DAX®13.787,73-1,44%TecDAX®3.262,41-0,90%Dow Jones 3030.814,26-0,57%Nasdaq 10012.803,93-0,73%
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Diese 8 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am letzten Handelstag der ersten Dezemberwoche zunächst kaum Bewegung ab. Etwa eine halbe Stunde vor dem Xetra-Start wurde der DAX nur wenige Punkte tiefer gesehen bei 13.235 Punkten. Die Woche war erneut ein Ringkampf um die runde Marke von 13.300 Punkten mit bis dato leichten Verlusten.

Der DAX -1,44% und die im Index hoch gewichteten deutschen Exporteure leiden unter dem starken Euro, der am Donnerstagnachmittag einen weiteren Höchststand zum US-Dollar seit dem Frühjahr 2018 erreichte. Aktuell kann er die Gewinne größtenteils halten.

Auch ein altes Thema rückt wieder zunehmend in den Fokus: "Die Brexit-Gespräche stecken noch immer fest", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Es gibt zwar ein Licht am Ende des Tunnels. Um dieses Licht auch zu erreichen, müssen aber noch einige Mauern eingerissen werden."

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones Industrial -0,57% hat am Donnerstag einen neuen Angriff auf die 30.000 Punkte nicht durchgehalten. Die Marke blieb umkämpft, nach einem Sprint bis auf 30.110 Zähler und damit nahe an das bisherige Rekordhoch wurden die Anleger spät wieder eingeschüchtert. Am Ende verteidigte das Kursbarometer der Wall Street aber noch ein Plus von 0,3 Prozent auf 29.969 Punkte. Der Versuch, die 30.000 Punkte nachhaltig hinter sich zu lassen, war zuvor schon einige Male gescheitert.

Andere Indizes setzten im Tagesverlauf weitere Bestmarken, bevor auch sie im Späthandel den Schwung verloren. Der marktbreite S&P 500 -0,72% tauchte letztlich sogar knapp mit 0,1 Prozent ins Minus und endete bei 3.666 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,73% dagegen hielt sich mit 12.467 Zählern knapp über Wasser, er legte damit noch um 0,1 Prozent zu.

2. Handel in Fernost

In Asien treten die Aktienmärkte am Freitag auf der Stelle. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,85% ging mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 26.751 Punkten ins Wochenende. Trotz der Verluste zum Wochenausklang gewann der Nikkei 225 im Vergleich zum vergangenen Freitag 0,4 Prozent hinzu - damit legte der Index die fünfte Woche in Folge zu. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen lag zuletzt leicht im Plus und steuert damit auf ein Wochenplus von 1,7 Prozent zu.

3. Ölförderung wird nur leicht erhöht

Gestern hatten sich die 23 in der Opec+ verbündeten Länder auf eine Förderstrategie für das neue Jahr verständigt. Die Einigung sieht vor, dass ab Januar 500.000 Barrel Rohöl mehr je Tag fließen sollen. Monatlich soll das weitere Vorgehen geprüft werden. Damit weicht die Opec+ von einem früheren Beschluss ab, der eine Anhebung um knapp zwei Millionen Barrel je Tag vorsah.

Die Ölpreise reagieren heute mit Aufschlägen von etwa 1,5 Prozent auf die Einigung des Ölverbunds Opec+ vom Vortag. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 49,58 US-Dollar. Das waren 87 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 80 Cent auf 46,44 Dollar.

4. Konjunkturdaten

Die deutsche Industrie hat im Oktober einen deutlichen Auftragszuwachs erzielt. Gegenüber dem Vormonat gingen 2,9 Prozent mehr Bestellungen ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten einen etwa halb so starken Anstieg von im Schnitt 1,5 Prozent erwartet. Außerdem wurde der Zuwachs im Vormonat September nachträglich von 0,5 auf 1,1 Prozent angehoben.

Höhepunkt der Woche ist der US-Arbeitsmarktbericht um 14.30 Uhr deutscher Zeit. Zeitgleich erscheint auch die Handelsbilanz für Oktober. Um 16 Uhr steht der Auftragseingang für die US-Industrie zur Veröffentlichung an.

5. Analysten-Stimmen

Im vorbörslichen Handel gab es kaum nennenswerte Kursausschläge. Aktien von Munich Re -0,34% stiegen auf Tradegate leicht auf 242,25 Euro, nachdem die US-Investmentbank Jefferies das Kursziel auf 275 Euro erhöht hat.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Volkswagen +0,35%nach einer Fachkonferenz zum Thema Elektrifizierung in der Autobranche auf "Buy" mit einem Kursziel von 181 Euro belassen. Mit Blick auf 2021 seien die Autokonzerne vorsichtig optimistisch, schrieb Analyst George Galliers in einer aktuellen Branchenstudie. Das Thema Schadstoffreduzierung finde bei den Herstellern mehr Zustimmung als zuvor. Die Einstufung für Daimler -0,16% wurde auf "Buy" mit einem Kursziel von 64 Euro belassen. Und auch das Kursziel für BMW +0,01% wurde unverändert belassen bei 78 Euro.

Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Nordex -0,16% von 17 auf 23 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Eine bessere Bilanz werde es dem Hersteller von Windkraftanlagen ermöglichen, die strategischen Ziele für 2022 auch zu erreichen, schrieb Analyst Rajesh Singla.

6. Index-Änderungen

Die Ende September vom Industriekonzern Siemens -0,71% abgespaltene Siemens Energy -0,03% wird wie von Experten erwartet in Kürze in den MDAX -1,70% aufgenommen. Im DAX -1,44% bleibt hingegen alles beim Alten, wie aus einer am späten Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung des Indexanbieters Stoxx hervorgeht. Weichen muss dafür wie ebenfalls von vielen erwartet der Leasinganbieter Grenke -0,21%. Die Aareal Bank -0,50% konnte den Abstieg damit verhindern. Im SDAX -2,19% gibt es gleich sechs Wechsel (siehe hier). Die Umsetzung der Änderungen erfolgt zum 21. Dezember.

7. Schutzschirm für Warenverkehr wird verlängert

Bundesregierung und Kreditversicherer verlängern den Schutzschirm zur Sicherung des Warenverkehrs in der Corona-Krise bis Ende Juni 2021. Der Bund werde ab Januar weiterhin eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro übernehmen, teilten Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Mit dem Schutzschirm soll verhindert werden, dass deutsche Firmen in der Krise auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben und Lieferketten reißen. Die EU-Kommission muss der Verlängerung noch zustimmen.

8. Corona-Lage

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22.806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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