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Diese 8 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich vor dem Wochenende das Wechselspiel aus Rückschlag und Erholung fortsetzen. Der DAX +0,75% wurde am Morgen leicht im Plus bei 15.368 Punkte gesehen. Auf Wochensicht zeichnet sich damit ein Plus von 0,7 Prozent für den DAX ab, der vor einer Woche infolge erster Nachrichten zur neuen Coronavirus-Variante Omikron unter die Marke von 15.500 Punkten abgerutscht war – seitdem bewegt er sich zwischen 15.000 und 15.500 Punkten. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 +0,59% wird am Freitag ähnlich erholt erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:


1. Vorgaben aus den USA 

Die US-Börsen haben am Donnerstag einen neuen Erholungsversuch gewagt. Auf die kräftigen Verluste der vergangenen zwei Handelstage folgten deutliche Gewinne. Der schwankungsreiche Handel setzt sich damit fort. Der Dow Jones Industrial -0,19% stieg um 1,8 Prozent auf 34.639 Punkte und machte so zumindest sein Vortagesminus mehr als wett. Am Mittwoch war das US-Börsenbarometer auf ein Achtwochentief gesackt und hatte sich damit um sieben Prozent von seinem Rekordhoch Anfang November entfernt.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben sich am Freitag überwiegend etwas von ihren jüngsten Kursverlusten erholt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss ein Prozent fester. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland umfasst, gewann zuletzt 0,8 Prozent, während der Hang-Seng-Index -1,80% in der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,3 Prozent nachgab. Die von der neuen Corona-Variante Omikron ausgehende Unsicherheit bleibt weiter hoch.

3. Ölpreise weiter im Aufwind 

Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,80 US-Dollar. Das waren 1,13 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,15 Dollar auf 67,65 Dollar.

In den ersten Handelstagen im Dezember zeigten sich am Ölmarkt starke Preisschwankungen im Zusammenhang mit einem Treffen des Ölverbunds Opec+. Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz von Ölstaaten hat zwar beschlossen, trotz globaler Sorgen um die neue Variante des Coronavirus Omikron an ihrer geplanten Produktionserhöhung festzuhalten. Die Minister der Opec+ versicherten aber, dass sie die globale Corona-Entwicklung genau im Blick behalten "und falls nötig schnelle Anpassungen vornehmen werden".

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag wird der Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA veröffentlicht. In den USA werden zudem Zahlen zum Auftragseingang der Industrie im vergangenen Monat sowie dem Auftragseingang für langlebige Güter präsentiert. 

5. Unternehmensnews

Am hiesigen Markt steht die Allianz +0,27% mit dem Kapitalmarkttag im Fokus. Der Versicherer hatte am Vorabend eine jährliche Dividendensteigerung von mindestens fünf Prozent in Aussicht gestellt. Nach einer Ausschüttung von 9,60 Euro je Aktie in den letzten beiden Jahren dürfen sich die Anteilseigner also auf mindestens 10,08 Euro freuen. Genau darauf habe der Markt gehofft, kommentierte ein Börsianer das vorbörsliche Kursplus von gut anderthalb Prozent auf der Handelsplattform Tradegate.

Derweil gibt sich der Kupferkonzern Aurubis +2,12% nach einem Gewinnsprung im vergangenen Geschäftsjahr auch für die Zukunft optimistisch. Wie er bei der Vorlage ausführlicher Jahreszahlen mitteilte, will er im laufenden Geschäftsjahr ein operatives Vorsteuerergebnis zwischen 320 und 380 Millionen Euro erzielen - der Analystenkonsens liegt am unteren Ende der Spanne. Auch der angehobene Dividendenvorschlag liegt über den Erwartungen. Die Aktien stiegen vorbörslich um rund drei Prozent.

Der Windturbinenhersteller Nordex -1,40% konnte bei den Anlegern mit einem Auftrag aus den USA punkten, wie das vorbörsliche Kursplus von fast zweieinhalb Prozent zeigte. Er liefert für einen Windpark Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 300 Megawatt.

6. US-Kongress verhindert Shutdown um Haaresbreite 

Der US-Kongress hat einen befürchteten "Shutdown" der Regierung ein weiteres Mal kurz vor Fristablauf abgewendet. Repräsentantenhaus und Senat billigten am Donnerstagabend (Ortszeit) eine Übergangsregelung, die einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte verhindert. Damit ist die Finanzierung des Staatsapparats bis zum 18. Februar sichergestellt. Zunächst hatten sich einige republikanische Senatoren gegen eine schnelle Abstimmung gesperrt. Hintergrund war ein Streit über Impfvorschriften im Kampf gegen Corona. Mit der Abwendung des "Shutdowns" ist eine Krise allerdings nur vorerst abgewendet - ein weitaus größeres Problem wartet schon auf die Parlamentarier.

Der aktuelle Übergangshaushalt läuft an diesem Freitag um Mitternacht aus. Bis dahin musste der Kongress eine Haushaltsregelung beschließen, sonst wäre es zu einem "Shutdown" gekommen. Das Haushaltsjahr war eigentlich bereits Ende September zu Ende gegangen. Der Kongress hatte damals in letzter Minute einen Übergangshaushalt bis zum 3. Dezember beschlossen. Die erneute Übergangslösung, für die der Kongress nun stimmte, sieht vor, dass die Regierung auf dem derzeitigen Ausgabenniveau bis Mitte Februar weiterarbeiten kann. Hinzu kommen noch mehrere Milliarden US-Dollar für Evakuierte aus Afghanistan. Nun muss Präsident Joe Biden das Gesetz noch unterschreiben.

6. Mittelstandsverband befürwortet 2G-Regel am Arbeitsplatz 

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine 2G-Regel in Betrieben gefordert. "Das ist leichter zu kontrollieren und kostengünstiger als die 3G-Regel", sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur. "Es würde bedeuten, dass nur wer geimpft oder genesen ist, seinen Arbeitsplatz betreten darf." Vor mehr als einer Woche war die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft getreten: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten nur Zugang zu Betrieben gewähren, wenn diese geimpft, genesen oder getestet sind.

Jerger sagte, Bund und Ländern hätten mit ihren Beschlüssen am Donnerstag angemessen auf die dramatische Corona-Lage reagiert. "Die Politik hat geliefert." Dazu gehöre die Ausweitung der 2G-Regelung auf den Einzelhandel. Allerdings müsse nun Unternehmen, zum Beispiel in Hotellerie und Gastgewerbe, die bereits einem regionalen Lockdown unterliegen, unbürokratisch und schnell geholfen werden.

7. FDP-Vize verteidigt Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. Zentrale Maßnahme sei es nun, sich aus der vierten Welle "rauszuboostern", sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir haben keinen allgemeinen Lockdown, es werden keine Geschäfte geschlossen, es gibt auch keine Ausgangssperren." Deshalb müsse es "Entschlossenheit an anderer Stelle geben, bei Kontaktbeschränkungen beispielsweise".

Bund und Länder hatten am Donnerstag Maßnahmen vorgestellt, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Dazu zählen erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Ihnen wird im Weihnachtsgeschäft auch der Zutritt zu den meisten Geschäften verwehrt. Vogel sprach sich für weitere staatliche Hilfen an Betriebe aus, die unter der Pandemie leiden. "Wenn der Staat aus guten gesundheitspolitischen Motiven und Notwendigkeiten Geschäfte erschwert oder einschränkt, ist es unsere Aufgabe als Solidargemeinschaft, da auch einzuspringen. Anders wäre es doch gar nicht fair."

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.00 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76.414 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 390 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 357 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX).

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