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Diese 8 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Neue Rekorde im S&P 500 und den Nasdaq-Indizes lassen den deutschen Aktienmarkt am Mittwochmorgen zunächst kalt. Knapp 30 Minuten vor dem Xetra-Start wurde der Leitindex DAX etwa 0,1 Prozent tiefer gesehen bei 13.366 Punkte. Nach dem mit plus 15 Prozent sehr starken November begann am Dienstag auch der Dezember freundlich.

Nun gilt es für den DAX -1,44%, mit einem Anstieg über das Zwischenhoch von Anfang September bei 13.460 Punkten die Tür in Richtung Rekordhoch vom Februar bei 13.795 Punkten zu öffnen. Die größte Bremse für den DAX im Vergleich zur schon viel weiteren Wall Street sieht der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners im Euro.

Die größte Bremse für den DAX im Vergleich zur weit voraus eilenden Wall Street sieht der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners im Euro. "Der starke Euro und der gleichzeitig schwache Dollar helfen den Gewinnen der US-Unternehmen und schaden den Gewinnen der Firmen aus der Eurozone. Der starke Euro macht Exporte aus der Eurozone in den USA teurer und damit weniger attraktiv." Gerade für die im Dax hoch gewichteten deutschen Exporteure sei das ein großes Problem. Der Euro ist im Vergleich zum Dollar aktuell so stark wie seit Frühjahr 2018 nicht mehr.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Konjunkturhoffnung und weitere positive Impfstoffnachrichten haben dem Dow Jones Industrial -0,57% am Dienstag einen positiven Start in den Dezember beschert. Anfangs schaffte es der Leitindex sogar wieder über die erst in der Vorwoche erreichten 30.000 Punkte, dieses Niveau konnte er aber nicht verteidigen. Am Ende reichte es noch für ein Plus von 0,63 Prozent auf 29 823,92 Punkte.

Andere wichtige Indizes schlugen sich am Dienstag deutlich besser, bei ihnen reichte es im Verlauf sogar für Bestmarken. Der marktbreite S&P 500 -0,72% stieg letztlich um 1,1 Prozent auf 3.662 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 -0,73% um 1,5 Prozent auf 12.455 Zähler vorrückte.

2. Weitere US-Corona-Hilfen

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise hat der gewählte US-Präsident Joe Biden den Kongress aufgerufen, sich auf ein weiteres Hilfspaket zu einigen. Es müsse robust sein und den dringenden Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen, sagte Biden am Dienstag in seinem Heimatort Wilmington, wo er sein Wirtschafts- und Finanzteam vorstellte. Die designierte Finanzministerin Janet Yellen warnte, dass Untätigkeit zu einem "sich selbst verstärkenden Abschwung" führen würde. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den USA bezeichnete sie als "amerikanische Tragödie".

3. Handel in Fernost

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch kaum bewegt. In Japan beendete der Leitindex Nikkei 225 -1,85% den Handel mit einem Plus von 0,05 Prozent auf 26.801 Punkte, während der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Shanghai und Shenzhen, zuletzt leicht zulegte. Auch an den anderen Märkten war es größtenteils ruhig, lediglich in Südkorea zogen die Kurse deutlich an.

4. Konjunkturdaten

Zur Wochenmitte liefen um 8 Uhr bereits die Einzelhandelsumsätze aus Deutschland für Oktober über die Ticker. Die Umsätze wurden demnach deutlich gesteigert. Die Erlöse lagen real (preisbereinigt) 2,6 Prozent höher als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um 8,2 Prozent. Die Erwartungen von Analysten wurden jeweils übertroffen. Das Niveau vor der Corona-Krise im Februar wurde um 5,9 Prozent überboten.

Die Arbeitslosenquote für die Eurozone wird um 11 Uhr vorgelegt. Spannender dürften die ADP-Beschäftigtendaten aus den USA um 14.15 Uhr deutscher Zeit werden, die eine erste Tendenz für den Arbeitsmarktbericht am Freitag liefern. Um 16.30 Uhr stehen die wöchentlichen Rohöllagerbestände an. Der Konjunkturbericht Beige Book erscheint um 20 Uhr.

5. Unternehmens-News

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate bewegten einige Analystenkommentare die Kurse. Papiere der Deutsche Wohnen -0,96% stiegen um knapp ein Prozent und die des Rückversicherers Hannover Rück -0,44% um zwei Prozent. Die Investmentbank Morgan Stanley hat bei beiden Titeln zum Kauf geraten. Eine Kaufempfehlung der Bank HSBC ließ den Kurs des Stapler-Herstellers Kion -5,53% um mehr als ein Prozent zulegen.

Unter den kleineren Werten im SDAX -2,19% verloren Nordex -0,16% über vier Prozent. Der Hersteller von Windkraftanlagen hat knapp elf Millionen neue Aktien ausgegeben und damit 200 Millionen Euro eingenommen. Nordex will mit dem Geld das Wachstum ankurbeln und die Bilanz stärken.

Schlechtere Geschäfte mit Klebstoffen, Glas und Strahlern haben dem UV-Spezialisten Dr. Hönle -4,52% im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 schwer zu schaffen gemacht. Das Betriebsergebnis sei im Vorjahresvergleich um knapp 54,3 Prozent auf 8,1 Millionen Euro abgesackt, teilte das im SDAX notierte Unternehmen am Morgen mit.

6. Corona-Impfstoff für Großbritannien genehmigt

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Unternehmens BioNTech +0,45% und seines US-Partners Pfizer -0,39% eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff BNT162b2 erteilt. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Impfstoff als die EU und die USA. Zudem ist es die erste Zulassung für BNT162b2 weltweit. Die ersten Lieferungen sollen schon in wenigen Tagen im Vereinigten Königreich eintreffen, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit.

7. Brexit-Pakt?

Einen Monat vor dem Ende der Brexit-Übergangsphase hält der irische Premier Micheál Martin eine Einigung auf einen Handelspakt bis Ende der Woche für möglich. Das "Endspiel" zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sei nun erreicht, sagte Martin der Irish Times. Er sei "hoffnungsvoll", dass man sich auf einen Deal einige. Martin hatte am Freitagabend mit dem britischen Premier Boris Johnson telefoniert.

8. Corona-Lage

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1.400 weniger als in der Vorwoche. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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