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Diese 8 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstagmorgen ein schwacher Handelsstart ab. Der DAX -4,15% dürfte dabei wieder um die Marke von 15.500 Punkten pendeln und wurde knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsbeginn 0,5 Prozent schwächer gesehen. Nach dem jüngsten Rückschlag Anfang des Monats und der dann erfolgten Erholung tritt der Leitindex seit einigen Tagen nun schon mehr oder weniger auf der Stelle. 

An der New Yorker Wall Street dagegen schwang sich der Dow Jones Industrial -2,53% angesichts erfreulicher Quartalsberichte am Mittwoch zu einem neuen Rekordhoch auf. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Zur Wochenmitte hat es der US-Leitindex auf einen weiteren Höchststand geschafft. Mit 35.669 Punkten überwand der Dow Jones -2,53% am Mittwoch das bisherige Rekordhoch von Mitte August. Gut kamen bei den Anlegern die höher gesteckten Gewinnziele des Telekomriesen Verizon -0,95% und des Pharmakonzerns Abbott Laboratories -1,11% an. Damit könnte sich immer mehr ein guter Verlauf der Saison der Quartalsberichte abzeichnen. Zur Schlussglocke verzeichnete der Dow ein Plus von 0,4 Prozent auf 35.609 Zähler.

2. Vorgaben aus Asien 

Nach der jüngsten Kurserholung haben sich die Anleger an den Börsen Asiens am Donnerstag zurückgehalten. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, legte zuletzt um 0,4 Prozent zu. In Hongkong fiel der Hang Seng -2,60% aber um 0,3 Prozent. Unter Druck standen insbesondere die Aktien des kriselnden chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, nachdem ihr Handel nach längerer Pause wieder aufgenommen wurde. Der japanische Leitindex Nikkei-225 -4,81% sank um 1,7 Prozent.

3. Ölpreise wenig bewegt

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach einem kräftigen Preissprung am Vortag mit weiteren mehrjährigen Höchstständen kaum verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,59 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um neun Cent auf 83,33 Dollar.

In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl in der größten Volkswirtschaft der Welt laut offiziellen Regierungsdaten um 0,4 Millionen Barrel auf 426,5 Millionen Barrel gesunken. Der Markt wurde von der Entwicklung überrascht, weil zuvor der Interessenverband American Petroleum Institute (API) einen starken Zuwachs der Lagerbestände verzeichnet hatte.

4. Konjunkturdaten 

In den USA wird am Donnerstag um 14:30 Uhr der Philly-Fed-Herstellungsindex und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Die Umfrage ermöglicht einen Einblick in Branchentrends im Produktionssektor. In Japan werden zudem Zahlen zu den Maschinenwerkzeugaufträgen im September veröffentlicht. 

5. Unternehmensnews

In Europa nimmt die Bilanzsaison inzwischen ebenfalls Fahrt auf. SAP -0,88% etwa gab am Morgen Details zu seinen bereits veröffentlichten Quartalszahlen bekannt. So rechnet Europas größter Softwarehersteller weiter mit starkem Wachstum seiner Kernsoftware in der Cloud und informierte über positive Signale aus der in der Corona-Krise schwer gebeutelten US-Tochter Concur, die auf die Abrechnung von Reisekosten spezialisiert ist. Auf der Handelsplattform Tradegate zeigte sich das Papier im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag fast unverändert.

Die Darmstädter Software AG -1,84% steigerte im dritten Quartal den Umsatz mit den eigenen Produkten deutlich, während der operative Gewinn nahezu stabil blieb. Die wichtige Sparte Digital Business mit Software zur Integration von IT-Systemen legte um 10 Prozent zu. Weil aber - wie bereits bekannt - die Auftragseingänge in der Sparte nicht so stark ausgefallen waren wie geplant, hatte das Unternehmen zu Wochenbeginn seine Prognose für diesen Wachstumsbereich gesenkt, was die Aktie stark abrutschen ließ. Auf Tradegate ging es nun minimal nach oben.

Die Aktie von Amadeus Fire -2,44% dagegen stieg auf Tradegate deutlicher und dürfte zum Handelsstart wieder in Richtung Rekordhoch unterwegs sein. Erst am Vortag war es bis auf 193,40 Euro nach oben gegangen, bevor es zu Gewinnmitnahmen kam und die Aktie den Handel mit einem Abschlag von gut zwei Prozent auf 188 Euro beendete. Am Morgen legte der Personaldienstleister nach einer bereits im Sommer kräftig angehobenen Gewinnprognose die Latte erneut etwas höher.

Im Blick dürfte auch der Telekomausrüster Adva -4,72% stehen, der trotz gestiegener Kosten die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigte. Auch dieses Papier legte vorbörslich zu.

6. Neue Eingreiftruppe geplant 

Deutschland hat gemeinsam mit vier weiteren Staaten eine neue Initiative für den Aufbau einer schnellen militärischen Eingreiftruppe der EU gestartet. Das Konzept sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vor, die bereits existierenden EU-Battlegroups zu schlagkräftigen und kurzfristig einsetzbaren Krisenreaktionskräften weiterzuentwickeln. Dazu sollen auch Weltraum- und Cyberfähigkeiten sowie Spezialeinsatzkräfte und strategische Lufttransportkapazitäten bereitgestellt werden.

"Die jüngsten Ereignisse in Afghanistan haben erneut gezeigt, dass die EU in der Lage sein muss, (...) robust und zügig zu handeln", heißt es in dem von Deutschland, den Niederlanden, Portugal, Finnland und Slowenien verfassten Papier, das der dpa vorliegt. Dazu sei es notwendig, die Verfügbarkeit, Bereitschaft, Einsatzfähigkeit und Kompetenz der Streitkräfte zu verbessern und militärische Kooperationsformate unter den EU-Mitgliedstaaten besser zu nutzen.

7. Start der Koalitionsverhandlungen für Ampel-Bündnis

Fast einen Monat nach der Bundestagswahl in Deutschland beginnen SPD, Grüne und FDP an diesem Donnerstag ihre Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung. Auf dem Berliner Messegelände kommen zum Auftakt die Hauptverhandler, je sechs hochrangige Vertreter jeder Partei, mit den Leitern der Arbeitsgruppen zusammen. Insgesamt 22 Arbeitsgruppen mit Fachpolitikern sollen dann in den kommenden Wochen die Details eines Koalitionsvertrags aushandeln. SPD, Grüne und FDP streben an, noch vor Weihnachten eine gemeinsame Regierung zu bilden. Es wäre die erste sogenannte Ampel-Koalition auf Bundesebene.

Als Knackpunkte bei der Suche nach einem Programm für eine Ampel-Koalition gelten vor allem Unterschiede in der Steuer- und Finanzpolitik sowie der richtige Weg zum Klimaschutz. SPD, Grüne und FDP steuern damit auf schwierige Verhandlungen über die Finanzierbarkeit ihrer Vorhaben zu.

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am achten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 85,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 80,4 gelegen, vor einer Woche bei 67,0 (Vormonat: 68,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.077 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.382 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 72 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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