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Erneuter Teilsieg für Bayer

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Im Berufungsverfahren im US-Prozess um angeblich krebserregende Unkrautvernichter mit Glyphosat ist die Strafe für Bayer drastisch reduziert worden. Das treibt im vorbörslichen Handel die Bayer-Aktien kräftig an.

Das zuständige Gericht in San Francisco senkte den Schadens- und Strafschadensersatz, den das Unternehmen dem Krebs-Opfer Dewayne Johnson zahlen muss, am Montag von ursprünglich 289 Millionen auf 20,5 Millionen Dollar.

Bayer begrüßte die Entscheidung des Berufungsgerichts in einer Stellungnahme als "Schritt in die richtige Richtung". Allerdings sei man weiterhin der Ansicht, dass das Urteil nicht im Einklang mit der Beweislage und dem geltenden Recht stehe. Das Unternehmen ziehe es in Betracht, erneut Berufung einzulegen und den Fall vor den Supreme Court of California zu bringen.

Der Kläger Johnson, bei dem 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde, hatte den Unkrautvernichter Roundup des 2018 von Bayer übernommenen Saatgutherstellers Monsanto für sein tödliches Leiden verantwortlich gemacht. Eine Geschworenenjury hatte Bayer deshalb im August 2018 zu Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe verurteilt.

Der Konzern hat alle der drei bisherigen US-Glyphosat-Urteile angefochten. Nun liegt die erste Entscheidung einer höheren Instanz vor – doch die ganz große Bedeutung hat sie nicht mehr. Denn der Konzern einigte sich kürzlich mit den meisten der US-Kläger auf einen umfassenden Vergleich. Der milliardenschwere Kompromiss soll den überwiegenden Teil der rechtlichen Probleme auf einen Schlag aus der Welt schaffen. Auf der Kippe steht jedoch der Teil des Vergleiches, der künftige Glyphosat-Klagen enthalten soll.

Das macht die Aktie von Bayer

Nach dem Teilsieg vor dem US-Berufungsgericht sind die Aktien von Bayer -1,45% am Dienstag vorbörslich kräftig gestiegen. Beim Broker Lang & Schwarz kletterten die Papiere der Leverkusener über 4 Prozent auf 64,85 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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