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Ex-Daimler-CEO Zetsche ohne Comeback

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach anhaltender Kritik von Investorenseite macht der Ex-Vorstandschef Dieter Zetsche einen Rückzieher bei der Frage nach dem Aufsichtsratsvorsitz. Das angepeilte Comeback des Topmanagers bei Daimler ist damit abgeblasen.

Zetsche (67) begründete seinen überraschenden Entschluss in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" damit, dass er von einigen Investoren von vorneherein "nicht als Hoffnungsträger, sondern als Belastung" angesehen werden würde - "nein, das brauche ich nicht".

Zetsche war von Januar 2006 bis Mai 2019 Vorstandschef beim schwäbischen Autobauer, ehe er seinen Posten an Ola Källenius abgab. Allerdings war damals in den Führungsgremien verabredet worden, dass Zetsche 2021 den Aufsichtsratsvorsitz vom inzwischen 78-jährigen Amtsinhaber Manfred Bischoff übernehmen sollte.

Kritik von Investoren

Diese Pläne stießen allerdings zuletzt auf Kritik bei Daimler-Aktionären. Zetsche wird unter anderem vorgeworfen, sich zum Ende seiner Zeit als Vorstandschef auf den Rekorden der zurückliegenden Jahre ausgeruht und wichtige Weichenstellungen vor allem für den Umstieg auf die Elektromobilität verschlafen zu haben. Die derzeitige Krise sei abgesehen von den Corona-Folgen hausgemacht.

Mit einigen Großinvestoren im Rücken hätte er sich bei einer Wahl auf der Hauptversammlung zwar gute Chancen ausgerechnet, die nötige Mehrheit zu bekommen. "Aber die Frage ist: Zu welchem Preis? Ich glaube, dass eine Kampfabstimmung das Unternehmen belastet hätte." In letzter Konsequenz habe er sich dazu entschieden, "dass ich das nicht will, dass ich darauf verzichte".

Zu der Frage, wer nun neuer Aufsichtsratschef werden könne, gab sich Zetsche zurückhaltend. "Da bin ich raus, darüber habe ich keine Entscheidungen zu treffen." Auch ein Sprecher des Autokonzerns äußerte sich nicht näher. Zuletzt war für den Fall eines Zetsche-Rückziehers spekuliert worden, ob der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser diesen Posten übernehmen könne.

Das macht die Aktie von Daimler

Die Sorgen der Aktionäre um die Zukunft Daimlers lässt sich gut am Aktienkurs ablesen. Die Daimler-Aktie hat sich zwar deutlich vom Corona-Tief im März erholt – doch der langfristige Abwärtstrend seit 2015 bleibt bestehen. Die vorherrschende Trendlinie wird erst bei rund 47 Euro gebrochen – zuletzt notierte die Daimler-Aktie bei 44,64 Euro. Im August hat das DAX-Papier bereits die 200-Tage-Linie geknackt und hält sich seither über dem wichtigen Indikator für einen Aufwärtstrend.

Mit Material von dpaAFX.
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