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Evotec: Neue Geschäftsfelder – neue Wachstumsphase

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Evotec steht in den Startlöchern für eine neue Phase seines Wachstums. Unternehmenschef Werner Lanthaler setzt laut einem dpa-Interview dabei große Hoffnungen in neue Geschäftsfelder, "für die wir bisher in der Branche noch nicht bekannt waren".

So baut das im MDAX gelistete Unternehmen derzeit an seinem US-Standort in Seattle an einer Anlage zur Produktion von biotechnologisch hergestellten Arzneistoffen. Die Inbetriebnahme ist Ende 2021 geplant. Damit verfügt Evotec nach den Worten des Managers künftig über Technik, die "dramatische" Kostenvorteile in der Produktion ermögliche.

Die Investitionssumme von etwa 120 Millionen Euro ist deshalb für Lanthaler gut angelegt: Die Chancen, die sich in Seattle böten, seien höher als durch etwaige Übernahmen, betonte der Unternehmenslenker.

Den Vorstoß im Biologika-Geschäft hatte Evotec im vergangenen Jahr mit der 90 Millionen Dollar schweren Übernahme des US-Spezialisten Just Biotherapeutics eingeläutet, der inzwischen in Just-Evotec Biologics umbenannt wurde.

Weiteren Schub erhofft sich Lanthaler durch das Zelltherapie-Geschäft – auch durch die sogenannte Betazell-Ersatztherapie bei Diabetes. Dieser Ansatz, bei dem im Labor hergestellte Betazellen dafür sorgen können, den Blutzuckerspiegel über Monate niedrig zu halten, war vom Forschungspartner Sanofi an die Hanseaten zurückgefallen. Diese wollen den Therapieansatz nun vorerst alleine weiterentwickeln.

Auch in der Krise profitabel

Evotec profitiert als Auftragsforscher vom zunehmenden Outsourcing-Trend in der Branche, arbeitet aber auch verstärkt an eigenen Projekten. Damit gehört Evotec zu der Minderheit der profitabel arbeitenden Biotech-Unternehmen.

Allerdings verzögerte sich aufgrund der Corona-Krise sogenannte Meilensteinzahlungen, wie Evotec zur Halbjahresbilanz einräumen musste. Dabei handelt es sich um erfolgsabhängige Prämien während der Entwicklung von Medikamenten, wenn bestimmte Teilziele erreicht werden. Bedingt auch durch höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten war das bereinigte operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten um fast ein Fünftel auf rund 47 Millionen Euro gesunken.

Nachholeffekt im zweiten Halbjahr

Im zweiten Halbjahr rechnet das Management nun mit einem Nachholeffekt. So seien etwa klinische Studien, die wegen des Lockdowns nicht hätten beginnen können, inzwischen angelaufen, betonte Lanthaler. Die voraussichtliche Höhe der in den kommenden Monaten noch fließenden Meilensteine bleibt jedoch ebenso offen wie die Frage zum Gewinn in diesem Jahr.

Hier wird aktuell ein Rückgang beim bereinigten operativen Ergebnis um maximal etwa 19 Prozent auf 100 bis 120 Millionen Euro erwartet. Auf Umsatzebene dürfte Evotec seine Prognosen für 2020 "sehr sicher" erreichen, sagte der Manager. Hier sind 440 bis 480 Millionen Euro angepeilt, nach 446 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Mit Material von dpaAFX.
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