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Encavis und Nordex: Flaute bei ESG-Aktien

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktien von Nordex und Encavis aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor (ESG) sind am Montag nach Vorlage von Geschäftszahlen wieder unter Druck geraten. Während bei Encavis die Hoffnung einiger Marktteilnehmer auf einen höheren Ausblick enttäuscht wurde, stehen beim Konkurrenten Nordex weiter die Margen-Probleme im Fokus.

Der Solar- und Windpark-Betreiber Encavis ist in den ersten neun Monaten dank neuer Solarparks in Spanien weiter gewachsen. Diese konnten die witterungsbedingten Rückgänge mehr als ausgleichen. Der Umsatz sei um elf Prozent auf 259 Millionen Euro gestiegen, teilte das im SDAX -0,29% notierte Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) legte um rund acht Prozent auf 195 Millionen Euro zu. 

Der operative Gewinn lag hingegen leicht unter der durchschnittlichen Schätzung der vom Unternehmen befragten Analysten. Die gesamte Branche sieht sich momentan gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Bauteile angesichts der angespannten Lieferketten gegenüber. 

Ausblick bekräftigt

Der Konzern bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Rund 80 Prozent der Ziele seien nach neun Monaten bereits erreicht, teilte das Management in einer Telefonkonferenz mit. Bis zum Ende des Jahres soll der Umsatz über 320 Millionen Euro steigen und das operative Ergebnis über 240 Millionen Euro liegen. Das operative Ergebnis je Aktie (EPS) in Höhe von 0,46 Euro bestätigte das Unternehmen, obwohl es Anfang Oktober zwei Hybrid-Wandelanleihen zu neuen Aktien emittiert hat. 

Das macht die Encavis-Aktie 

Die Encavis-Aktie -1,20% rutschte am Montagmorgen rund zwei Prozent ins Minus. Von ihrem Rekord-Kursniveau von Anfang des Jahres sind die seit dem Frühjahr tendenziell seitwärts laufenden Encavis-Papiere damit weiterhin ein gutes Stück entfernt. Der Bericht für die ersten neun Monate des Jahres entspreche weitgehend den Erwartungen, sagte ein Händler. Womöglich hätten aber einige am Markt auf einen etwas höheren Ausblick gehofft, während dieser lediglich bestätigt worden sei.

Lieferkettenprobleme belasten Nordex 

Die Folgen der globalen Lieferkettenprobleme brockten unter anderem dem Windkraftanlagen-Hersteller Nordex am Montag erneut einen Quartalsverlust ein. Im dritten Quartal stand unter dem Strich ein Minus von knapp 40 Millionen Euro nach knapp 73 Millionen Gewinn ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Nach den ersten neun Monaten steht in diesem Jahr damit ein Verlust von fast 104 Millionen Euro zu Buche.

Wie bereits seit vergangener Woche bekannt, steigerte Nordex den Umsatz in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf knapp vier Milliarden Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben davon knapp 101 Millionen Euro als operativer Gewinn übrig. Dies entspricht einer operativen Marge von 2,5 Prozent.

Prognose gestrichen 

Wegen gestiegener Kosten hatte das Management bereits seine Jahresprognose gekappt. Nordex rechnet jetzt weiterhin mit einem Jahresumsatz von 5 bis 5,2 Milliarden Euro und einer operativen Marge von etwa einem Prozent. 

Das macht die Nordex-Aktie 

An der Börse finden die seit April insgesamt schwach laufenden Nordex-Papiere weiter keine klare Richtung, zuletzt notierte die Nordex-Aktie -0,65% rund ein Prozent tiefer bei 14,59 Euro. In einer ersten Notiz lobte Jefferies-Analyst Constantin Hesse am Morgen den anhaltend soliden Auftragseingang. Jedoch leide die Profitabilität unter höheren Logistikkosten.

Sechs-Monats-Chart Nordex (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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