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Diese 9 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Dax +0,17% tastet sich am Mittwoch näher an sein Rekordhoch heran. Seit dem Erreichen der Bestmarke von knapp 15.312 Punkten nach Ostern hatte er - etwas darunter - überwiegend seitwärts tendiert. Optimistische Prognosen des Kunststoffkonzerns Covestro und des Softwareanbieters SAP könnten den Index nun beflügeln.

So wurde der deutsche Leitindex knapp eine halbe Stunde vor Handelsbeginn rund 0,2 Prozent höher bei 15.272 Punkten gesehen. "Die Bullen setzen sich langsam durch", schrieb Analyst David Iusow vom Broker IG. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -0,08% wird 0,4 Prozent höher erwartet. Folgende Themen könnten am Mittwoch Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen:

1. Vorgaben aus den USA

Ungebremst im Vorwärtsgang haben sich am Dienstag die Kurse an der technologielastigen Börse Nasdaq bewegt. Der Auswahlindex Nasdaq 100 +0,82% erreichte schon kurz nach der Startglocke ein Rekordhoch und baute die Gewinne anschließend aus. Nach einem kurzen Anstieg über die 14.000-Punkte-Marke beendete er den Handelstag 1,2 Prozent höher bei 13.986 Zählern. Die Kurse der Tech-Branche profitierten von sinkenden Renditen am US-Anleihemarkt nach Daten zur Inflation im März. Der Dow Jones Industrial +0,93% wurde dagegen von einem möglichen vorläufigen Aus der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson -0,13% in den USA in Schach gehalten. Der US-Leitindex schloss 0,2 Prozent niedriger bei 33.677 Zählern.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, stieg zuletzt um 0,3 Prozent und der Hongkonger Hang-Seng-Index +0,61% legte mehr als ein Prozent zu. In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 +1,01% hingegen um moderate 0,3 Prozent.

3. Ölpreise weiter im Aufwind

Die Ölpreise sind am Mittwoch den dritten Tag in Folge gestiegen. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA, die den Ölpreisen weiter Auftrieb verliehen habe. Der Anstieg der Ölpreise fiel im frühen Handel aber geringer aus als am Vortag. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,13 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 45 Cent auf 60,63 Dollar.

Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 3,61 Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine steigende Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise. 

4. Konjunkturdaten

Zur Wochenmitte legen die Slowakei, Schweden, Finnland und Spanien die Verbraucherpreise für den Monat März vor. In Deutschland werden derweil die Februar-Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte präsentiert und die Euro-Zone gibt Daten zur Industrieproduktion im Februar bekannt. Zudem legen die USA ihren wöchentlichen EIA-Ölbericht sowie Im- und Exportpreise im Monat März offen.

5. Unternehmensnews

Börsianer sehen den Markt zudem in Lauerstellung für die Berichtssaison, die an diesem Mittwoch in den USA mit Banken wie JPMorgan +1,32%, Goldman Sachs +1,14% und Wells Fargo +0,78% beginnt. Selbst ein Rückschlag für den Impfstoff von Johnson & Johnson -0,13% beunruhigte die Anleger am Vortag nur kurz.

"Im Moment sind die Börsen mehr oder weniger immun gegen schlechte Nachrichten", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Was die Unternehmensberichte betrifft, könnten nur deutliche Gewinnanstiege die zuletzt stark gestiegenen Aktienbewertungen rechtfertigen. 

Der Kunststoffkonzern Covestro traut sich 2021 eine noch deutlichere Gewinnerholung als bislang zu. Auf Tradegate legten die Aktien um 4,7 Prozent zum Xetra-Schluss zu. Optimistischer für das Jahr ist nun auch der Softwarekonzern SAP. Für die Titel ging es auf Tradegate um 3,2 Prozent hoch zum Xetra-Schluss. Die Aktien des Autozulieferers Hella +0,39% gewannen nach Quartalszahlen 2,8 Prozent. 

Umstufungen mit Bewegungspotenzial betreffen Merck KGaA -0,73% und Telefonica Deutschland +0,82%. Für die Aktien des Pharma- und Spezialchemiekonzerns senkte die HSBC den Daumen von "Hold" auf "Reduce". Die Titel von Telefonica Deutschland stufte Morgan Stanley von "Equal-weight" auf "Underweight" ab. Beide Papiere reagierten darauf auf Tradegate bislang aber nur leicht negativ verglichen mit dem Xetra-Schluss.

6. Börsengang von Coinbase 

Inmitten der aktuellen Bitcoin-Rekordjagd geht mit Coinbase ein Schwergewicht der Krypto-Branche an die Börse. Die Nasdaq setzte den Referenzpreis für die Aktien vor dem Handelsstart am Mittwoch auf 250 Dollar. Damit liegt die Richtschnur deutlich unter den letzten außerbörslichen Transaktionen, bei denen die Papiere in diesem Jahr im Schnitt für 343,58 Dollar den Besitzer gewechselt hatten, was eine Bewertung von mindestens 67,6 Milliarden Dollar (56,8 Milliarden Euro) für Coinbase bedeutete.

Da Coinbase allerdings keinen klassischen Börsengang durchführt, sondern eine Direktplatzierung ohne Preisbildungsverfahren, ist der Referenzpreis kein Angebotspreis und somit auch zuverlässiger Indikator für den Aktienkurs und die Marktkapitalisierung. Analysten trauen Coinbase zu, beim Börsengang eine Bewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar zu erreichen. Der Konzern profitiert enorm vom Krypto-Hype – besonders von der Bitcoin-Rekordjagd - und hatte dank boomender Handelsvolumen zuletzt glänzende Quartalszahlen vorgelegt.

7. Regierung billigt Corona-Notbremse

 Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Läden, Testpflicht an Schulen: Die Menschen in weiten Teilen Deutschlands müssen sich auf strenge Lockdown-Maßnahmen nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. In allen Kreisen und Städten mit hohen Infektionswerten soll es Einschränkungen geben. Entsprechende Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hat die Bundesregierung am Dienstag beschlossen. Ziel ist die bessere Eindämmung der Corona-Pandemie. Kommende Woche sollen die Neuerungen vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren - trotz deutlicher Kritik einiger Länder und der Opposition im Bundestag.

"Wir setzen die Notbremse bundesweit um", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihren Plänen. "Die Unklarheiten, was in dem einen oder anderen Landkreis wann gilt oder was wann nicht gilt - das ist dann vorbei." Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte nach dpa-Informationen in der Sitzung der SPD-Fraktion, die Bürger blickten nicht mehr durch bei den Corona-Regeln. "Ziel des Gesetzentwurfs ist es, klare und einheitliche Regeln zu schaffen und die Grundlage zu legen, dass die Notbremse bei Inzidenzen über 100 konsequent gezogen wird."

8. Virologe hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig

Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. "Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss", sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in "allernächster Zeit" geschehen. "Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann", sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.

9. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:03 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1. Die Beurteilung des Infektionsgeschehens ist aufgrund der zurückliegenden Ferien und der Osterfeiertage noch immer schwierig.

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