DAX®15.196,74+0,17%TecDAX®3.385,07-1,48%Dow Jones 3034.548,53+0,93%Nasdaq 10013.613,73+0,82%
finanztreff.de

Digital-Paket gegen Facebook, Amazon und Co

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die EU-Kommission hat ein umfangreiches Paket zusammengeschnürt, mit dem die Marktmacht von Digital-Konzernen wie Facebook oder Amazon begrenzt werden soll. Das Ziel: fairere Bedingungen im Netz und mehr Chancen für kleinere Unternehmen.

Zuletzt wurden vor 20 Jahren umfassende Spielregeln für digitale Dienste und Online-Plattformen festgelegt. Deshalb hält die aktuelle Gesetzeslage oft nicht mit neuen Entwicklungen Schritt. Am Dienstag will die EU-Kommission daher ein neues Digital-Paket vorstellen und ihr Vorgehen gegen die Tech-Riesen deutlich verschärfen.

Die für Digitales zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager sagte kürzlich, man sei an einem Punkt, "an dem die Macht der digitalen Unternehmen – insbesondere der größten Gatekeeper – unsere Freiheiten, unsere Chancen, sogar unsere Demokratie bedroht".

Unter anderem wird erwartet, dass im Gesetz für digitale Märkte ein neues Werkzeug eingeführt wird, das schon dann greift, bevor die Macht eines einzelnen Unternehmens unkontrollierbar wird. Das Gesetz für digitale Dienste dürfte hingegen vor allem Verbraucher stärken und für mehr Transparenz von Online-Werbung sorgen oder dafür, dass Verkaufsplattformen wie Amazon die Anbieter auf ihren Seiten überprüfen. Für dauerhafte Verstöße dürften empfindliche Strafen drohen.

Bis die neuen Regeln in der EU tatsächlich in Kraft sind, dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. Zunächst einmal müssen sich die EU-Staaten sowie das Europaparlament auf eine Linie bei dem komplexen Vorhaben einigen. Anschließend müssen beide Seiten dann noch einen Kompromiss finden.

Mit Folgen für die Aktien

Das neue Digital-Paket aber auch die US-Klage gegen Facebook zeigen, dass die Politik sich langsam den Online-Riesen entgegenstellt. Zudem forderte am Montagabend die US-Verbraucherschutzbehörde FTC von mehreren großen Internetunternehmen Informationen über den Umgang mit Nutzerdaten.

Für Anleger könnte das Vorgehen der Politik durchaus Folgen haben. Zuletzt konnte beispielsweise die Facebook-Aktie nicht mehr an der Nasdaq-Rekord-Rallye teilhaben – das Papier ist in einen Seitwärtstrend übergegangen.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Die Sorge vor der steigenden Inflation wächst; mit welchen Assets Klassen versuchen Sie Ihr Depot zu diversifizieren?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen