DAX®13.787,73-1,44%TecDAX®3.262,41-0,90%Dow Jones 3030.814,26-0,57%Nasdaq 10012.803,93-0,73%
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Diese 8 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Neue Rekorde gab es gestern an der Wall Street zu feiern. Doch der DAX -1,44% dürfte trotzdem am Mittwoch nur leicht positiver starten. Etwa eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn wurde der deutsche Leitindex bei 13.318 Punkten gesehen und damit 0,2 Prozent höher. 

Die Charthürde um 13.300 Punkten steht einem weiteren Vorstoß in Richtung Zwischenhoch vom Sommer bei 13.460 Punkten und Rekordhoch vom Februar bei 13.795 Punkten noch im Weg.

"Was der Dow geschafft hat, bleibt dem DAX einmal mehr verwehrt", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Auch in der aktuellen Rally sind alle Versuche des Dax, sein Allzeithoch aus dem Februar anzugreifen, bislang gescheitert." Inzwischen werde die Skepsis am Aktienmarkt größer, Gewinnmitnahme-Tendenzen nähmen zu, so Altmann. "Die Bewertungen sind mittlerweile alles andere als billig, und immer weniger Anleger sind bereit, diese Bewertungen zu bezahlen."

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Rekordlaune an der Wall Street. Dank der wachsenden Einsicht von Donald Trump in seine Wahlniederlage hat der Dow Jones Industrial -0,57% am Dienstag erstmals die 30.000-Punkte-Marke übersprungen. Im Handelsverlauf stieg der bekannteste amerikanische Aktienindex sogar bis über 30.100 Punkte. Zur Schlussglocke stand noch ein Plus von 1,5 Prozent auf 30.046 Zähler zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 -0,72% gewann letztlich 1,6 Prozent auf 3.635 Punkte und näherte sich damit seiner bisherigen, erst knapp zwei Wochen alten Bestmarke von 3.645 Punkten. Der vortags schwächelnde Technologiewerte-Index Nasdaq 100 -0,73% schaffte einen Kurszuwachs von 1,5 Prozent auf 12.079 Punkte.

Handel in Fernost

Die Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -1,85% stieg um ein halbes Prozent auf
26.296 Punkte. Auf diesem Niveau lag der Index zuletzt im Frühjahr 1991. An den chinesischen Festlandbörsen gaben die Kurse hingegen nach. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Shanghai und Shenzhen fiel um 1,3 Prozent auf 4.910 Punkte. In Hongkong notierte der Hang Seng +0,43% Index mit 0,2 Prozent im Plus bei 26.640 Zählern.

Konjunkturdaten

Die Blicke der Investoren sind heute nur in Richtung Wall Street gerichtet. Um 14.30 Uhr laufen der Auftragseingang langlebiger Güter, die BIP-Daten für das dritte Quartal, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, der Personal Consumption Expenditures Preisindex (PCE), über die Ticker.

Weiter geht es um 16 Uhr mit den privaten Einkommen, den Konsumausgaben sowie dem Uni Michigan Verbrauchervertrauen. Die wöchentlichen Rohöllagerbestände sind für 16.30 Uhr angesetzt. Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung von Anfang November folgt um 20 Uhr.

Nachfrage nach Nutzfahrzeugen

Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa ist im Oktober etwas zurückgegangen. In der Europäischen Union (EU) gaben die Neuzulassungen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent nach, wie der zuständige Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Im September hatten die Neuzulassungen zum ersten Mal im Corona-Jahr mit plus 13,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum kräftig zugelegt.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe

Auf dem Bau hat sich der Aufwärtstrend im September fortgesetzt. Das Bauhauptgewerbe verzeichnete 3,6 Prozent mehr Aufträge als im August des laufenden Jahres, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Zum Vorjahresmonat betrug das preisbereinigte Auftragsplus nach Angaben der Wiesbadener Behörde 0,5 Prozent.

Dank des Baubooms und der großen Nachfrage nach Wohnungen vor allem in Städten ist die Bauindustrie als eine der wenigen Branchen bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe summierte sich nach Angaben der Statistiker im September 2020 auf rund 7,6 Milliarden Euro. Das waren nominal 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten dürften am Mittwoch die Aktien von Aroundtown -0,10% im Anlegerfokus stehen. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist sieht sich auf Kurs zu seinen im Sommer ausgerufenen Jahreszielen. Die Aroundtown-Aktien kletterten im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss zuletzt um 0,3 Prozent nach oben.

Analysten-Stimmen

Die Papiere der Deutschen Telekom -0,27% gewannen auf Tradegate 0,7 Prozent. Zuvor hatte die Schweizer Bank Credit Suisse die T-Aktie auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel auf 20 Euro angehoben. Analyst Jakob Bluestone zeigte sich optimistischer für das Geschäft in den USA. Aber auch die übrigen Aktivitäten hätten das Potenzial für höhere Bewertungen.

Die Anteilsscheine von MTU +0,09% stiegen auf Tradegate um 1,8 Prozent, nachdem die Privatbank Berenberg die Papiere des Triebwerkherstellers auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel auf 230 Euro angehoben hatte. Analyst Andrew Gollan verwies auf das starke Portfolio und die gute strategische Aufstellung bei einer Erholung der Luftfahrtbranche.

Gleich mehrere Kurszielanhebungen sorgten auch bei der Aktie vom Weltmarktführer für Industriegase Linde +0,05% am Morgen für Kursaufschläge.

Die Titel von Thyssenkrupp -0,17% reagierten auf Tradegate mit einem Plus von 3,3 Prozent auf eine positive Analystenstudie. Die Experten der Deutschen Bank hatten für die Aktien des Industriekonzerns eine Kaufempfehlung ausgesprochen und das Kursziel auf 8 Euro erhöht.

Corona-Lage

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am gestern ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwoch bei 18.633. Das waren gut 1.000 Fälle mehr als vor einer Woche.

Ab 14 Uhr beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Weitere Wochen des Teil-Lockdowns stehen wohl bevor - allerdings mit Lockerungen über Weihnachten. Davor werden Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen sogar nochmals verschärft, um das Infektionsrisiko während der Feiertage so weit wie möglich zu senken. Ob Lockerungen auch an Silvester gelten, ist aber noch fraglich. Unklar ist auch, ob Restaurants und Hotels über die Feiertage und über den Jahreswechsel wieder öffnen dürfen. Was geplant ist, lesen Sie hier. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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