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Facebook: EU-Kommission leitet Untersuchung ein

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Kritik an Facebook, wie die Daten der rund 2,8 Milliarden monatlich aktiven Nutzer verwendet werden, bleibt massiv. Jetzt hat die EU-Kommission eine Untersuchung gegen den Internetkonzern eingeleitet – diesmal im Fokus: der Facebook Marketplace.

Facebook betreibt seit 2016 seinen Marketplace, auf dem zum Beispiel Autos, Kleidung oder Fahrräder privat verkauft und gekauft werden können. Dabei fallen keine Gebühren an. Wie bei anderen Facebook-Diensten dient die Kleinanzeigen-Sektion dazu, die Reichweite der durch Werbung finanzierten Plattform zu erhöhen und den Dienst für Nutzerinnen und Nutzer relevanter zu machen.

Die EU-Kommission will nach eigenen Angaben klären, ob Facebook seine Stellung auf anderen Märkten für diesen Dienst wettbewerbswidrig ausnutzt. "Nach Abschluss ihrer vorläufigen Untersuchung kann die Kommission nicht ausschließen, dass Facebook den Wettbewerb im Bereich der Online-Kleinanzeigendienste verfälscht", erklärte die Brüsseler Behörde. So könnte Facebook etwa aus den Werbeaktivitäten seiner Wettbewerber genaue Informationen über Vorlieben der Nutzer ableiten. Diese Informationen könnten dann genutzt werden, um Facebook Marketplace zu optimieren.

Auch die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde hat am Freitag eine Untersuchung zur Nutzung von Daten durch Facebook eingeleitet.

Sicherlich kein Monopol

Obwohl Facebook die reichweitenstärkste Social-Media-Plattform der westlichen Welt ist, dominiert der Konzern von Mark Zuckerberg das Kleinanzeigen-Geschäft bislang nicht. Hier erzielen beispielsweise Ebay +1,96% und eBay Kleinanzeigen sowie der Amazon +0,13% Marketplace höhere Reichweiten.

In Deutschland verkaufen nach einer im Januar präsentierten Untersuchung des Digitalverbandes Bitkom 72 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal im Jahr gebrauchte oder neuwertige Gegenstände online, gut jeder Vierte (27 Prozent) sogar mindestens einmal pro Monat.

Große Plattformen wie eBay beziehungsweise ebay Kleinanzeigen oder Amazon Marketplace würden dafür von den meisten Online-Verkäufern (62 Prozent) genutzt. Fast jeder Zweite (49 Prozent) setzt auf Plattformen zum An- und Verkauf etwa von Büchern, Filmen oder Games, zum Beispiel Momox oder rebuy. Und ein gutes Fünftel der Online-Verkäufer (22 Prozent) wurde seine ausrangierten Dinge über Facebook Marketplace los.

Das macht die Aktie von Facebook

Im vorbörslichen US-Handel interessieren sich die Anleger kaum für die Untersuchung gegen Facebook +2,52%. Die Aktie des Social-Media-Konzerns dürfte mit einem Minus von 0,4 Prozent in den Handel starten, nur leicht schwächer als der Nasdaq 100.

Mit Material von dpaAFX.
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