DAX ®12.733,45+1,64%TecDAX ®3.041,57+1,27%Dow Jones26.168,70+1,32%NASDAQ 10010.563,14+2,14%
finanztreff.de

Facebook-Boykott lässt Aktie einbrechen – ein Risiko?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Aus Protest gegen den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren und abwertenden haben sich mittlerweile über 90 Unternehmen einem Aufruf zum Werbeboykott angeschlossen. Ein Risiko für Aktionäre?

Auf der Website, der von Bürgerrechtsorganisationen ins Leben gerufene Initiative #StopHateForProfit, finden sich seit Freitag unter anderem der Konsumgüterriese Unilever und der Autobauer Honda +1,37%. Der Getränkeriese Coca-Cola -1,61% kündigte ebenfalls an, für mindestens 30 Tage auf allen sozialen Plattformen weltweit seine Werbung auszusetzen.

Mit dem Aufruf zum Werbeboykott soll der Konzern an einer empfindlichen Stelle getroffen werden – Facebook macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Einige Unternehmen wollen die Maßnahme auch auf Instagram ausweiten.

Allein bei Coca-Cola habe der Werbeetat in den USA 2019 geschätzte 22 Millionen Dollar ausgemacht, berichtete die "New York Times" mit Verweis auf Daten des Branchenanalysten Pathmatics. Bei Unilever seien es rund 42 Millionen Dollar gewesen.

Wohl unter dem wachsenden Druck kündigte Zuckerberg am Freitag an, künftig stärker gegen Hassnachrichten vorzugehen, Falschmeldungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl zu löschen sowie die Standards für Werbung zu erhöhen. "Ich stehe gegen Hass und alles, was zu Gewalt anstachelt", sagte Zuckerberg.

Das macht die Aktie von Facebook

Die Aktien von Facebook gerieten bereits am Freitag mit dem sich ausweitenden Boykott stark unter Druck – und in der neuen Handelswoche geht die Talfahrt weiter. Im vorbörslichen US-Handel notierten die Papiere rund 3,4 Prozent tiefer bei 208,83 Dollar.

Analysten sehen in dem Boykott jedoch nur eine kurzfristige Belastung für Facebook. So schreibt JPMorgan, dass es nur ein kurzfristiges Risiko für die Aktie sei, welches die wichtigen Finanzkennziffern nicht in Gefahr bringe. Und die DZ Bank schreibt, dass Facebook mit seinen drei Milliarden monatlichen Nutzern als Werbefläche zu wichtig geworden sei, um von Unternehmen langfristig ignoriert zu werden.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 28- stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen