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Diese 8 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Rückschlag im Dax -1,78% am Dienstag und der daraufhin erfolgten deutlichen Erholung zur Wochenmitte steht am deutschen Aktienmarkt nun wohl eine Stabilisierung an. Zugleich stehen erneut zahlreiche Unternehmensberichte im Fokus, so dass die Anleger insgesamt vorerst vorsichtig agieren dürften. 

Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsstart wurde der deutsche Leitindex nahezu unverändert bei 15.173 Punkten gesehen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -1,80% wird ebenfalls minimal im Plus erwartet. Folgende Themen könnten am Donnerstag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA 

Nach der Verkaufswelle bei Technologiewerten am Vortag hat sich die Lage an den US-Börsen am Mittwoch wieder beruhigt. Die ehemalige US-Notenbank-Präsidentin und aktuelle Finanzministerin, Janet Yellen, konnte die vortags selbst entfachten Inflationssorgen beschwichtigen.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien bewegten sich die großen Indizes uneinheitlich. In Japan geht es für den Nikkei 225 zur Stunde um 1,7 Prozent herauf nach einer feiertagsbedingten Pause. Chinas CSI 300 gab um 1,4 Prozent nach, während Hongkongs Hang Seng unverändert schloss.

3. Ölpreise legen weiter zu 

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,10 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um sieben Cent auf 65,70 Dollar.

Am Mittwoch war der Brent-Preis bis auf knapp 70 Dollar gestiegen, am Abend ging es aber wieder abwärts. Zurzeit bewegen sich die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Mitte März. Auftrieb kommt durch konjunkturelle Besserung in großen Ölverbrauchsländern wie den USA oder China. Jüngste Lagerdaten aus den USA bestätigen diese Sichtweise. Die Rohölvorräte gingen in der vergangene Woche deutlich zurück, was ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage sein könnte. 

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag legt Deutschland die Auftragseingänge der Industrie im Monat März offen. Zudem stehen in China Daten zum Dienstleistungssektor auf dem Programm, während die USA die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitshilfe mitteilt. In der Türkei und dem Vereinigten Königreich stehen außerdem Zinsentscheide an. 

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten im Dax dürfte der Autobauer Volkswagen -0,02% herausragen mit starken Zahlen und der Anhebung sein Jahresergebnisziel. Dank der Erholung der Automärkte konnte Volkswagen -0,02% seinen Gewinn vervielfachen und lag mit seinem operativen Gewinn - wie von Analysten im Schnitt erwartet - auch wieder auf dem Niveau vor der Krise vor zwei Jahren. Vorbörslich ging es auf Tradegate für VW nun im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag nach oben.

Ebenfalls aktuell im Blick: Der Krankenhaus- und Medizintechnikkonzern Fresenius SE -0,82% sowie dessen Tochter FMC -0,20%. Beiden brockte die anhaltende Corona-Pandemie zum Jahresstart Umsatz- und Ergebniseinbußen ein. Während sich FMC davon allerdings kaum bewegen ließen auf Tradegate, gaben Fresenius etwas nach. 

Details zum bereits vorab veröffentlichten Zahlenwerk gab es zudem von der Munich Re -0,34%. Die Corona-Krise hinterließ bei dem Rückversicherer im ersten Quartal wie erwartet deutlich geringere Spuren als ein Jahr zuvor. Das Jahresüberschussziel wurde bekräftigt. Die Aktie verbuchte auf Tradegate Gewinne. Der Konsumgüterkonzern Henkel -4,50%, der ebenfalls nun Details bekannt gab, hob nach seinem starken Start ins neue Jahr seine Umsatz- und Morgenprognose an, was Anleger auch hier bereits vorbörslich honorierten. 

Details zum Zahlenwerk des ersten Quartals legt zudem der Autozulieferer Continental -0,63% vor und der Gasehersteller und Anlagenbauer Linde -0,57% will gegen Mittag vorläufige Eckzahlen bekannt geben. 

Weitere zahlreiche vorläufige und endgültige Quartalsberichte kommen auch aus der zweiten und dritten Reihe an diesem Morgen, etwa von Evonik -1,16%, Talanx -1,14%, der Compugroup -0,95% , der Shop Apotheke und Zalando -0,08% oder auch von Rheinmetall -0,56%

6. Auto1 ersetzt Grenke im SDAX

Das Börsen-Küken Auto1 -1,19% profitiert von einer Regelverletzung eines SDax -1,02%-Mitglieds und darf dessen Platz einnehmen. Der Online-Gebrauchtwagenhändler werde für den Leasingspezialisten Grenke +1,68% zum 10. Mai aufgenommen, wie der Indexanbieter, die Deutsche-Börse-Tochter Qontigo, am späten Mittwochabend in Zug mitteilte. Auto1 war erst Anfang Februar an die Börse gekommen, wird von Experten aber wegen der hohen Marktkapitalisierung bereits als MDax-Kandidat -0,58% gesehen. Mit der Aufnahme in den SDax sei im Juni sogar sicher zu rechnen, hieß es - nun ist es noch schneller gegangen.

7. Verfassungsgericht weist Eilanträge gegen Ausgangssperre zurück

Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. "Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden. Mehrere Kläger hatten beantragt, dass das Gericht per Erlass die nächtliche Ausgangsbeschränkung vorläufig außer Vollzug setzt (Az.: u.a. 1 BvR 781/21).

Der Gesetzgeber betrachte die Ausgangsbeschränkung als Mittel, um bisher in den Abendstunden stattfindende private Zusammenkünfte auch im privaten Raum zu begrenzen. "Sie dient damit einem grundsätzlich legitimen Zweck", heißt es in dem Beschluss. Gleichwohl stellten die Richter fest, dass unter Fachleuten umstritten sei, ob die nächtliche Ausgangsbeschränkung geeignet ist, ihr Ziel zu erreichen. Allerdings sehe man auch nicht "eine offensichtliche Unangemessenheit solcher Ausgangsbeschränkungen". 

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.736 gelegen. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9) .

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 264 Tote (Mit Material von dpa-AFX).

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