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Encavis: Schwacher Wind sorgt für Gewinnrückgang

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Flaue Winde zu Jahresbeginn sowie höhere Kosten für neu ans Netz genommene Solarparks in Spanien haben den Wind- und Solaranlagenbetreiber Encavis im ersten Quartal belastet. Umsatz und Ergebnis gingen daher zum Teil deutlich zurück. Auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hat dies jedoch keinen Einfluss. 

Die Windbedingungen waren insbesondere in den Monaten Januar und Februar deutlich schlechter als im Vorjahr. Der Umsatz nahm daher um rund zehn Prozent auf 58,9 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte. Das Ebitda sank von 50,6 Millionen auf 39,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Encavis einen Verlust von 2,2 Millionen Euro, weniger als die knapp 4,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. 

Neue Photovoltaikparks treiben Kosten

Neben den schlechten Wetterbedingungen hatte der MDAX-Konzern auch mit steigenden Kosten zu kämpfen. So belasteten auch die Ausgaben für den Hochlauf zweier spanischer Photovoltaikparks, die im September und im Januar ans Netz genommen wurden. Vor allem wegen diesen beiden Projekten stiegen die Stromerzeugungskapazitäten von Encavis im Quartal um mehr als 40 Prozent auf 1,8 Gigawatt. 

Prognose bestätigt 

Der im März in den MDAX aufgestiegene Konzern rechnet 2021 weiter mit einem Umsatzanstieg von zuletzt gut 292 Millionen auf mehr als 320 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda soll von knapp 225 Millionen auf mehr als 240 Millionen Euro zulegen. Der laufende Kapazitätsaufbau des Wind- und Solarparkportfolios sei dabei die Grundlage für das Wachstum, erläuterte Finanzvorstand Christoph Husmann. "Die schwachen Wetterbedingungen des ersten Quartals stellen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit saisonalen Schwankungen unsere Prognose für das laufende Jahr nicht infrage."

Das sagen die Analysten 

Analysten hatten im Wesentlichen mit einem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis gerechnet. Dennoch sprach ein Händler von "auf den ersten Blick nicht überzeugenden Zahlen". Das Quartal sei leicht unter den Erwartungen ausgefallen. Positiv sei aber der operative Barmittelfluss, ergänzte der Börsianer. Encavis habe im ersten Quartal enttäuscht, schrieb Jefferies-Analyst Martin Comtesse in einer ersten Reaktion. Der Ausblick sei aber bestätigt worden.

Das macht die Encavis-Aktie 

Die Encavis-Aktie +0,19% legte zu Handelsbeginn um 2,6 Prozent zu und notierte zuletzt noch 2,5 Prozent höher bei 15,10 Euro. Das Papier hatte die letzten Monate eine Korrektur durchlaufen nach einem Rekordhoch von 25,55 Euro Anfang Januar. Im laufenden Jahr verbucht der Titel bislang ein Minus von rund 30 Prozent. Schaut man auf die vergangenen zwölf Monate sieht die Bilanz mit einem Gewinn von knapp 30 Prozent jedoch wieder freundlicher aus.

Sechs-Monats-Chart Encavis (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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