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Diese 9 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die erneut absackenden US-Börsen dürften am Donnerstag ähnliches auch am deutschen Aktienmarkt zur Folge haben. Kurz vor Xetra-Handelsstart wurde der DAX -3,71% etwa 1,3 Prozent im Minus gesehen bei nun 12.481 Punkten. Mit dem nächsten Rücksetzer nach zwei Stabilisierungstagen könnte der Leitindex unter 12.500 Punkten auf ein neues Tief seit Anfang August zusteuern.

In New York hatten die zuletzt wieder größer werdenden Konjunktursorgen die Anleger erneut in die Flucht getrieben. Börsianer verwiesen dort auf Aussagen von Vertretern der US-Notenbank Fed, die eine nur langsame Erholung der US-Konjunktur signalisierten. Ein neues Konjunktur-Förderpaket lässt unterdessen in den USA weiter auf sich warten. Laut Marktbeobachter Jochen Stanzl von CMC Markets dürfte dies die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen ausbremsen.

Folgende Themen könnten heute Einfluss auf die Kurse nehmen:

Vorgaben aus den USA

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlich Federn lassen müssen. Angeführt wurde die schwache Tendenz vom Technologiesektor und von Energiewerten. Der Dow Jones Industrial -2,29% schloss mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 26.763 Punkten. Der marktbreite S&P 500 -1,80% sank sogar um 2,4 Prozent auf 3.236 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 -1,61% fiel um 3,2 Prozent auf 10.833 Zähler.

Handel in Fernost

In Asien haben alle wichtigen Aktienmärkte wegen der schwachen Vorgaben aus den USA deutlich nachgegeben. In Tokio büßte der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,64% verlor zum Handelsende gut ein Prozent auf 23.087 Punkte. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen büßte zulezt 1,6 Prozent ein. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong verlor der Hang-Seng-Index +0,62% fast zwei Prozent.

Konjunkturdaten 

Um 10 Uhr steht der Ifo-Index und somit der wichtigste Konjunktur-Indikator aus Deutschland zur Veröffentlichung an. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA folgen um 14.30 Uhr. Gegen 16 Uhr werden die Neubauverkäufe gemeldet.

Immobilienpreise

Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich weiter verteuert. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land mussten Immobilienkäufer mehr Geld bezahlen. Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreis-Index) lagen im zweiten Quartal durchschnittlich 6,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Die Preise für Wohnungen  sowie für Ein- und Zweifamilien-Häuser verteuerten sich trotz Corona-Krise weiter - sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Ölpreise

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel zusammen mit den meisten asiatischen Aktienmärkten nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,49 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 37 Cent auf 39,56 Dollar.

Belastet werden die Rohölpreise schon seit längerem durch die angespanntere Corona-Lage. Vor allem steigende Infektionszahlen in Europa sorgen für Verunsicherung. Für die globale Ölnachfrage wären neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens, wie in einigen Ländern bereits erfolgt, eine Hiobsbotschaft.

Für schlechte Stimmung sorgt auch, dass ranghohe Notenbanker nicht müde werden, zusätzliche Finanzhilfen seitens der Staaten einzufordern. In der weltweit größten Volkswirtschaft USA können sich die Parlamentarier aber nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Das dämpft ebenfalls die Aussichten für die Erdöl- und Benzinnachfrage.

Devisenmarkt

Der Euro +0,0800% steht weiter unter Druck. Am Donnerstagmorgen fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1645 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit etwa zwei Monaten. Der US-Dollar legte hingegen zu vielen Währungen weiter zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,1692 Dollar festgesetzt.

Der US-Dollar profitiert schon seit einigen Tagen von der durchwachsenen Börsenstimmung. Ausschlaggebend sind vor allem steigende Corona-Infektionen insbesondere in Europa. Die Währung der Vereinigten Staaten gilt unter Anlegern als sichere Anlagealternative, die in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird.

Unternehmens-News

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von SNP -0,80% im Fokus. Der Software-Anbieter und IT-Berater vereinbarte eine globale Partnerschaft mit dem japanischen IT-Unternehmen Fujitsu zur Nutzung von SNP-Software. Die Papiere von SNP notierten auf der Handelsplattform Tradegate knapp drei Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella -6,32% litt derweil auch im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs 2020/2021 unter den Folgen der Corona-Krise. Während das Unternehmen beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten lag, schnitt es beim bereinigtem operativen Ergebnis ein wenig besser ab. Die im MDAX notierte Aktie legte vorbörslich zu.

Der Berliner Start-Up-Investor Rocket Internet ±0,00% legt heute seine Halbjahreszahlen vor und hat zudem zu einer außerordentlichen Hauptversammlung geladen, auf der ab 10 Uhr über den Rückzug von der Börse abgestimmt werden soll. Eine einfache Mehrheit der Anteilseigner reicht dafür aus. 

US-Gesetz zu Regeln für Online-Plattformen

Die US-Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Handlungsspielraum von Online-Diensten beim Umgang mit Inhalten auf ihren Plattformen einschränken soll. Speziell nimmt das Justizministerium dabei eine gesetzliche Regelung aus den 1990er Jahren ins Visier, die das heutige Web maßgeblich geprägt hat. Gemäß der "Section 230" werden Online-Dienste nicht für von Nutzern veröffentlichte Inhalte haftbar gemacht. Zugleich gibt sie den Plattformen weitreichende Freiheit, gegen bestimmte Inhalte oder Nutzer vorzugehen.

Corona-Pandemie

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2.000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2.143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen.

Die Bundesregierung hat Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin. Darunter sind direkt an Deutschland grenzende Regionen in Tschechien und Österreich sowie die Hauptstädte Dänemarks, Portugals und Irlands. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.177,18 -3,71%
PKT -468,57
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
Delivery Hero SE 92,60 +1,03%
Beiersdorf 99,90 +0,58%
Bayer AG 42,56 +0,31%
Fresenius Medical Care 68,70 +0,09%
RWE St. 33,09 -0,33%
Flops
Continental 98,08 -3,04%
Linde plc 192,65 -3,09%
HeidelbergCement 52,06 -3,49%
MTU Aero Engines AG 161,00 -4,90%
SAP 97,50 -21,94%
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26.10. NACHBÖRSE/XDAX +0,3% auf 12.219 Pkt - Viele Käufer in SAP SAP 98,50 -21,85%
26.10. LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte DAX ® 12.177,18 -3,71%
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