DAX ®12.528,18-0,64%TecDAX ®3.003,45+0,13%Dow Jones25.827,36+0,36%NASDAQ 10010.341,89+0,61%
finanztreff.de

Facebook: Stabiler in der Krise als gedacht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein rasanter Nutzerzuwachs im ersten Quartal und die Stabilisierung der Werbeumsätze im April haben der Aktie von Facebook ein sattes Kursplus von neun Prozent beschert.

Bei Facebook waren zuletzt monatlich 2,6 Milliarden Nutzer aktiv – 100 Millionen mehr als drei Monate zuvor. Üblicherweise gewinnt das Online-Netzwerk pro Quartal um die 50 Millionen Nutzer hinzu. Täglich nutzen jetzt 1,73 Milliarden Nutzer Facebook.

"Die Nutzung unserer Dienste hat stark zugenommen", sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Auf mindestens ein Facebook-Produkt – also etwa auch Instagram oder WhatsApp – griffen zuletzt monatlich rund drei Milliarden Nutzer zu. Täglich waren es 2,36 Milliarden.

Die große Frage vor dem Quartalsbericht war allerdings, wie stark die Corona-Krise das Geschäft von Facebook getroffen hat. Das Online-Netzwerk verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung. In der aktuellen Situation werden die Anzeigenkunden sparsamer – und für viele kleine und mittlere Unternehmen wie Restaurants oder Dienstleister gab es zuletzt keinen Spielraum oder Bedarf, Werbung zu schalten. "Unser Geschäft hängt vom Erfolg dieser kleinen Unternehmen ab", räumte Zuckerberg ein.

Doch der Umsatz legte dank des guten Starts ins Jahr um 18 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar zu. Der Quartalsgewinn verdoppelte sich auf 4,9 Milliarden Dollar. Allerdings war das Vorjahresergebnis von einer drei Milliarden Dollar schweren Rückstellung in einem Rechtsstreit mit der US-Aufsichtsbehörde FTC belastet worden.

Zudem habe sich laut Facebook das Werbegeschäft nach einem Rückschlag im März bereits wieder stabilisiert. In den ersten April-Wochen hielten sich die Anzeigen-Erlöse zumindest wieder auf Vorjahresniveau.

Zuckerberg sagte zugleich, die Krise habe ihn in der Überzeugung bestärkt, dass hohe Profitabilität wichtig sei. Aktuell werde Facebook die Folgen der Pandemie tragen – aber auf lange Sicht müssten Unternehmen, die sich durch Werbung finanzieren, eine hohe Rendite halten. Gleichzeitig sei gerade jetzt die Zeit, in die Zukunft zu investieren. Unter anderem wolle Facebook die Nummer eins bei Videochats sein. In diesem Bereich war in der Corona-Krise der kleine Anbieter Zoom +3,00% zum Überraschungs-Aufsteiger geworden.

Das macht die Aktie von Facebook

Die Anleger nahmen die Zahlen mit Erleichterung auf und zeigten sich angesichts der Widerstandskraft des Werbegeschäftes positiv überrascht: Die Facebook-Aktie stieg am Donnerstag im vorbörslichen Handel um rund 9 Prozent auf 212 Euro. Die Verluste des Corona-Crashs hat die Tech-Aktie damit beinahe wieder wettmachen können.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 28- stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen