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Diese 8 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Donnerstag dürfte es am deutschen Aktienmarkt erneut aufwärts gehen. Knapp eine halbe Stunde vor dem Start des Xetra-Handels wurde der Leitindex ein halbes Prozent höher bei 15.281 Punkten gesehen. Erst zum Wochenstart hatte der Index knapp über 15.500 Zählern ein Rekordhoch erreicht, dann hatten Anleger aber erst einmal Gewinne mitgenommen. 

Stützend wirken nun am Donnerstag die Kursgewinne in New York, wo die großen Indizes am Vortag im späten Handel merklich zugelegt hatten. Zudem könnten folgende Themen am Donnerstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Nach den jüngsten Gewinnmitnahmen sind die Kurse an den wichtigsten US-Aktienbörsen zur Wochenmitte wieder gestiegen. Der Dow Jones Industrial +0,66% beendete den Handel am Mittwoch knapp unter seinem Tageshoch wieder über 34.000 Punkten. Die anfängliche Vorsicht der Anleger wich zusehends. "Die Börsen scheinen einen Boden bilden zu wollen", formulierte es Axi-Marktstratege Stephen Innes. Letztlich ging das Wall-Street-Barometer Dow 0,9 Prozent höher auf 34.137 Punkte aus dem Tag.

2. Vorgaben aus Asien 

 Die Börsen Asiens haben am Donnerstag mit dem Rückenwind von den US-Börsen überwiegend fest tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte zuletzt um rund zwei Prozent zu. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, büßte hingegen 0,1 Prozent ein, während der Hongkonger Hang Seng -0,13% 0,5 Prozent gewann.

3. Ölpreise schwächeln

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,12 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 22 Cent auf 61,13 Dollar.

Leichte Belastung kam von Lagerdaten aus den USA. Am Mittwoch hatte das US-Energieministerium einen für Analysten überraschenden Aufbau der amerikanischen Rohölvorräte gemeldet. Steigende Bestände sorgen häufig für Preisdruck am Ölmarkt, da sie auf einen Angebotsüberhang hindeuten. 

4. EZB-Zinsentscheid 

Am Nachmittag stehen die geldpolitischen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus. Erwartet wird, dass sie ihre sehr lockere Geldpolitik bestätigen wird. In der zuletzt gestiegenen Inflation sieht die Notenbank nur ein vorübergehendes Phänomen. Der mit der Sorge vor Teuerung einhergehende Anstieg der Zinsen ist für die Aktienmärkte schlecht, festverzinsliche Papiere gewinnen dadurch an Attraktivität.

"Dass die EZB ihre Geldpolitik nicht anfassen wird, gilt als ausgemacht", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in seinem Morgenkommentar. Spannung versprächen die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde zum Tempo des Pandemie-Anleihen-Kaufprogramms, so der Portfolio-Manager. Er verwies darauf, dass die Notenbank in der vergangenen Woche das Kauftempo deutlich beschleunigt habe. Der jüngste Zinsanstieg sei der Härtetest für das Versprechen der EZB, die Finanzierungsbedingungen durch erhöhte Käufe günstig zu halten. 

5. Konjunkturdaten 

Zusätzlich zum EZB-Zinsentscheid stehen am Donnerstag weitere Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm. Neben dem Frühindikator für den Monat März stehen auch die wöchentlichen Erstanträge Arbeitslosenhilfe sowie Zahlen vom Häusermarkt und das Verbrauchervertrauen im April auf dem Programm. 

6. Unternehmensnews

Im vorbörslichen Xetra-Handel auf Tradegate legten die Aktien von SAP +0,12% um etwa ein Prozent zu. Europas größter Softwarehersteller macht bei der Umstellung seiner Kernprogramme auf den Zugriff über das Internet Fortschritte. Die Erlöse des Softwarepakets S4 Hana in der Version zur Nutzung über das Netz kletterten im ersten Quartal kräftig.

Aktien der Deutschen Börse +1,44% legten vorbörslich leicht zu. Der Börsenbetreiber ist etwas besser in das Jahr 2021 gestartet als erwartet. Unter den Nebenwerten gaben Nordex -0,77% um ein Prozent nach. Die französische Großbank Societe Generale hatte die Kaufempfehlung für die Papiere gestrichen.

7. Bundesrat entscheide über Notbremse

Vor der Entscheidung im Bundesrat über die bundeseinheitliche Corona-Notbremse hat Kanzleramtsminister Helge Braun die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes gegen Kritik verteidigt. "Das aktuelle Infektionsgeschehen ist in den meisten Regionen viel zu hoch und droht unser Gesundheitssystem zu überfordern", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). "Die Maßnahmen der Bundesnotbremse sind dort deshalb dringend erforderlich. Sie haben in vielen Ländern bereits gezeigt, dass sie geeignet sind, das Infektionsgeschehen zu bremsen. Und sie sind angesichts der ernsten Lage auch verhältnismäßig." 

Der Bundesrat will am Donnerstag ab 11.00 Uhr entscheiden. Er könnte Einspruch einlegen und damit Nachverhandlungen notwendig machen. Mehrere Bundesländer kündigten jedoch bereits zuvor an, keinen Einspruch einlegen zu wollen. Zuletzt muss Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnen, auch das könnte noch am Donnerstag geschehen. Die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt könnte möglicherweise noch am selben Tag wie die Unterzeichnung erfolgen.

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.518 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht vollständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 259 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 293 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 161,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt (Mit Material von dpa-AFX).

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