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Evergrande: Konzernchef bleibt zuversichtlich

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Chef des vom Zusammenbruch bedrohten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hat Mitarbeitern in einem Brief Mut zugesprochen. Er sei fest davon überzeugt, dass man den "dunkelsten Moment" überwinden könne, hieß es in dem am Dienstag anlässlich des chinesischen Mondfestes verschickten Schreiben von Vorstandschef Xu Jiayin, das von Staatsmedien verbreitet wurde.

Evergrande werde in der Lage sein, die Wiederaufnahme des Baus und der Produktion in vollem Umfang zu beschleunigen und das Hauptziel der "Sicherstellung der Übergabe von Gebäuden" zu erreichen, um Hauskäufern, Investoren, Partnern und Finanzinstituten eine "verantwortungsvolle Antwort" zu geben.

Hoher Schuldenberg

Evergrande hat Schulden von umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar (256 Milliarden Euro) angehäuft. Anleger befürchten einen Zahlungsausfall. Der angeschlagene Konzern muss frisches Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht zu bezahlen. Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtete, muss der Konzern am Donnerstag auf zwei Anleihen Zinszahlungen im Umfang von über 100 Millionen Dollar leisten. Jedoch gelte eine Nachfrist von 30 Tagen, was Evergrande weitere Zeit verschaffen könnte.

Ratingagentur warnt 

Die US-Ratingagentur S&P warnte in einer Mitteilung am Montag davor, dass nicht von einer Rettung des Konzerns durch die chinesische Regierung ausgegangen werden könne. Peking wäre demnach nur dann zum Eingreifen gezwungen, "wenn es zu einer weitreichenden Ansteckung käme, die den Zusammenbruch mehrerer großer Bauunternehmen zur Folge hätte und systemische Risiken für die Wirtschaft darstellen würde", so die Agentur. Eine Pleite von Evergrande allein würde jedoch wahrscheinlich nicht zu einem solchen Szenario führen, so S&P weiter.

Das macht die Evergrande-Aktie

Die Angst vor einem bevorstehenden Kollaps hat den Aktienkurs von Evergrande am Dienstag erneut kräftig schwanken lassen. An der Hongkonger Börse verloren die Papiere des Konzerns in der Spitze um über sieben Prozent, holten im Verlauf des Tag aber wieder auf. Seit Anfang des Jahres haben die Aktien des Konzerns bereits mehr als 85 Prozent eingebüßt.

Sechs-Monats-Chart Evergrande (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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