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Evonik: Schwächen ausgeglichen – Erwartungen übertroffen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Evonik kann im zweiten Quartal trotz der schwachen Autoindustrie die Erwartungen übertreffen. Denn Hygiene- und Körperpflegemittel liefen ebenso hervorragend wie die Geschäfte mit Tierfuttereiweißen und Materialien für Windkraftanlagen.

Der Umsatz von Evonik sank von April bis Ende Juni im Sog der Corona-Krise im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA fiel um 19 Prozent auf 456 Millionen Euro.

Allerdings übertraf der Spezialchemiekonzern mit dem operativen Ergebnis die in den letzten Wochen nach optimistischen Äußerungen des Konzernchefs Christian Kullmann bereits gestiegenen durchschnittlichen Analystenschätzungen deutlich.

"Im zweiten Quartal haben wir die Folgen der Pandemie durchaus zu spüren bekommen", sagte Kullmann. Allerdings zahlten sich der Portfolioumbau und Effizienzprogramme aus. So setzt Evonik auf die Spezialchemie, die gerade in tristen Konjunkturzeiten oftmals robuster und profitabler ist als das Geschäft mit Standard- und Massenchemikalien. Der Spezialitätenanteil stieg von rund einem Fünftel im Jahr 2017 bis heute auf rund vier Fünftel.

Jahresziele leicht erhöht

Im Gesamtjahr sollen weiterhin ein Umsatz von 11,5 bis 13,0 Milliarden Euro und ein EBITDA von 1,7 bis 2,1 Milliarden Euro erreicht werden, nach 13,1 Milliarden Euro beziehungsweise 2,15 Milliarden Euro 2019.

"Wir sehen uns auf einem guten Weg, die Mitte der prognostizierten Spanne – das sind 1,9 Milliarden Euro - zu erreichen", konkretisierte Kullmann die Jahresziele. Zuversichtlich stimmt den Manager die aktuelle Entwicklung. Er sieht "eine gute Chance, das bereinigte EBITDA vom zweiten zum dritten Quartal steigern zu können."

Auf den freien Mittelzufluss blickte der Manager sogar etwas optimistischer. Vom EBITDA sollen 2020 nun mindestens 33,3 Prozent als freier Mittelzufluss hängen bleiben, nachdem bisher rund 30 Prozent angestrebt worden waren. "Inzwischen sehen wir in einigen Märkten erste Erholungstendenzen", sagte Finanzchefin Ute Wolf. Von einer generellen wirtschaftlichen Erholung könne bislang aber noch keine Rede sein.

Das macht die Aktie von Evonik

Bei den Aktionären kamen die Resultate gut an. Die Evonik-Aktien -3,30% kletterten am Dienstag um 3,6 Prozent auf 24,15 Euro nach oben, was einen der vorderen Plätze im MDAX bedeutete. Damit blieben die Papiere aber vorerst in der Bandbreite von 22 bis 25 Euro, in der sie seit Anfang Juni pendeln.

Mit Material von dpaAFX.
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