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Diese US-Arbeitsmarkt-Daten lassen Zins-Ängste ruhen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die US-Arbeitsmarkt-Daten für Mai vertreiben ein wenig die Angst, dass die US-Notenbank Fed bald bei ihrer extrem lockeren Geldpolitik gegensteuern muss. Außerhalb der Landwirtschaft wurden in den USA etwas weniger Stellen geschaffen als von Analysten erwartet. Neue Inflationssorgen wurden nicht geschürt. Die US-Indizes legen am Freitag leicht zu.

Der US-Arbeitsmarkt hat seine Erholung von der Corona-Pandemie nach einem schwächeren Monat wieder aufgenommen. Die Arbeitslosigkeit ging im Mai deutlich zurück, die Beschäftigung stieg wieder stärker. Allerdings blieb der Stellenaufbau erneut hinter den Erwartungen zurück. Zunehmende Sorgen könnten die steigenden Löhne bereiten, da sie die ohnehin hohe Inflation zusätzlich anzuheizen drohen.

Nach Angaben des Arbeitsministeriums stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft von April auf Mai um 559.000 Stellen. Analysten hatten mit einem deutlicheren Zuwachs von im Schnitt 675.000 Stellen gerechnet. Der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde um 27.000 Stellen nach oben korrigiert. Im April war er dennoch wesentlich schwächer ausgefallen als im Folgemonat.

Mehr Jobs bei Dienstleistern und im Handel

Besonders viele Stellen kamen im Mai in jenen Branchen hinzu, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Dazu zählen vor allem die Dienstleister und der Handel. Im Freizeitbereich und Gastgewerbe wurden im Mai fast 300.000 Stellen aufgebaut. Wesentlicher Grund dürften Lockerungen von Corona-Beschränkungen in vielen US-Staaten sein. Am Bau wurden jedoch Stellen angebaut.

In der Corona-Krise war die Beschäftigung im Frühjahr 2020 mit Rekordtempo eingebrochen. Seitdem erholt sich der Arbeitsmarkt. Allerdings sind immer noch viele Amerikaner ohne Job. Laut Ministerium sind derzeit etwa 9,3 Millionen US-Arbeitnehmer ohne Job. Damit sind rund dreieinhalb Millionen Menschen mehr arbeitslos als im Februar 2020, also vor Ausbruch der Pandemie in den USA.

Arbeitslosigkeit sinkt deutlich

Dennoch fiel die Arbeitslosigkeit im Mai deutlich. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einer Quote von 5,9 Prozent gerechnet. Vor der Pandemie hatte sie mit 3,5 Prozent jedoch wesentlich niedriger gelegen.

Die Löhne und Gehälter stiegen im Mai deutlich. Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Bereits im Vormonat war das Lohnwachstum mit 0,7 Prozent kräftig ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Stundenlöhne ebenfalls deutlich um 2,0 Prozent.

US-Aktienmarkt zeigt sich erholt

An den US-Börsen zeigte sich nach den Arbeitsmarktdaten zunächst eine freundliche Tendenz. Der Dow Jones Industrial +0,24% legt in der ersten Handelsstunde um 0,3 Prozent zu, der marktbreite S&P-500-Index +0,26% sogar um 0,6 Prozent. Auch der technologielastige Nasdaq-100-Index +0,09% gewinnt 1,3 Prozent.

Sechs-Monats-Chart Dow Jones


Zuletzt hatten immer mehr Unternehmen von Engpässen auf dem Arbeitsmarkt berichtet. Fachleute sehen einen Grund dafür in den großzügigen Unterstützungszahlungen des Staates, die viele in der Corona-Krise arbeitslos gewordene Arbeitnehmer von der Jobsuche abhalten. Für die US-Notenbank Fed könnte dies zum Problem werden, falls die steigenden Löhne zusätzliche Nachfrage auf den Gütermärkten generieren und die Inflation weiter steigt.

Dollar am Devisenmarkt unter Druck

An den Finanzmärkten geriet vor allem der US-Dollar nach Bekanntwerden der Zahlen erheblich unter Druck. Der Euro stieg gleichzeitig von 1,2114 Dollar direkt vor den Daten auf zeitweise 1,2184 Dollar. Sichere Anlagen wie amerikanische Staatsanleihen wurden wesentlich stärker nachgefragt. Das deutet darauf hin, dass der unter den Erwartungen gebliebene Beschäftigungszuwachs an den Märkten schwerer wog als die anziehenden Löhne. (Mit Material von dpa-AFX)

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