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Eon nach Zahlen: Stabilität gefällt den Aktionären

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eon sieht sich in der Corona-Krise weiter auf Kurs. Der Essener Energiekonzern hat am Mittwoch nicht nur solide Zahlen geliefert, sondern auch seine Jahresziele und die Dividendenpolitik bestätigt. Das gefällt den Aktionären.

Das operative Geschäft von Eon hat sich in den ersten neun Monaten sehr robust entwickelt. Die aktuellen Lockdown-Maßnahmen werden laut Konzern keinen maßgeblichen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben.

Dennoch hat sich die Pandemie auch bei Eon ausgewirkt. Dazu belastet die außergewöhnlich warme Witterung Anfang des Jahres. So sank das EBIT im bisherigen Jahresverlauf auf 2,7 Milliarden Euro. Auf Pro-Forma-Basis waren es in den ersten neun Monaten des Vorjahres 2,99 Milliarden Euro.

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst: Sie beinhalten bereits die Änderungen, die sich durch den Deal mit RWE und der Zerschlagung Innogys ergeben haben. Das Tauschgeschäft wurde allerdings zum Teil erst in diesem Jahr abgeschlossen. Die früheren Konkurrenten RWE und Eon haben die frühere Innogy-Tochter zerschlagen und unter sich aufgeteilt, genauso wie die Geschäftsfelder. RWE konzentriert sich seitdem auf den Bereich der erneuerbaren Energien. Eon ist seitdem Herrscher über Netze und Vertrieb.

Die Integration von Innogy schreite zudem planmäßig voran, hieß es am Mittwoch. Die vorgesehenen Synergien aus dem Tauschgeschäft mit RWE von rund 740 Millionen Euro ab 2022 und rund 780 Millionen Euro ab 2024 werde der Konzern daher wie geplant erzielen.

Prognose und Dividendenpolitik bestätigt

Im Rahmen der bisherigen Entwicklung hält Eon an seiner zum Halbjahr gesenkten Prognose für das Gesamtjahr fest: Der Konzern geht für 2020 weiterhin von einem bereinigten EBIT zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro aus.

Das Management zeigt sich mit dem bisherigen Jahresverlauf zufrieden: Die Folgen der Pandemie konnten begrenzt werden, "unser Geschäftsmodell hat in der Krise seine hohe Resilienz bewiesen", erklärte Eon-Finanzvorstand Marc Spieker. Daher bestätige der Konzern auch seine Dividendenpolitik: Eon will diese bis zur Ausschüttung für 2022 weiter jährlich um bis zu fünf Prozent steigern.

Das macht die Aktie von Eon

Die Nachrichten wurden positiv aufgenommen: Die Eon-Aktie +0,41% legte zuletzt leicht um 0,4 Prozent auf 9,15 Euro zu, da die Zahlen nur im Rahmen der Erwartungen lagen. Die Corona-Delle konnte das Papier bisher noch nicht ausbügeln, auch wenn sich der Kurs ein Stück weit erholt hat.

Mit Material von dpaAFX.
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