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Diese 8 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beruhigende Worte des US-Notenbankchefs Jerome Powell in Sachen Inflation könnten den Kursen am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch noch etwas Anschub geben. Sorgen um eine stark steigende Inflation in den USA hatten die Börsen zuletzt gebremst. 

Nach Aussage von Powell dürfte die Teuerung aber vorübergehender Natur sein. Sobald sich Engpässe auf der Angebotsseite abschwächten, werde die Inflation wieder zurückgehen. Damit bekräftigte er seine Einschätzung, beruhigte die zuletzt ein wenig nervösen Investoren aber weiter.

Allerdings halten sich die vorbörslichen Avancen nach oben in Grenzen: Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn wurde der DAX +0,88% nur 0,04 Prozent höher bei 15.672 Punkten gesehen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen: 

1. Vorgaben aus den USA 

Die Wall Street ist am Dienstag auf Erholungskurs geblieben. Insbesondere die beiden wichtigsten Tech-Indizes Nasdaq 100 <US6311011026A> sowie Nasdaq Composite +0,13% legten weiter zu und erreichten jeweils Rekordhochs. Die Standardwerte hingegen präsentierten sich etwas weniger dynamisch. So schwankte der Dow Jones Industrial -0,92% um seinen Schlusskurs vom Vortag und ging 0,2 Prozent höher bei 33.945 Punkten aus dem Handel. Der US-Leitindex hatte sich bereits am Montag ein gutes Stück von seiner verlustreichen Vorwoche erholt.

2. Vorgaben aus Asien 

Auch in Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Mittwoch die Erholung fortgesetzt. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, gewann 0,8 Prozent und der Hang Seng +0,92% in Hongkong legte um 1,5 Prozent zu. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,54% trat nach den deutlichen Kursgewinnen vom Vortag praktisch auf der Stelle.

3. Ölpreise klettern weiter 

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 75,23 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass WTI stieg um 31 Cent auf 73,16 Dollar. Die Ölpreise bewegen sich damit weiter in der Nähe ihrer mehrjährigen Höchststände.

Leichten Auftrieb erhielten die Preise zuletzt durch neue Vorratsdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) meldete am Dienstagabend einen neuerlichen Rückgang der landesweiten Rohölbestände, der zudem deutlich ausfiel. Am Nachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium die wöchentlichen Bestandsdaten, die am Markt noch stärker beobachtet werden als die API-Zahlen. 

4. Konjunkturdaten 

Zur Wochenmitte präsentieren Japan, Frankreich, Deutschland, Europa, Großbritannien und die USA den Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes im Juni. Zudem legen die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Leistungsbilanz für das erste Quartal 2021 und den wöchentlichen EIA-Ölbericht vor. 

5. Unternehmensnews

Untern den Einzelwerten dürften zur Wochenmitte die Papiere der Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen -0,19% und Vonovia +0,80% im Fokus stehen. Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia beginnt am Mittwoch mit der geplanten Übernahme der Deutsche Wohnen. Die Aktionäre des Konkurrenten haben bis zum 21. Juli um Mitternacht Zeit, die Offerte anzunehmen, wie Vonovia am Mittwoch in Bochum mitteilte. Vonovia hatte sich Ende Mai mit der Deutsche Wohnen auf die Übernahme geeinigt. Der Konzern bietet den Aktionären der Deutsche Wohnen pro Aktie 52 Euro in bar.

Bei der Meme-Aktie des US-Videospielehändlers GameStop -3,74% dürfte die Kursentwicklung nach der Durchführung einer Kapitalerhöhung weiter volatil bleiben. Das Unternehmen verkaufte in den vergangenen Wochen fünf Millionen Anteilsscheine für insgesamt knapp 1,13 Milliarden Dollar (946 Mio Euro). Das Geld soll für "Wachstumsinitiativen" und zur Stärkung der Bilanz verwendet werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

6. Fed-Chef Powell weiter zuversichtlich 

Nach Aussage von Powell dürfte die Teuerung aber vorübergehender Natur sein. Sobald sich Engpässe auf der Angebotsseite abschwächten, werde die Inflation wieder zurückgehen. Damit bekräftigte er seine Einschätzung, beruhigte die zuletzt ein wenig nervösen Investoren aber weiter. 

Fed-Chef Powell habe "die Trommel einer nur vorübergehenden Inflation geschlagen" und damit die Erwartung steigender Zinsen gedämpft, schrieb Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda. Powell hatte sich am Dienstagabend mitteleuropäischer Zeit vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses zur Corona-Politik der Fed geäußert. Das Manuskript seiner Rede war allerdings schon vorab veröffentlicht worden. Der Inhalt hatte die Investoren hierzulande bereits am Dienstag wieder positiver gestimmt.

7. Bundeskartellamt legt Tätigkeitsbericht vor 

Nachdem Deutschlands oberste Wettbewerbshüter ihre Gangart gegenüber US-Internetkonzernen verschärft haben, gibt Kartellamtschef Andreas Mundt an diesem Mittwoch (10.30 Uhr) Einblick in die Tätigkeit seiner Behörde. Zu Jahresbeginn hatte der Gesetzgeber die Kompetenzen des Amts erweitert. Danach setzte die Behörde ein neues rechtliches Instrument bereits ein: Auf der Grundlage des reformierten Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen leitete die Behörde Prüfverfahren ein, um das Geschäft von Facebook, Amazon -0,21%, Google +0,57% und Apple -0,42% genau unter die Lupe zu nehmen.

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote. Den 7-Tage-R-Wert gab das RKI am Dienstagabend mit 0,68 (Vortag: 0,68) an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 68 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen (Mit Material von dpa-AFX).

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