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Diskussion um Abwrackprämie 2.0

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Um die abgestürzte Nachfrage anzukurbeln, fordert die deutsche Autoindustrie staatliche Prämien für den Neuwagen-Kauf. Strittig bleibt dabei, ob nur klimafreundliche Antriebe beschränken oder alle Arten von Autos gefördert werden.

Volkswagen +2,76% konkretisierte am Montag seine Vorschläge: "Die Produktion der Automobilindustrie kann nur hochfahren, wenn auch der Absatz der Fahrzeuge gesichert ist", sagte VW-Kernmarkenchef Ralf Brandstätter.

Brandstätter sprach sich daher für Maßnahmen aus, die gezielt wie auch in der Breite wirkten und Jobs sicherten. Die Öffnung der Autohäuser sei ein erster wichtiger Schritt. Das allein werde aber nicht reichen. "Um Absatz von Neuwagen anzustoßen, braucht es einen besonderen Impuls."

Eine Absatzförderung könne ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz sein, sagte der VW-Manager. "Eine Idee wäre beispielsweise, dass sich die Höhe der Förderung an der Höhe des CO2-Ausstoßes des jeweiligen Neufahrzeuges bemisst. Damit ließe sich der Austausch von alten Fahrzeugen mit Abgasnorm Euro-2 bis Euro-5 beschleunigen." Eine Prämie solle auch moderne Verbrenner einschließen.

Politik offen für Beratungen

Am 5. Mai sind nach dpa-Informationen Beratungen von Bund und Autobranche zu möglichen Stützungsmaßnahmen geplant. Forderungen nach Kaufprämien sind an sich nicht neu, Hersteller und Politiker hatten diese schon allgemein vorgeschlagen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte gesagt, der Umstieg auf umweltfreundliche Antriebe könne damit wesentlich beschleunigt werden.

Ähnliche Überlegungen von BMW und Daimler

Beim Konkurrenten BMW +3,92% gibt es ähnliche Überlegungen. Vorstandschef Oliver Zipse hatte der dpa in München kürzlich gesagt: "Wir sehen in einer Innovationsprämie eine doppelte Chance: Sie kann als Konjunkturmaßnahme die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig den Umstieg auf klimaschonende Technologien beschleunigen."

Daimler +4,66% erklärte: "Grundsätzlich halten wir Maßnahmen, die in diesen Zeiten der starken Unsicherheit bei den Kunden die Nachfrage stärken könnten, durchaus für überlegenswert. Dabei können verschiedene Maßnahmen in Frage kommen, die gerade national wie auf europäischer Ebene diskutiert werden."

Umweltschützer warnen

Greenpeace warnte vor Verzögerungen beim Hochlauf alternativer Antriebe, sollte neues Geld in alte Konzepte fließen. "Wer heute mit Hilfe von Steuermilliarden mehr Diesel und Benziner verkauft, wird morgen weniger Elektroautos absetzen", so Experte Benjamin Stephan. "Deutschland braucht keine weitere Abwrackprämie, die veraltete Antriebe und Geschäftsmodelle am Leben halten will, sondern eine Aufbauprämie für saubere Mobilitätslösungen."


Mit Material von dpaAFX
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