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Electronic Arts: Ausgezockt – der Gaming-Spaß ist vorbei!

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
In den letzten Jahren standen die großen Spieleentwickler immer wieder unter Verdacht, durch sogenannte Lootboxen Kinder an Glücksspiel zu gewöhnen. Nun wurde in Brasilien, welches Glücksspiel strikt verbietet, den Lootboxen in einem Regierungsausschuss erneut der Kampf angesagt.

Lootboxen und Mikrotransaktionen

Man kann sich Lootboxen etwa wie ein Rubbellos vorstellen. Der Spieler kauft eine Box und hofft, dass sein Gewinn wertvoller ist als der Einsatz. Die erhaltenen Ingame-Gegenstände können kosmetischer Natur sein, aber auch einen direkten Vorteil gegenüber anderen Spielern geben.

Problem: Über Drittanbieter können viele der gewonnenen Gegenstände zu echtem Geld gemacht werden. Sollte man beispielsweise in einer Lootbox des beliebten Sportspieles "FIFA" Christian Ronaldo als Spielerkarte gewinnen, könnte man diesen für über 700 Euro verkaufen. Aus wenigen Euro mit etwas Glück viele Euros machen – eine Ähnlichkeit zum Glücksspiel ist nicht zu übersehen. Solche Praktiken werden zwar von Electronic Arts, den Machern von FIFA, verboten, dies hindert die Spieler jedoch nicht wirklich.

Schlusspfiff für die EA-Aktie?

Seit Jahren fordern daher immer mehr Politiker, Eltern und Experten ein Verbot dieser Praktiken. Bis jetzt konnten sich die Entwickler jedoch immer herauswinden. Sollte es in Brasilien nun zu einem Verbot kommen, könnte nicht nur der brasilianische Markt wegbrechen.

Das Verbot könnte als Vorreiter für weitere Länder dienen und Auswirkungen auf Deutschland, Japan und die USA, allesamt wichtige Gaming-Märkte, haben. Insbesondere für Electronic Arts, die bei ihren jährlich erscheinenden FIFA-Spielen auf Lootbox-Mechaniken setzen, könnte dies massive Folgen haben.

EA und die FIFA-Gelddruckmaschine

EA hat es in den letzten zwölf Jahren mit FIFA besser als jeder andere Entwickler geschafft, Lootboxen zu einem wesentlichen Bestandteil der Spielerfahrung zu machen. Seitdem 2009 der Modus „Ultimate Team“ eingeführt wurde, können sich Spieler durch Spielen, oder Bezahlen ihr ultimatives Fußballteam erstellen.

Ein unglaublich lukratives Geschäft für EA: Alleine im dritten Quartal 2020 erzielte der Gaming-Konzern einen Umsatz von 1,15 Milliarden Dollar – mehr als 75 Prozent (869 Millionen Dollar) machten dabei Lootboxen und andere Mikrotransaktionen aus.  


Robin Balke

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