüngsten Rekordrally allgemein inzwischen zu hoch bewertet seien. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,63% verlor 2,1 Prozent auf 30.303 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 +0,72% ging es um 2,8 Prozent auf 13.112 Punkte nach unten, seine Bilanz 2021 ist aber noch positiv.

2. Fed-Sitzung

Die US-Notenbank Fed setzt in der Corona-Pandemie ihre extrem lockere Geldpolitik fort. Der gegenwärtige Kurs werde beibehalten, bis die Ziele der Fed erreicht seien, teilte die Notenbank gestern nach ihrer Zinsentscheidung mit. Die Fed strebt maximale Beschäftigung am Arbeitsmarkt und eine Inflation von längerfristig zwei Prozent an. Weil die Inflation seit längerem unter diesem Wert liegt, will die Fed eine Zeit lang Inflationsraten von mehr als zwei Prozent dulden.

3. Handel in Fernost

Eine gewisse Enttäuschung über mangelnde Impulse von Seiten der US-Notenbank (Fed) hat am Donnerstag die Börsen Asiens belastet. An den Fundamentaldaten habe sich allerdings nichts geändert, die Geldpolitik bleibe sehr locker, erklärte Marktstratege Sean Darby vom Investmenthaus Jefferies. Vielmehr seien Anleger zuletzt fast schon euphorisch gewesen und das scheine sich in überhitzen Teilen des Marktes nun erst einmal zu ändern. Das heißt: Anleger nehmen zunächst lieber Geld vom Tisch.

Der Leitindex Nikkei 225 +0,03% schloss 1,5 Prozent tiefer bei 28.197 Punkten. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Shanghai und Shenzhen fiel zuletzt um zweieinhalb Prozent und der Hang Seng -0,13% in der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte rund 2,2 Prozent ein.

4. Konjunkturdaten

Aus den USA stehen um 14.30 Uhr stehen eine Reihe von Konjunkturdaten in den USA auf dem Programm. Darunter: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Daten zum privaten Konsum sowie das annualisierte Bruttoinlandsprodukt.

5. Unternehmens-News

Europas größter Softwarehersteller SAP +0,31% dürfte beim Börsengang seiner US-Tochter Qualtrics laut Insidern noch etwas mehr Geld einnehmen als zuletzt angepeilt. Die Aktien des Anbieters von Marktforschungssoftware werden zu rund 30 US-Dollar an die Investoren verkauft, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtete. Es dürfte ein sehr starker Börseneinstand werden, der den SAP-Aktien weiter Auftrieb gebe, sagte ein Händler am Morgen. An diesem Donnerstag war dies im schwachen Marktumfeld aber erst einmal nicht der Fall, vorbörslich verloren SAP auf Tradegate 0,9 Prozent zum Xetra-Schluss.

Nach vorläufigen Jahreszahlen von BMW -0,19% notierten die Papiere des Autobauers auf Tradegate 1,7 Prozent tiefer zum Xetra-Schluss. Analysten lobten die Entwicklung des freien Barmittelzuflusses. Ein Hänlder sagte, nach dem starken Abschneiden von Volkswagen reiche dies aber nicht aus als Treiber.

Ebenfalls nach Eckdaten für 2020 legten Leoni +1,81% um gut fünf Prozent zu verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs.

Die Anteile des Online-Modehändlers Global Fashion Group (GFG) +2,37% rutschten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley auf Tradegate um fast neun Prozent ab.

6. Shortseller

Weiter im Fokus stehen Aktivitäten von Leerverkäufern. Die GameStop-Aktie hatte im US-Handel zwischenzeitlich mehr als 150 Prozent gewonnen, rutschte nachbörslich dann aber kräftig ab. Hier war zuvor der inzwischen ausgestiegene Hedgefonds Melvin Capital involviert, der laut Händlern auch hinter den Kurskapriolen bei Evotec +1,59% und Varta +1,94% stecken dürfte. Um eine größere Schieflage zu vermeiden, habe Melvin wohl Leerverkaufspositionen schließen oder verringern müssen. Diese Aktienkäufe dürften für die jüngsten Kurssprünge bei den beiden Werten verantwortlich gewesen sein.

7. Corona-Lage

Die Bundesregierung plant Einreiseverbote aus Ländern mit Corona-Mutationen. Außerdem ist der Streit der Europäischen Union mit dem Impfstoffhersteller AstraZeneca -0,14% noch ungelöst. Somit bleibt der begehrte Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland erst einmal weiter knapp. Angesichts zurückgehender Infektionszahlen wird auch weiter über mögliche Lockerungen des Corona-Lockdowns diskutiert. Mehrere Ministerpräsidenten forderten dafür einheitliche Regeln - andere Politiker warnten vor vorschnellen Schritten.

8. Jahreswirtschaftsbericht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt heute ab 9 Uhr im Bundestag den Jahreswirtschaftsbericht 2021 vor, nachdem gestern die Konjunkturprognose für das laufende Jahr gesenkt wurde. Erwartet wird ein Ausblick angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sowie Kritik der Opposition am Kurs der Regierung. So fließen Krisenhilfen für Unternehmen und Selbstständigen derzeit nach wie vor oft nur schleppend. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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