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Diese 8 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Rekord in der vergangenen Woche gehen Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag zunächst kein weiteres Risiko ein. Knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsstart signalisierte wurde der deutsche Leitindex 0,1 Prozent tiefer bei 15.211 Punkten gesehen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,87% wird 0,2 Prozent tiefer erwartet.

Die US-Börsen hatten am Freitag einen starken Wochenabschluss hingelegt, in Asien jedoch zeigten die Kurse zum Wochenbeginn nach unten. Hierzulande hatten es die Investoren schon in den vergangenen Tagen nach dem erstmaligen Sprung des Dax über die 15 300 Punkte ruhiger angehen lassen. Am Markt wird dies auf die Sorge vor einem härteren Lockdown, steigende Inflationserwartungen und das schon erhöhte Kursniveau zurückgeführt. Folgende Themen könnten am Montag Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen: 

1. Vorgaben aus den USA

Die New Yorker Börsen haben am Freitag einen starken Wochenschluss hingelegt. An der Wall Street kletterten der Leitindex Dow Jones Industrial +0,66% und der marktbreite S&P 500 +0,67% erneut auf Rekordhöhen. An der Technologiebörse Nasdaq drehten die Kurse im Verlauf ins Plus, nachdem dort Inflationssorgen anfangs für einen Dämpfer gesorgt hatten. Der Nasdaq 100 +0,78% rückte am Ende des Handelstages um 0,6 Prozent auf 13.845 Punkte vor. Der Dow gewann 0,9 Prozent auf 33.800 Punkte, womit sich auf Wochensicht ein Plus von rund zwei Prozent ergibt. Im S&P 500 ging es am Freitag um 0,8 Prozent auf 4.128 Punkte hoch. Alle drei Indizes schlossen nur knapp unter ihren Tageshochs.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Montag schwächer tendiert. In Japan sank der Leitindex Nikkei 225 +0,15% zuletzt um 0,6 Prozent. In China gerieten die Kurse ebenfalls unter Druck. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, fiel um 1,4 Prozent und der Hongkonger Hang-Seng-Index -0,13% sank um fast ein Prozent. Die Aussicht auf einen schwächeren Handelsstart in den USA an diesem Montag belastete auch die Märkte in Asien.

3. Ölpreise stagnieren 

Die Ölpreise haben sich am Montag nahezu unverändert gezeigt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 62,96 US-Dollar. Das war ein Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verharrte auf 59,32 Dollar. Eine positive Einschätzung des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell zur weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft konnte den Ölpreisen keinen Auftrieb verleihen. 

4. Powell-Interview 

US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag dem US-Fernsehsender CBS gesagt, dass die größte Volkswirtschaft der Welt weiter an Kraft gewinne. Allerdings machte er auch deutlich, dass es nach wie vor Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung durch die Corona-Krise gebe.

5. Konjunkturdaten 

Zu Wochenbeginn stehen recht wenig Konjunkturdaten auf dem Programm: Lediglich dem Einzelhandelsumsatz der Eurozone im Februar dürfte größere Aufmerksamkeit geschenkt werden. 

6. Unternehmensnews

Bewegen könnten am Montag Umstufungen. So rät Jefferies nun zum Kauf der Aktien des Sportartikelherstellers Adidas +0,45% nach bisheriger "Hold"-Empfehlung. Stifel stufte die Titel des Lkw-Herstellers Traton +2,70% sowie des Software-Anbieters Nemetschek -0,17% jeweils von "Hold" auf "Buy" hoch. Traton rückten auf Tradegate um mehr als zwei Prozent vor, Nemetschek notierten mehr als ein Prozent fester. Zudem hält der US-Chipkonzern Nvidia -0,50% zu Wochenbeginn seinen Investor Day ab, während der brasilianische Ölkonzern Petrobrás +4,28% eine außerordentliche Hauptversammlung abhält.

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Zahl der insgesamt in Deutschland gemeldeten Corona-Infektionen ist auf über drei Millionen gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag haben sich nachweislich 3.011.513 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 

Binnen eines Tages wurden 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montaggmorgen hervor. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.497 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle verzeichnet. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 136,4. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.07 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. 

8. Bundesgesetz gegen dritte Corona-Welle vor letzter Hürde 

Das Ringen um bundesweit einheitliche Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus geht in eine wichtige Phase. Die Bundesregierung hatte am Samstag einen Vorschlag zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgelegt, der nach Abstimmung mit den Bundestagsfraktionen und den Ländern nach Regierungsvorstellung an diesem Montag in seine endgültige Fassung gegossen werden muss. Denn Ziel ist es, diese bereits am Dienstag im Bundeskabinett zu beschließen. Allerdings ist der Widerstand zumindest bei Berliner Oppositionsfraktionen, einigen Ländern und den Landkreisen groß.

In der Formulierungshilfe, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schlägt der Bund mehrere Maßnahmen für Landkreise vor, in denen binnen einer Woche eine Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner oder mehr registriert wird - das sind aktuell mehr als die Hälfte aller Landkreise in Deutschland. 

Gestattet wären etwa nur noch private Treffen eines Haushaltes mit einer weiteren Person und von insgesamt maximal fünf Personen; Kinder zählen nicht mit. Vorgeschlagen werden zudem Ausgangsbeschränkungen von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Dabei soll es nur wenige Ausnahmen geben, etwa für medizinische Notfälle oder den Weg zur Arbeit, nicht aber für abendliche Spaziergänge alleine. Gestritten wird auch noch darüber, ob Unternehmen verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern regelmäßige Corona-Tests anzubieten.

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