DAX®12.469,20-1,09%TecDAX®3.015,51+0,14%Dow Jones 3026.874,19+0,22%Nasdaq 10011.000,59+0,96%
finanztreff.de

Evonik: Nach Zahlen und gesenktem Ausblick unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Evonik senkt trotz eines soliden ersten Quartals wegen den Folgen der Corona-Pandemie wie erwartet den Jahresausblick. Gleichzeitig sollen nach dem Konzernumbau die Kosten sinken.

Robuste Geschäfte etwa mit der Lebensmittelindustrie, mit Desinfektionsmitteln und Zusätzen für die Pharmabranche konnten die verschärfte Autokrise nicht ausgleichen. Evonik-Chef Christian Kullmann rechnet 2020 nun mit einem Umsatz zwischen 11,5 und 13,0 Milliarden Euro. Beim EBITDA peilt der Trikotsponsor von Borussia Dortmund 1,7 bis 2,1 Milliarden Euro an.

Anfang März, als das volle Ausmaß der Corona-Krise noch nicht absehbar war, hatte Kullmann noch gehofft, den Umsatz stabil auf dem Vorjahresniveau von 13,1 Milliarden Euro halten zu können. Beim bereinigte operativen Ergebnis waren ursprünglich 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro angepeilt worden.

Solides erstes Quartal

Im abgelaufenen ersten Quartal hielt sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Minus von 1 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro fast stabil. Das bereinigte EBITDA sank um 5 Prozent auf 513 Millionen Euro. Damit übertraf Evonik die durchschnittlichen Analystenschätzungen leicht.

Unter dem Strich verdienten die Essener 130 Millionen Euro nach 239 Millionen vor einem Jahr. Der auch für die Dividende wichtige freie Mittelzufluss (Free Cashflow) belief sich auf 113 Millionen Euro. An der vorgeschlagenen Dividende von 1,15 Euro je Aktie hält Evonik fest.

Konzernumbau soll Kosten senken

Evonik will nun im Zuge einer neuen Konzernstruktur zusätzliches Geld sparen. Bis Ende 2021 sollen die jährlichen Kosten um 25 Millionen Euro sinken, auch durch den Abbau von 150 Stellen in der Verwaltung.

"Die strategische Weiterentwicklung von Evonik wird nun deutlicher sichtbar", sagte Kullmann laut Mitteilung. "Wir haben den Anteil von Spezialgeschäften in unserem Portfolio erfolgreich ausgebaut und werden diese Entwicklung konsequent weiter vorantreiben." Umgesetzt wird die neue Organisation mit Beginn des dritten Quartals.

Ab dann wird Evonik sich in die vier Sparten Specialty Additives, Nutrition & Care, Smart Materials und Performance Materials gliedern. Die ersten drei Sparten sieht das Management als Wachstumsfelder. Sie bedienen unter anderem die Tierfutter- und Lebensmittelindustrie und die Pharmabranche, stellen aber auch Desinfektionsmittel und Materialien für den 3D-Druck her.

Im Segment Performance Materials werden hingegen die Bereiche zusammengefasst, für die im Grunde keine Wachstumsinvestitionen mehr geplant sind. So steckt auch das Baby-Care-Geschäft rund um saugstarke Materialien etwa für Windeln in dem Geschäftsbereich.

Das macht die Aktie von Evonik

Die Evonik-Aktie -3,30% regiert vorbörslich auf die Quartalszahlen und den gesenkten Jahresausblick mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 21,49 Euro. Damit entfernt sich das MDAX-Papier weiter von der 200-Tage-Linie bei 23,80 Euro und kommt der Unterstützung bei 21,30 Euro näher.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Der Katastrophen-Warntag in Deutschland ist eher suboptimal gelaufen. Fühlen Sie sich trotzdem gut genug informiert?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen