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Diese 8 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach einem schwachen Wochenausklang können die Anleger am Montag auf eine Erholung des deutschen Aktienmarkts hoffen. Dank starker Vorgaben der Wall Street wurde der DAX +1,34% rund eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn 0,6 Prozent höher bei 14.009 Punkte gesehen. Damit würde der deutsche Leitindex wieder Kurs auf die runde Marke von 14.000 Punkte nehmen, unter die er am Freitag gerutscht war. Folgende Themen könnten am Montag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Nach einem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht haben die Anleger am Freitag die zwischenzeitlichen Verluste als Chance zum Kauf begriffen. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,48% gewann am Ende des Tages rund 1,9 Prozent auf 31.496 Punkte, womit sich auf Wochensicht ein fast ebenso hohes Plus ergibt. "Old Economy"-Aktien aus dem Energie- und Industriesektor zogen an, die jüngst wegen hoher Bewertungen unter Beschuss geratenen Technologiewerte erholten sich letztlich klar.

2. US-Konjunkturpaket

Das rund 1,9 Billionen Dollar schwere Konjunktur-Hilfspaket von Präsident Joe Biden am Wochenende die entscheidende Hürde, da ihm auch der Senat als zweite Parlamentskammer zustimmte. Unter anderem wird erwartet, dass zahlreiche US-Bürger einen Teil ihres Corona-Schecks über 1.400 Dollar auch an der Börse anlegen und so die Kurse antreiben könnten. 

3. Vorgaben aus Asien

Die Aktienmärkte in Asien sind mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,12% schloss 0,4 Prozent schwächer. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, büßte zuletzt 2,2 Prozent ein und in Hongkong ging es für den Hang Seng +0,75% um 0,8 Prozent abwärts. Während sich die Stimmung in den USA zuletzt nach robusten Konjunkturdaten aufgehellt hatte, prägt in Asien Vorsicht weiter das Geschehen.

4. Ölpreise klettern weiter 

Die Ölpreise haben zum Wochenstart nach einem weiteren Angriff auf Produktionsanlagen des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg dabei erstmals seit Januar 2020 auf mehr als 70 US-Dollar. Zuletzt lag der Brent-Preis bei 70,97 Dollar und damit 1,61 Dollar höher als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,49 Dollar auf 67,58 Dollar. Damit knüpften die Ölpreise an die jüngste Rally an. Der Brent-Preis stieg seit Ende Oktober um fast 90 Prozent an. Im Vergleich zum Tief im Corona-Crash im März und April 2020 beträgt das Plus rund 55 Dollar.

5. SDAX-Aufsteiger SGL Carbon 

Im Kleinwertesegment SDax +0,91% kommt es zu größeren Änderungen als zunächst geplant. So gibt es mit der SGL Carbon einen weiteren Aufsteiger, raus fällt im Gegenzug die Deutsche Beteiligungs AG -1,67%. Die Deutsche Börse korrigierte damit am Samstag ihre Pressemitteilung vom vergangenen Mittwoch, als die für März anstehenden Index-Änderungen bekanntgegeben wurden. Alle anderen Wechsel in Dax +1,34%, MDax +0,78%, SDax oder TecDax +0,24% seien nicht betroffen.

6. Unternehmensnews

Leoni-Aktien +7,90% könnten von Plänen des neuen Aktionärs Stefan Pierer profitieren: Händler verwiesen auf einen Bericht der "Automobilwoche" vom Sonntag. Dort heißt es, Pierer wolle bei dem Autozulieferer eine aktivere Rolle spielen und den Konzernumbau vorantreiben. Dabei schließe er eine Erhöhung seiner Beteiligung nicht aus, die er bereits im Februar von fünf auf zehn Prozent verdoppelt hatte. Auf Nachfrage habe er zwar ein mögliches Übernahmeangebot als "zu früh" bezeichnet. Dennoch könnte der Bericht einige Spekulationen schüren.

Eine neue Verkaufsempfehlung der Citigroup ließ indes die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns Covestro +2,34% vorbörslich sinken. Gleiches galt für die Aktien des Immobilienunternehmens Corestate -0,51% , nachdem das Analysehaus Jefferies sein Kaufvotum gestrichen hatte.

7. Konjunkturdaten 

In Deutschland legt das Statistische Bundesamt am Montag Daten zur Entwicklung im produzierenden Gewerbe im Januar vor. Zudem steht zum Wochenauftakt das Sentix-Investorenvertrauen für den Monat März in der Eurozone auf dem Plan. 

8. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.011 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 neue Todesfälle verzeichnet - und damit ein neuer Tiefstand im Jahr 2021.

Der Wert ist aber mit Vorsicht zu genießen: Er bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen zudem meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. 

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag davor lag die Zahl der neuen Todesfällen bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 68,0 - und damit höher als am Vortag (66,1). Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.505.193 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.310.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.934.

Sechs-Monats-Chart DAX (in Punkten)
Mit Material von dpaAFX.
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