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Diese 8 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der gestern Nachmittag schon spürbare nachlassende Aufschwung am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Mittwoch fort. Nach der zeitweisen Rückkehr über die Marke von 13.000 DAX-Punkten am Vortag treten die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder den Rückzug an. Kurz vorm Xetra-Handelsstart wurde der Leitindex etwa 0,2 Prozent niedriger gesehen bei nun 12.913 Punkten.

Am Dienstag konnte der DAX +1,71% die runde Marke nicht behaupten. Negative Impulse kommen nun vor allem von der Wall Street, wo dem Dow Jones Industrial +0,52% auf dem Weg zu alten Rekordständen über der 28.000-Punkte-Marke spät die Luft ausging.

Folgende Themen könnten heute noch Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Nach einem weiteren starken Lauf an der New Yorker Wall Street haben Anleger am Dienstag im späten Geschäft doch noch Gewinne mitgenommen. Allem Anschein nach könnte es noch bis September dauern, bis das nächste Corona-Hilfspaket fertig geschnürt ist. Eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten ist nach wie vor nicht in Sicht und die ausweglose Situation könnte noch einige Wochen andauern, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die wichtigsten Akteure hätten seit Freitag nicht mehr miteinander gesprochen und neue Ideen für einen Kompromiss seien nicht in Sicht, hieß es. Der Dow Jones Industrial +0,52% schloss nach zuvor freundlichem Verlauf letztlich 0,4 Prozent schwächer auf 27.686 Punkten.

Demokrat Biden geht mit Kamal Harris in US-Wahlkampf

Mit Kamala Harris könnte erstmals eine schwarze Frau Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Der designierte Trump-Herausforderer der US-Demokraten, Joe Biden, verkündete die Senatorin aus Kalifornien als seinen "Running Mate" (Vizepräsidentschaftskandidatin) für die US-Präsidentschaftswahlen im November. Der erste gemeinsame Auftritt der beiden soll schon am Mittwochnachmittag deutscher Zeit in Wilmington (Delaware) folgen.

Handel in Fernost

Die Börsen Asiens haben am Mittwoch überwiegend schwächer tendiert. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen sank zuletzt um 2,42 Prozent. Der Hang Seng +0,19% in Hongkong büßte 0,45 Prozent ein. In Japan legte der Leitindex Nikkei 225 +1,45% hingegen um 0,4 Prozent zu und schloss bei 22.844 Punkten.

Konjunkturdaten

Um 11 Uhr erscheinen die Daten zur Industrieproduktion der Euro-Zone. Am Ölmarkt richtet sich das Interesse auf den OPEC-Monatsbericht (13 Uhr). Aus den USA wird um 14.30 Uhr der Verbraucherpreisindex erwartet. Der wöchentliche Ölbericht ist für 16.30 Uhr angesetzt.

Quartalszahlen

Zur Wochenmitte stehen wieder diverse Quartalsberichte auf der Agenda, darunter jener von E.on +1,18% aus dem DAX und zahlreicher Unternehmen aus MDAX +1,44% und SDAX +1,22%.

Der Energiekonzern Eon senkte wegen der Covid-19-Pandemie die Prognose. Doch die Aktien von Eon +1,18% zeigen vorbörslich keine klare Tendenz. Auf der Handelsplattform Tradegate bewegten sich die Papiere des Energiekonzerns am Morgen in etwa auf Vortagsniveau.

Der IT-Dienstleister Bechtle +0,77% schnitt im zweiten Quartal trotz Corona-Krise besser als erwartet ab. Die Aktien stiegen auf Tradegate um 0,4 Prozent.

Bergab mit vorbörsllich fast vier Prozent ging es für Evotec +5,81%. Der Wirkstoffforscher erhöht die Ausgaben für die Forschung. Zudem sorgte die Corona-Krise für leichte Verzögerungen bei Meilensteinzahlungen und Vertragsabschlüssen.

Ihre Quartalszahlen präsentieren heute unter anderem noch folgende Unternehmen: ABN Amro, Ado Properties, Cisco Systems, Curasan, Deutsche Pfandbriefbank, Gea Group, JustEat Takeaway, Leoni, Salzgitter, Singulus, Sixt Leasing und Tencent.

Unternehmens-News

Der US-Kabelkonzern Liberty Global will Sunrise ±0,000% aus der Schweiz übernehmen. Der deutsche Mobilfunkanbieter Freenet +0,98% wolle dabei seinen Sunrise-Anteil in Höhe von 24 Prozent komplett andienen, hieß es. Freenet gewannen vorbörslich auf Tradegate neun Prozent.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Siemens Gamesa +1,91% vor dem Kapitalmarkttag des Herstellers von Windkraftanlagen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit wiederholt enttäuscht habe, ergebe sich nun die Gelegenheit, Glaubwürdigkeit wiederherzustellen, schrieb Analyst Akash Gupta in einer aktuellen Studie. Trotz des zuletzt deutlichen Kursanstiegs hätten die Aktien angesichts starker Wachstumsperspektiven im Geschäft mit Anlagen auf See noch Aufwärtspotenzial.

Corona-Pandemie

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1.226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. "Das ist ohne Zweifel besorgniserregend", sagte der CDU-Politiker heute im Deutschlandfunk.

"Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten." Es gelte, "sehr, sehr wachsam" zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Gestern hatte Russland bekannt gegeben, einen Impfstoff gegen Covid-19 zugelassen zu haben. Erste Länder haben bereits Interesse an "Sputnik V" bekundet. Der brasilianische Bundesstaat Paraná kündigte an, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den Impfstoff selbst zu produzieren. Der Vertrag dazu solle an diesem Mittwoch unterschrieben werden, sagte Jorge Callado, Präsident des federführenden Technologie-Instituts Tecpar in Curitiba, im brasilianischen Fernsehen.

Goldpreis fällt

Der Goldpreis hat seine jüngste Rekordjagd vorerst beendet und ist gestern wieder unter die Marke von 2.000 US-Dollar gefallen. Am Mittwoch wurde eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse in London zeitweise sogar nur noch für 1.870 Dollar gehandelt. Damit ist der Goldpreis bereits den vierten Handelstag in Folge gefallen, nachdem er in der Nacht zum vergangenen Freitag ein Rekordhoch bei 2.075 Dollar erreicht hatte.

Rohstoffexperten hatten mit einem Preisdämpfer gerechnet und den Goldmarkt zuletzt übereinstimmend als "überkauft" bezeichnet. Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen sei eine "kurzfristige Korrektur nicht überraschend", hieß es in einer Einschätzung der Dekabank. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und umfangreicher Maßnahmen von Notenbanken und Regierungen rechnen viele Experten in den kommenden Monaten allerdings mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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