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Diese 8 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitagmorgen ein starker Handelsauftakt ab. Der DAX -4,15% dürfte dabei die Marke von 15.500 Punkten zurückerobern. Um diese kämpft er nun schon seit einer Woche mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex rund 0,2 Prozent höher bei 15.520 Punkten gesehen. 

Positive Signale kommen aktuell vom schwer angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Zudem stützt die weiter insgesamt gute Stimmung an den US-Börsen, wo am Vortag nun der marktbreite S&P 500 -2,77% auf ein Rekordhoch kletterte. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Nach dem Rekordhoch des Dow Jones Industrial -2,53% ist dem wichtigsten US-Börsenbarometer am Donnerstag etwas die Luft ausgegangen. Auf die Stimmung drückten enttäuschende Quartalszahlen des Technologieriesen IBM +0,20%, die den Aktienkurs absacken ließen. Der Dow schloss 0,02 Prozent niedriger auf 35.603 Punkten. Am Vortag hatte der Index noch den bisherigen Höchststand von Mitte August hinter sich gelassen.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben zum Wochenausklang freundlich tendiert. Die Aussicht auf eine Lösung rund um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande bei einer fälligen Zinszahlung stützte. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, legte zuletzt um 0,9 Prozent zu. In Hongkong gewann der Hang Seng -2,60% 0,4 Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei-225 -4,81% stieg um 0,4 Prozent.

3. Ölpreise geben nach 

Die Ölpreise sind am Freitag gesunken und haben damit die Verluste vom Vortag fortgesetzt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,96 US-Dollar. Das waren 65 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 48 Cent auf 82,02 Dollar. Die Preise bleiben aber auf einem hohen Niveau.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag stehen neue Einkaufsmanagerindex-Daten für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für den laufenden Monat in Japan, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA auf dem Programm. Zudem stellt sich US-Präsident Biden bei einer Town-Hall-Veranstaltung des Senders CNN Fragen von US-Bürgern. 

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten dürften aus dem DAX vor allem die Aktien von RWE -0,39% und Deutscher Post im Blick stehen. Die RWE-Papiere dürften ihren seit etwa Mitte Oktober eingeschlagenen Erholungskurs fortsetzen. Die britische Großbank HSBC hat neutrales Anlageurteil für die Aktie aufgegeben und ist nun positiv gestimmt für die weitere Geschäfts- und damit auch Kursentwicklung des Versorgers. Auf der Handelsplattform Tradegate ging es für das Papier vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vorabend nach oben.

Die Deutsche Post DHL -0,28% rechnet Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft zwar nicht mit großen Sprüngen bei den Paketmengen, erwartet aber dennoch ein sehr starkes Geschäft. Nachdem es im vierten Quartal 2020 ein außergewöhnlich starkes Plus bei den Sendungen von fast einem Viertel gegeben habe, dürfte das hohe Vorjahresniveau nun gehalten und möglicherweise leicht übertroffen werden, sagte der für Post und Paket Deutschland zuständige Vorstand Tobias Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Auf Tradegate reagierte die Aktie Gelb leicht positiv.

Die Aktien von Siltronic -0,56% werden ebenfalls im Blick stehen, denn die Übernahme des Waferherstellers durch den taiwanesischen Chip-Zulieferer Globalwafers verzögert sich. Aufgrund sich hinziehender Gespräche über regulatorische Freigaben erfolgt der Vollzug des Zusammenschlusses mit Globalwafers laut Siltronic voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr. Die Verhandlungen mit den Behörden über die Konditionen der noch ausstehenden Freigaben liefen noch. Auf Tradegate ging es für das SDAX -2,65%-Unternehmen daher nun deutlich abwärts.

Dass die Privatbank Berenberg ihr neutrales Urteil zu Encavis ±0,00% aufgab und den Kauf empfiehlt, brachte dieser SDAX-Aktie dagegen ein vorbörsliches Plus auf Tradegate. Nach einem trüben Geschäftsverlauf 2021 und einem deutlichen Kursrückgang um fast ein Fünftel sein nun ein besseres Jahr zu erwarten, schrieb Analyst Igor Kim über den Solar- und Windparkbetreiber. Die Bedenken am Markt hinsichtlich der Rentabilität der Projekte seien übertrieben.

6. Evergrande zahlt Zinsen rechtzeitig

Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande verschafft sich laut Insidern mit der Zahlung fälliger Zinsen für eine Anleihe etwas Luft. Wie die Finanzagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, wird Evergrande die 83,5 Millionen Dollar vor dem Verstreichen einer Frist am Samstag zahlen. Eigentlich war das Geld am 23. September fällig, jedoch galt eine Nachfrist von 30 Tagen. Hätte Evergrande das Geld nicht rechtzeitig aufbringen können, wäre ein formeller Zahlungsausfall die Folge gewesen.

Evergrande gilt als das weltweit am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen. Es muss dringend Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihengläubiger fristgerecht bezahlen zu können. Der Konzern ist so groß, dass einige Experten eine "Ansteckungsgefahr" für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.

7. Koalitionsverhandlungen starten in Berlin 

- Knapp vier Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus starten SPD, Grüne und Linke mit Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt am Freitag (10.00 Uhr) kommt eine sogenannte Dach-Gruppe zusammen, die aus Spitzenpolitikern aller drei Parteien besteht. Sie trifft im Verlauf der kommenden Wochen alle Entscheidungen darüber, was Eingang findet in den Koalitionsvertrag. Bis Ende November soll das Regierungsprogramm für die kommenden fünf Jahre fertig sein.

Die Vorschläge dazu werden von 16 Arbeitsgruppen erarbeitet, die bestimmte Themenbereiche abdecken und am Freitag eingesetzt werden. Zu den wichtigsten Gruppen zählen diejenigen für Haushalt und Finanzen, für Stadtentwicklung, Bauen, Mieten, für Mobilität und für Wirtschaft. Die Parteien entsenden jeweils fünf bis acht Vertreter in die Arbeitsgruppen.

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit rasch an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 95,1 an. Er hat damit erstmals seit Mitte Mai die 90 überschritten. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 85,6 gelegen, vor einer Woche bei 68,7 (Vormonat: 65,0).

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 116 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 65 Todesfälle gewesen (Mit Material von dpa-AFX).

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